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Einkochtopf – Lebensmittel konservieren und Vorrat anlegen

Einkochtopf Mit einem Einkochtopf machst du erntefrische Zutaten haltbar und genießt außerhalb der Saison gesunde Leckereien. Ob Birnen, aromatische Tomaten oder selbst gemachte Eintöpfe. Erfahre hier, worauf du bei Topf und Zubehör achten solltest.
Besonderheiten
  • großes Fassungsvermögen
  • Konservieren ohne kĂŒnstliche Zusatzstoffe
  • ideal fĂŒr Obst, GemĂŒse, Saucen, Eintöpfe
  • vielfĂ€ltig verwendbar

Einkochtöpfe Test & Vergleich 2020

Bevor wir nĂ€her auf den Einkochtopf eingehen, erlĂ€utern wir, worum es sich beim Einkochen ĂŒberhaupt handelt und welche Vorteile diese Art der Konservierung bietet. Kennst du dich damit bereits aus, kannst du direkt zum Abschnitt „Aufbau und Funktion beim Einkochtopf“ springen.

Die Begriffe „Einkochen“, „Einwecken“ und „Einmachen“ meinen den gleichen physikalischen Vorgang: Lebensmittel werden im geschlossenen Glas erhitzt und sterilisiert, um sie haltbar zu machen. Die Konservierung gelingt durch hermetisches Abdichten, es entsteht ein Vakuum (Grobvakuum). Das Kochzubehör zur DurchfĂŒhrung des Vorgangs kann entsprechend als Einkochtopf, Einwecktopf oder Einmachtopf betitelt sein.

Das Ziel des Einkochens besteht darin, Bakterien abzutöten, die sich auf Nahrungsmitteln befinden und ansonsten den Verderb vorantreiben. Das Grundprinzip: Zutaten in EinmachglĂ€ser geben, fest verschließen und mit samt Glas in ein Wasserbad im Einmachtopf stellen! Durch Erhitzen dehnt sich der Inhalt aus, es entsteht zunĂ€chst ein Überdruck. Die Deckel ĂŒbernehmen wĂ€hrenddessen den Job eines Überdruckventils und lassen restliche Luft entweichen. Dieser Vorgang ist entscheidend, schließlich ist der Kontakt mit Sauerstoff dafĂŒr verantwortlich, dass Lebensmittel verderben, ihre Farbe verlieren und an Vitalstoffen einbĂŒĂŸen. Beim Einkochen werden ĂŒbrige Luftanteile innerhalb der GlĂ€ser sterilisiert. Beim AbkĂŒhlen zieht sich der Glasinhalt zusammen, es kommt zum Unterdruck. Dies fĂŒhrt aufgrund des Luftdrucks in der Umgebung dazu, dass der Deckel fest ans Glas gedrĂŒckt und verschlossen wird. Sauerstoff kann dann nicht mehr von außen ins Glas eindringen. WĂ€hrend der Einkochzeit werden sĂ€mtliche Mikroorganismen vernichtet. Anschließend ist der Glasinhalt steril, weshalb das Verfahren auch Entkeimung oder Sterilisation genannt wird.

Es gibt zwei Voraussetzungen fĂŒr sicheres Einkochen: Ein Vakuum und die Sterilisation.

Vom Einkochen abzugrenzen, ist die Konservierungsmethode „heiß abfĂŒllen“. Hierbei werden Zutaten heiß beziehungsweise kochend in GlĂ€ser gegeben und diese unmittelbar geschlossen. Anders als beim Einmachen, findet beim Heiß-AbfĂŒllen keine Erhitzung im Wasserbad statt. Entscheidend ist aber, dass der Inhalt nicht sterilisiert wird wie beim Einkochen. Der grĂ¶ĂŸte Unterschied zwischen den beiden Methoden ist deshalb die Haltbarkeit: Heiß abgefĂŒllte Lebensmittel sind weniger lang haltbar, als eingekochte. Das Kochgut kĂŒhlt schnell ab und landet aufgrund der zeitlichen Verzögerung mit unterschiedlichen Temperaturen in den GlĂ€sern. Arbeitest du nicht schnell genug, kommt der Inhalt mit reichlich Sauerstoff in Kontakt und die Temperatur sinkt. Der Inhalt ist nicht steril.

Empfehlungen zum VerstÀndnis

Heiß abfĂŒllen, ist hinsichtlich der Konservierung nur dann erfolgsversprechend, wenn Einzumachendes einen hohen SĂ€ure- oder Zuckergehalt aufweist. Schließlich hat beides eine konservierende Wirkung. Die Methode ist beispielsweise bei Marmelade sehr beliebt, weil FrĂŒchte und Zucker beziehungsweise Gelierzucker grĂŒndlich miteinander gemischt, direkt gekocht und abgefĂŒllt werden können. Das spart Zeit. Der Zucker trĂ€gt zur Konservierung bei. GrundsĂ€tzlich gilt beim heißen AbfĂŒllen: Inhalt so heiß wie möglich in GlĂ€ser geben und sofort schließen!

Das Umdrehen der GlĂ€ser auf den Kopf ist ĂŒbrigens nicht nötig. Diesen Tipp kannst du zwar in vielen Ratgebern nachlesen, er ist allerdings nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ. FrĂŒher wurden sie auf den Kopf gestellt, weil man sich davon erhofft hat, dass Keime am Deckel durch den Kontakt mit heißem Inhalt abgetötet werden. Das Problem dabei ist, dass durch den Druck auf die VerschlĂŒsse diese teilweise gar nicht korrekt schließen und auch kein Vakuum zustande kommt. Die bessere Option wĂ€re die Deckel vor dem AbfĂŒllen zu sterilisieren. Beim Einkochen, ist das Abkochen nicht erforderlich, weil das gesamte Glas inklusive Verschluss vollstĂ€ndig durcherhitzt sowie sterilisiert wird.

Alle Lebensmittel ohne hohen SĂ€ure- oder Zuckergehalt sollten durch das klassische Einkochen konserviert werden. WĂŒrdest du zum Beispiel gekochtes GemĂŒse pĂŒrieren und lediglich im heißen Zustand abfĂŒllen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es nicht lange dauert, bis sich das Vakuum auflöst, weil der Inhalt nicht steril ist und beginnt zu gĂ€ren. Beim Einkochen mit Einkochtopf kannst du auf große Mengen Zucker und SĂ€ure verzichten. Ist ein Sud nötig beziehungsweise erwĂŒnscht, genĂŒgen kleinere Mengen der ZusĂ€tze. Bei besonders reifen FrĂŒchten kannst du ohne Zucker einkochen. GemĂŒse braucht weder Zucker noch Salz. Wer beispielsweise FrĂŒchte oder Obst grob gestĂŒckelt und zum spĂ€teren Weiterverarbeiten konservieren möchte, ist mit der Methode des Einkochens besser beraten. Auch Saucen und Suppen erhalten so eine lange Haltbarkeit.

Einen schnellen Einblick in die Welt des Einkochens gewÀhrt die Anleitung von GÀrtner Pötschke:

Gesund und gĂŒnstig ernĂ€hren als Selbstversorger – die Vorratshaltung machtÂŽs möglich

Du besitzt einen Nutzgarten und weißt nicht, wohin mit der reichhaltigen Ernte? Dann ist das Einkochen eine hervorragende Möglichkeit zum Verwerten von ĂŒberschĂŒssigem Obst und GemĂŒse. Statt wertvolle Lebensmittel zu entsorgen, die du durch mĂŒhevolle Pflanzenpflege hervorgebracht hast, verlĂ€ngert sich ihre Haltbarkeit beim Einkochen um ein Vielfaches. So kannst du beispielsweise sommerliche Leckereien wie Kirschen oder Pfirsiche in den Wintermonaten genießen. Aber auch regionale und preiswerte Saisonware vom Markt eignet sich gut fĂŒr eine wirtschaftliche Versorgung.

Folgende Lebensmittel eignen sich hervorragend zum Einmachen:

  • rohes Obst (z. B. Kirschen, Birnen, Pfirsiche, Äpfel, Pflaumen, Beeren, Mirabellen)
  • GemĂŒse roh oder blanchiert (z. B. Blumenkohl, Bohnen, Gurken, Tomaten, Spargel, Sellerie)
  • Fleisch (vorgekocht, gebraten; eher fĂŒr Fortgeschrittene geeignet)
  • Fisch (gekocht, gedĂ€mpft; nicht alle Arten lassen sich einkochen)
  • Pilze (blanchiert z. B. Pfifferlinge, Steinpilze)
  • Kuchen (Glaskuchen)
  • Brot

Auch fertig zubereitete Gerichte wie Saucen, Ragouts, Eintöpfe, Fleischgerichte und Co. lassen sich einmachen. Du kannst somit auch Reste einmachen, die beim Kochen ĂŒbriggeblieben sind. Das beugt Lebensmittelverschwendung vor. Oder gezielt auf Vorrat kochen, um an stressigen Tagen weniger Arbeit zu haben. Ebenso vorteilhaft zum Konservieren: Chutneys, Mus (feine Konsistenz), Kompott (mit StĂŒckchen), Marinaden, Dips, Pesto und KrĂ€utergelees.

Beim Einkochen von Saucen auf Milch, Mehl und Sahne verzichten! Erledige das Andicken und Abschmecken erst, wenn du Konserviertes weiterverarbeitest! Auch Zwiebeln bereiten gern Probleme, wenn sie nicht ausreichend gegart oder gebraten werden, bevor sie in GlĂ€ser wandern. EinmachgefĂ€ĂŸe gefĂŒllt mit GebĂ€ck solltest du beschweren, da sie vergleichsweise leicht sind und im Wasserbad schnell umkippen. Möchtest du grĂ¶ĂŸere Mengen Marmelade dauerhaft haltbar machen, bringt der Einkochtopf ebenfalls Erleichterung. Was generell alles möglich ist mit einem ordentlichen Vorrat, zeigt Selbstversorger Rigotti. Ob gesunde Alternative zu Chips durch getrocknete Äpfel oder konservierten Fruchtsaft aus eigenem Obst. Lass dich inspirieren:

Die Behauptung, alles was in Konserven erhĂ€ltlich ist, ließe sich auch zuhause einkochen, stimmt nicht. Es gibt einige wenige Ausnahmen, die sich mit haushaltsĂŒblichen Bedingungen nicht konservieren lassen. Ungeeignet zum heimischen Einkochen sind zum Beispiel Kartoffelbrei und Nudeln (auch Nudelsuppen).

Wie lange ist Eingekochtes haltbar?

Wird Eingemachtes dunkel, trocken und kĂŒhl gelagert, hĂ€lt sich der Inhalt ĂŒber Jahre. Im Idealfall sogar Jahrzehnte. Aber: Bei dauerhafter Lagerung von ĂŒber einem Jahr muss mit Aromaverlusten und optischen Einbußen gerechnet werden. Heiß abgefĂŒllte Lebensmittel halten hingegen oft nur wenige Monate, im Idealfall ĂŒber ein Jahr. Obwohl auch hier Ausnahmen die Regel bestĂ€tigen. SorgfĂ€ltig abgefĂŒllte Marmelade kann sich dank Gelierzucker durchaus jahrelang halten.

Licht, WĂ€rme und Temperaturschwankungen sollten gemieden werden. KĂŒhlen ist bei Eingekochtem nicht nötig, eine Lagertemperatur von 15 bis 20 °C ist durchaus in Ordnung. Eine hohe Luftfeuchtigkeit, wie sie beispielsweise in der KĂŒche herrscht, ist ungĂŒnstig.

Mit einem selbst eingemachten Vorrat kannst du:

  • Lebensmittelverschwendung vorbeugen
  • die eigene Ernte verarbeiten
  • stressfrei kochen
  • Geld sparen
  • auf industrielle Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe verzichten
  • dich und deine Lieben gesund ernĂ€hren
  • Nahrungsmittel ohne KĂŒhlung lagern und somit Energie sparen
  • selbst gemachte Geschenke kreieren
NĂ€hrstoffverlust beim Einkochen anhand von 2 Vitalstoffen erlĂ€utert: Bis zu 40 % des Vitamin C-Gehalts bei Obst, bis zu 60 % bei GemĂŒse. Beta-Carotin bei Obst bis 40 %, bei GemĂŒse maximal 20 %.

Aufbau & Funktion des Einkochtopfs – haltbar machen durch Einkochen

Mit einem Einkochtopf ist ein KĂŒchenzubehör gemeint, worin Lebensmittel in EinkochglĂ€sern im Wasserbad eingekocht werden. Dank eines großzĂŒgigen Fassungsvermögens kannst du große Mengen gleichzeitig einmachen. Da es seit den 30er-Jahren neben Einkochkesseln, die auf dem Herd Verwendung finden auch elektrische AusfĂŒhrungen gibt, ist die Bezeichnung Einkochautomat ebenfalls gĂ€ngig. Weil der Begriff Einkochtopf im allgemeinen Sprachgebrauch mittlerweile fĂŒr beide Lösungen dient und die funktionalen VorzĂŒge eines ElektrogerĂ€ts durchaus einen Blick wert sind, thematisieren wir nachfolgend beide Varianten.

Der klassische Einkochtopf – multifunktional aber aufwĂ€ndiger in der Anwendung

Seit Johann Carl Weck bereits Anfang des 20. Jahrhunderts seine ersten Einkochtöpfe prĂ€sentierte, hat sich am klassischen Einkochtopf nicht viel verĂ€ndert. Sein Fassungsvermögen betrĂ€gt rund 30 Liter, er weist zwei seitliche Griffe auf und wird auf dem Herd erhitzt. Ein Loch im Deckel erlaubt das EinfĂŒhren eines Thermometers zur Temperaturkontrolle. Mit einem Glasdeckel kannst du den Inhalt beobachten. Bei einigen wenigen Systemen wird die Abdeckung mit Verschlussklammern und Dichtungsring am Topf fixiert, um möglichst energieeffizientes Einkochen beziehungsweise Entsaften zu fördern. Bei vielen Einkochtöpfen ist ein passgenauer Einsatz im Lieferumfang enthalten. Er wird innen platziert, damit EinmachglĂ€ser keinen direkten Kontakt zum Topfboden haben, weil die starke Hitze sie zerspringen lassen kann. Die Gitter beziehungsweise Einlegeroste bestehen aus Kunststoff oder Draht, bei alten Einkochtöpfen in der Regel aus gelochtem Blech.

Einkochautomaten – die elektrische Alternative fĂŒr Komfort und Lebensmittelsicherheit

Der allgemeine Aufbau (Topf, Deckel, 2 Topfgriffe) ist auch bei elektrischen Einkochautomaten identisch. Sie unterscheiden sich von Einkochtöpfen aber dennoch erheblich, weil sie zum Erhitzen keinen Herd erfordern, sondern ein integriertes und strombetriebenes Heizelement. Das GerĂ€t wird via Kabel einfach mit einer Steckdose verbunden und los gehtÂŽs. Dank der herdunabhĂ€ngigen Funktion kannst du auch draußen oder im Keller einkochen. Moderne GerĂ€tschaften sind mit Thermostat ausgerĂŒstet, welcher ein separates Thermometer unnötig macht. Der Thermostat erlaubt die prĂ€zise und automatisierte Temperaturregelung des Wasserbads fĂŒr ein Maximum an Komfort. Statt, wie bei einem Einmachtopf fĂŒr den Herd, musst du die Hitze nicht stĂ€ndig ĂŒber das Thermometer prĂŒfen und dann manuell regulieren, sondern lediglich eine Wunschtemperatur einstellen. Den Rest erledigt der Automat, sodass du auch keine Angst haben musst, dass Lebensmittel nicht ausreichend hoch erhitzt werden. Varianten mit zusĂ€tzlicher Zeitschaltuhr und Abschaltautomatik haben einen weiteren Vorteil, dass du die Einkochzeit einstellen kannst und das GerĂ€t nach Ablauf des Zeitraums selbststĂ€ndig abschaltet. Bei Einkochtöpfen ohne Zeitschaltuhr stellst du die Temperatur ein und musst dann die Einkochzeit selbststĂ€ndig stoppen. Stell dir eine Eieruhr oder den Timer deines Smartphones!

Ein Einkochtopf ist zwar gĂŒnstiger als ein elektrischer Automat und meistens platzsparender, das Einkochen aber auch aufwĂ€ndiger. Mit einem EinkochgerĂ€t erleichterst du dir die Arbeit ungemein. Zudem sparst du Zeit, weil du den Topf nicht stĂ€ndig ĂŒberwachen musst. Einkochautomaten sind somit sowohl fĂŒr Fortgeschrittene als auch AnfĂ€nger eine sinnvolle Investition. Bedenkt man, dass Einmachautomaten ebenso vielseitig verwendbar sein können (z. B. GlĂŒhwein / Punsch ausschenken, Suppen erwĂ€rmen), amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten schnell.

Hinzu kommt, dass sich die Preisunterscheide inzwischen stark in Grenzen halten. FĂŒr einen anstĂ€ndigen Einkochtopf musst du mit mindestens 40 Euro rechnen. Hinzu kommen die Ausgaben fĂŒr Einlegegitter und Thermometer, da das Zubehör nicht immer im Lieferumfang enthalten ist. 50 Euro kommen da schnell zusammen. ElektrogerĂ€te gibt es schon fĂŒr unter 70 Euro.

Sicherheit: Elektrische Einkochautomaten werden nie leer eingeschaltet. Die Stromzufuhr erst starten, wenn das Wasser eingefĂŒllt und das Einkochgut platziert ist!

Die wesentlichen Ausstattungsmerkmale sind:

  • Heizelement: Es befindet sich unterhalb des eigentlichen GefĂ€ĂŸes zum BefĂŒllen und ist fest damit verbaut. Nachdem Einschalten und Temperieren heizt der Einkochautomat das Wasser mit elektrischer Energie auf.
  • Steuerung: In der Regel erlaubt ein Drehschalter die Temperatureinstellung. Das Heizelement erhitzt den Topfinhalt anschließend auf die gewĂŒnschte Temperatur.

Manche GerĂ€te, darunter der Biggie Digital von Klarstein, sind mit Display ausgestattet. Der Vollautomat zeigt dort die eingestellte sowie aktuelle Temperatur im Topf und die Restzeit des Timers an. Eine nette Spielerei, um Daten abzulesen fĂŒr maximale Kontrolle. Man kommt aber auch gut ohne zurecht.

Wichtig: Lass Einkochtöpfe niemals unbeaufsichtigt! Egal ob auf dem Herd oder E-Einkochtopf. Das Risiko fĂŒr BrĂ€nde oder anderweitige SchĂ€den am Interieur ist zu groß. Im Schadensfall bekommst du zudem Probleme mit der Versicherung, wenn du fahrlĂ€ssig gehandelt hast.

Anhand eines ProduktprÀsentationsvideos von HausgerÀtehersteller Bielmeier gewinnst du einen Eindruck von modernen Modellen:

Da Einkochautomaten die Einkochtemperatur automatisch regeln und die eingestellte Zeitspanne steuern, beugen sie Anwendungsfehlern vor. Wie der nĂ€chste Abschnitt verdeutlicht, sind die Folgen von unsachgemĂ€ĂŸem Einkochen nicht zu unterschĂ€tzen.

Achtung Lebensgefahr durch Botulinumtoxin!

Beim Einkochen von Obst, GemĂŒse, Fisch und Fleisch ist generell Vorsicht geboten. Werden Nahrungsmittel nicht ausreichend stark erhitzt, kann sich durch Auskeimen des Bakteriums Clostiridium botulinum Toxin (Nervengift) bilden. Die Erreger Clostiridien lösen nach dem Verzehr Botulismus aus, eine schwere Lebensmittelvergiftung. Sie kann lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Das Bakterium bildet die hitzelabilen Toxine bei ausreichendem NĂ€hrstoffangebot unter Ausschluss von Sauerstoff. Dementsprechend besteht bei unsachgemĂ€ĂŸem Einkochen in der heimischen KĂŒche erhöhte Gefahr. Jedes Jahr erkranken laut Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung rund 20 Deutsche akut. Aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate ist Botulismus trotz der Seltenheit ein ernstzunehmendes Thema.

Das TĂŒckische: Clostiridien vermehren sich unter Luftabschluss im Einmachgut, sind allerdings weder optisch noch geschmacklich oder ĂŒber GerĂŒche zu erkennen. Befallene Lebensmittel schmecken normal, riechen normal und sehen unauffĂ€llig aus. Die Techniker Krankenkasse betont online: „Das Botulinumtoxin ist das stĂ€rkste natĂŒrliche Gift, das von Bakterien gebildet wird. Schon kleinste Mengen haben eine fĂŒr den Menschen tödliche Wirkung.“

Die ersten Symptome treten in der Regel 12 bis 36 Stunden nach dem Verzehr auf. Typisch sind BauchkrĂ€mpfe, Durchfall, Erbrechen und Übelkeit. Auch Mundtrockenheit, Seh-, Schluck- und Sprechstörungen bis hin zu AtemlĂ€hmung sind denkbare Folgen. Um die Wirkung der von Clostridien gebildeten Toxine zu neutralisieren, mĂŒssen Lebensmittel ĂŒber einen bestimmten Zeitraum ausreichend hoch erhitzt werden. Aus diesem Grund ist es so wichtig, empfohlene Temperaturen und Einmachzeiten exakt einzuhalten. Verwende ausschließlich Rezepte aus vertrauenswĂŒrdigen Quellen! Verlass dich nicht auf Angaben von Laien!

Seriöse Angaben zu Einkochtemperaturen- und Einkochzeiten fĂŒr Fleisch, GemĂŒse und Obst findest du online beim Bundeszentrum fĂŒr ErnĂ€hrung. Einfach am Ende des verlinkten Artikels die Tabellen ausklappen und die gewĂŒnschten Hinweise entnehmen! Faustregel: Je mehr Eiweiß in Lebensmitteln enthalten ist, desto lĂ€nger die Einkochzeit.

Auch beim Recherchieren im Internet musst du aufpassen. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit, als auch zum Schutz vor unnötiger Panik. Wir haben uns online beim Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) schlau gemacht und wesentliche Fakten zu Botulismus arrangiert:

  • Einen Impfstoff gegen Botulismus gibt es bislang nicht.
  • Bei der industriellen Herstellung konservierter Lebensmittel werden ausreichend hohe Temperaturen erreicht, um die Sporen von Clostiridium botulinum abzutöten sowie potenzielle Toxine unschĂ€dlich zu machen.
  • Botulinum Neurotoxine (BoNT) sind gegenĂŒber chemischen und physikalischen EinflĂŒssen empfindlich. Auch Hitze vertragen sie nur bedingt. Beim Kochen werden sie in wenigen Sekunden inaktiv, wenn die Kerntemperatur 100 °C erreicht. Bei 80 °C dauert es rund sechs Minuten.
  • Die durch Clostiridium botulinum gebildeten Sporen sind hingegen hitzebestĂ€ndig und mĂŒssen zum Abtöten auf ĂŒber 100 °C erhitzt werden. Auch Einfrieren tötet die Sporen nicht.

Laut Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung kann die Vermehrung von Clostiridium botulinum durch Sterilisation unter Überdruck bei ĂŒber 100 °C verhindert werden. Die Tatsache, dass ein Großteil der gemeldeten FĂ€lle von Botulismus durch selbsteingemachte Konserven verursacht wird, liegt laut (BfR) daran, dass beim Einkochen die Erhitzungsgrenze von 100 °C aus physikalischen GrĂŒnden nicht ĂŒberschritten wird. Kocht Wasser, wird es nicht mehr heißer als zum Zeitpunkt des Erreichens des Siedepunkts von 100 °C. Dreht man den Herd höher, verdampft es lediglich stĂ€rker, aber die Wassertemperatur bleibt gleich. Der nötige Überdruck zur UnschĂ€dlichmachung ist beim Einkochen gegeben, die nötige Temperatur nur bedingt. „Wenn Sie Fleisch oder GemĂŒse wie Bohnen einwecken wollen, sollten Sie die Lebensmittel deshalb grundsĂ€tzlich doppelt erhitzen. Mit der zweiten Erhitzung werden die eventuell ausgekeimten Sporen inaktiviert“, so das BfR in der BroschĂŒre „Hinweise fĂŒr Verbraucher zum Botulismus durch Lebensmittel“ (Fassung 2005). Womöglich wirst du jetzt denken „Wenn die Angaben aus dem Jahr 2005 stammen, sind sie womöglich nicht mehr aktuell.“ Kritisch zu hinterfragen ist wichtig, doch in diesem Fall kannst du beruhigt sein: Das BfR stellt der Öffentlichkeit keine Dokumente mit falschen Angaben zur VerfĂŒgung. Schon gar nicht bei derartig brisanten Themen wie einer lebensgefĂ€hrlichen Vergiftung. Auf Grundlage dessen, möchten wir nachfolgend auf die beunruhigend wirkenden Angaben in Verbindung mit dem sogenannten Pressure Canning eingehen.

Da durch Botulinumtoxin ausgelöste Lebensmittelvergiftungen frĂŒher oft mit Wurstkonserven und Wurst in Verbindung gebracht wurden, kamen die Begriffe Wurstgift und Wurstvergiftung zustande. Die Bezeichnung des Bakteriums Clostiridium botulinum leitet sich unter anderem aus dem lateinischen Wort fĂŒr Wurst ab: botulus.

Pressure Canning: Einkochen unter Druck ohne Automatik

Beim Recherchieren im Internet zum Thema Botulismus sind wir vermehrt auf Pressure Canner („Druck Eindoser“) gestoßen. Damit sind Druck Einkochtöpfe gemeint, die in Amerika zum Sterilisieren genutzt werden und in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen erhĂ€ltlich sind. Sie lassen sich auf dem Elektroherd verwenden und zeichnen sich durch Sicherheitsventil, Überdruckventil und eine Druckanzeige aus. Der Deckel erinnert an einen Schnellkochtopf, ist aber von diversen VerschlĂŒssen geprĂ€gt, was etwas skurril ausschaut. Druckeinkochtöpfe kombinieren im Grunde den Einkochtopf mit der Funktion des Schnellkochtopfs).

Die bekanntesten amerikanischen Hersteller von Druck Einkochtöpfen sind All American und Presto. Preise von 250 oder gar 600 Euro und mehr sind keine Seltenheit. GegenĂŒber klassischen Einkochtöpfen und Einkochautomaten, die grĂ¶ĂŸtenteils fĂŒr unter 100 Euro verkauft werden, somit keine billige Alternative. Im Internet wird teilweise der Anschein erweckt, dass sicheres Einkochen ausschließlich mit einem Pressure Canner möglich sei. BegrĂŒndet wird dies unter anderem aufgrund des Risikos von Botulismus und der damit einhergehenden, empfohlenen Einkochtemperatur von ĂŒber 100 °C. Druckeinkochtöpfe erzeugen im Inneren Druck, was den Vorteil hat, dass Wasser auf eine höhere Temperatur als 100 °C erhitzt werden kann. Wie bereits oben erlĂ€utert, klappt das innerhalb eines herkömmlichen Einkochtopfs oder Einkochautomaten nicht.

Pressure Canner erzeugen mittels Druck eine Temperatur von rund 120 °C. FĂŒr Fleisch, Fisch und stark eiweißhaltige GemĂŒsesorten wie Bohnen soll das Einkochen unter Druck die sichererste Methode sein, um Clostiridium botulinum Toxinen vorzubeugen. GrundsĂ€tzlich ist diese Aussage auch nicht falsch, da bei Temperaturen von 120 °C auch die Sporen des Bakteriums zuverlĂ€ssig abgetötet werden. GrundsĂ€tzlich ist es richtig, dass klassisches Einkochen von sensiblen Zutaten bei maximal 100 °C weniger sicher ist. Die Behauptung, man mĂŒsse sich fĂŒr mehrere hundert Euro einen Pressure Canner aus den USA bestellen, um sich ĂŒberhaupt vor gesundheitlichen Gefahren schĂŒtzen zu können, ist allerdings ĂŒbertrieben. Wie das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung deutlich macht, gewĂ€hrleistet auch das zweifache Einkochen ausreichend Schutz. Das Institut berĂ€t die Bundesregierung in Sachen Lebensmittelsicherheit und kann sich dahingehend keine Fehler erlauben.

Nachteilig am Pressure Canning ist, dass die hohen Temperaturen auch wertvollen NÀhrstoffen schaden und die Konsistenz beeintrÀchtigen können. Beim herkömmlichen Einkochen hÀlt sich der Vitaminverlust in Grenzen und ist kaum stÀrker ausgeprÀgt, als beim Garen.

SĂ€uregehalt entscheidet ĂŒber die korrekte Vorgehensweise

Welche Einkochmethode zum Konservieren von Lebensmitteln ideal ist, um Sporen abzutöten, hĂ€ngt vom SĂ€uregehalt der Zutaten ab. Je niedriger der pH-Wert, desto sĂ€urehaltiger ein Lebensmittel (7 gilt als neutral). Das Einkochen im Wasserbad ist fĂŒr Lebensmittel mit einem pH-Wert von weniger als 4,6 ausreichend. Dies trifft unter anderem auf Obstsorten wie Beeren, Äpfel, Birnen und ZitrusfrĂŒchte zu. Lebensmittel mit einem pH-Wert ab 4,6 wie Fleisch, Fisch und zahlreiche GemĂŒsesorten wie Bohnen, Erbsen, Karotten, Paprika und Gurken sind empfindlicher, was aber nicht heißt, dass sie nicht eingemacht werden können. Dies ist durchaus möglich, wenn Einkochzeit sowie Einkochtemperatur stimmen und die Empfehlungen vom BfR beherzigt werden. Das zweite Einkochen von Glaskonserven erfolgt gemĂ€ĂŸ der Empfehlung des Bundeszentrums fĂŒr ErnĂ€hrung ĂŒbrigens etwa zwei Tage nach dem ersten Durchgang, um die restlichen sporenbildenden Mikroorganismen unschĂ€dlich zu machen. Durch NachsĂ€uern des Glasinhalts kann gezielt vorgebeugt werden. Mit einem Essigsud kannst du unter anderem Gurken, grĂŒne Bohnen, Blumenkohl und Rote Bete sauer einmachen.

Zusammengefasst lĂ€sst sich sagen, dass nichts gegen die Anschaffung eines Pressure Canners spricht, wenn du dir das doppelte Einkochen mit Einkochtopf und generell Zeit beim Einkochen sparen willst sowie noch mehr Sicherheit beim Einmachen wĂŒnschst. Da sich in den Drucktöpfen auch mit der Wasserbadmethode ohne Druck einkochen lĂ€sst und sich Einkochzeiten verkĂŒrzen, sind es multifunktionale, zeitsparende Produkte. Fest steht aber auch, dass die amerikanischen Alternativen zum Einkochtopf kein Muss sind. Wie so oft, handelt es sich um einen Trend, der entsprechend vermarktet werden will. Wichtig zu wissen: Pressure Canner sind keine Automaten, sodass die Temperaturregulierung und Kontrolle manuell stattfinden muss. Auch diese Tatsache bringt bei Anwendungsfehlern gesundheitliche Risiken mit sich. Nicht zu vergessen der Umgang mit Drucktöpfen: Hast du bereits mit Schnellkochtöpfen Schwierigkeiten, ist Pressure Canning sicherlich nicht die ideale Wahl.

100 Prozent Sicherheit gibt es beim heimischen Einkochen nicht, weder mit Einkochtopf noch mit Pressure Canner. HÀltst du dich strikt an bewÀhrte Rezepte seriöser Quellen, achtest penibel auf Hygiene und kochst sensible Lebensmittel doppelt ein, lÀsst sich das Gesundheitsrisiko beim herkömmlichen Einkochen durchaus minimieren.

Einmachen im Schnellkochtopf – möglich, aber schlecht kontrollierbar

Einkochen im Schnellkochtopf ist mit Herausforderungen verbunden. Das grĂ¶ĂŸte Problem ist, dass Schnellkochtöpfe nicht beliebig geöffnet werden können und sich dementsprechend die AbkĂŒhlzeit unnötig ausdehnt. Mögliche Folge: Eingekochtes wird matschig. Aufgrund des mangelnden Überblicks und der verminderten Kontrolle von Temperatur und Einkochzeit, ist vom Schnellkochtopf abzuraten. Möchtest du es trotzdem testen, solltest du möglichst detaillierte Anleitungen verwenden.

Zentrale Vor- und Nachteile im Überblick

Da wir in diesem Ratgeber sowohl Töpfe als auch ElektrogerÀte zum Einkochen thematisieren, haben wir die Vor- und Nachteile beider Optionen im Vergleich zueinander separat arrangiert:

Einkochtopf:

VorteileNachteile
  • großes Volumen
  • langlebig
  • auch zum Kochen, Warmhalten verwendbar
  • je nach Material auf offener Flamme nutzbar
  • keine Kabel
  • kein zusĂ€tzliches ElektrogerĂ€t
  • teilweise mit Entsafter-Zubehör
  • haltbarmachen ohne kĂŒnstliche Konservierungsstoffe
  • Temperatur muss manuell kontrolliert werden
  • langes Thermometer notwendig
  • keine Abschaltautomatik
  • erfordert wĂ€hrend des Einkochens stĂ€ndige Aufmerksamkeit
  • dementsprechend zeitaufwĂ€ndiger
  • Hitzequelle nötig
  • erfolgreiches Einkochen braucht Übung
  • durch Thermometer-Öffnung entweicht Dampf, was Temperaturschwankungen auslöst

Einkochautomat:

VorteileNachteile
  • maximaler Komfort durch Automatisierung
  • konstante Temperaturen
  • Zeitersparnis
  • mobil einsetzbar (Stromanschluss nötig)
  • zuverlĂ€ssiges Einkochen ohne Erfahrung
  • teilweise auch zum Warmhalten nutzbar
  • GerĂ€te mit Hahn zum Zapfen von GetrĂ€nken
  • praktisch fĂŒr Veranstaltungen
  • haltbarmachen ohne kĂŒnstlichen Konservierungsstoffe
  • anfĂ€lliger fĂŒr Defekte
  • nicht als klassischer Kochtopf verwendbar
  • teurer
  • hoher Platzbedarf

Zwei besondere Ausstattungsmerkmale: Zapfhahn und Entsafter

Beim Kauf von Einkochtöpfen musst du auf die individuelle Ausstattung achten. Neben einfachen Modellen, die auf Einkochen beschrĂ€nkt sind, gibt es multifunktionale AusfĂŒhrungen. Gewöhnliche Topfe ohne elektrische Automatisierung sind beispielsweise ohne weiteres zum Kochen verwendbar. Auch wenn das aufgrund der Topfhöhe teilweise etwas umstĂ€ndlich sein kann. Bei Einkochautomaten sind Kochen und Warmhalten teilweise gar nicht möglich. Lies die Produktbeschreibung daher sorgfĂ€ltig, um letztlich ein GerĂ€t zu finden, dass deinen Vorstellungen entspricht. Nachfolgend zwei praktische Extras, die eine Überlegung wert sind.

Einkochautomaten mit Hahn – von HeißgetrĂ€nkeautomat bis alternative Bierzapfanlage

Viele Einkochautomaten verfĂŒgen ĂŒber einen Hahn, um die FlĂŒssigkeit im Inneren bequem abzulassen. Das hat zum einen den Vorteil, dass du den schweren Kessel mit heißem Wasser nach dem Einkochen nicht umstĂ€ndlich zum Waschbecken bugsieren musst, um ihn zu leeren. Lass das abgekĂŒhlte Wasser beispielsweise nach und nach direkt in eine Gießkanne ablaufen und verwende es zum Blumengießen! Zum anderen kannst du Einkochtöpfe mit Hahn als GlĂŒhweintopf oder Wasserspender fĂŒr Feierlichkeiten einsetzen. Kalte und heiße GetrĂ€nke lassen sich spielend zapfen. Auch fĂŒr Bier eine praktische Lösung. In der Gastronomie spielen derartige Kessel eine große Rolle, von Weihnachtsmarkt bis zur GetrĂ€nkeversorgung auf großen Veranstaltungen. Suchst du besonders robuste, langlebige und moderne AusfĂŒhrungen, bist du mit einem Gastro Produkt bestens beraten.

Bricht der Hahn ab, wird der gesamte Einkochautomat höchstwahrscheinlich unbrauchbar, weil du ihn nicht mehr ordentlich abdichten kannst. Achte deshalb auf stabile Materialien und eine solide Verarbeitung, sowie eine sorgsame Lagerung und pass beim Tragen des BehĂ€lters auf, dass du nirgendwo hĂ€ngen bleibst! Ist der Einkochtopf in Betrieb, ist besondere Vorsicht geboten: Löst sich der Hahn, weil jemand dagegen stĂ¶ĂŸt, kann das kochende Wasser austreten und zu schweren Verbrennungen fĂŒhren.

EinsÀtze zum Nutzen als Dampfentsafter

Mit einem passenden Einsatz lassen sich Einkochautomaten beziehungsweise Einkochtöpfe im Handumdrehen in Dampfentsafter verwandeln, um erntefrisches Obst zu selbst gemachtem Saft zu verarbeiten. Vorausgesetzt die ElektrogerĂ€te weisen eine Entsafter-Funktion auf. Die EinsĂ€tze werden teilweise als „Saftgewinner“ bezeichnet. Wie der Name vermuten lĂ€sst, erzeugen Dampfentsafter heißen Dampf zum Entsaften von Obst. Der Wasserdampf löst das Aufbrechen von Zellen aus, sodass der Saft austreten kann. EinsĂ€tze fĂŒr elektrische Einkocher sind nicht separat nutzbar, sondern nur in Kombination, weil ansonsten das Heizelement fehlen wĂŒrde. Die EinsĂ€tze sind mehrteilig: Es braucht beispielsweise ein Schlauchsystem zum AbfĂŒllen in Flaschen, einen Siebeinsatz zum Platzieren der FrĂŒchte und das SaftauffanggefĂ€ĂŸ, in das der gewonnene Saft abtropft. Einen Eindruck von derartigen Kombinationsprodukten vermittelt das Unboxing Video zum Weck Entsafter anhand des Einkochautomaten WAT 15:

Bei Einkochtöpfen, die du auf dem Herd nutzt, ist das allgemeine Funktionsprinzip der EinsĂ€tze zum Entsaften identisch. Auch hier braucht es eine Hitzequelle (in diesem Fall dann die Herdplatte, die das Wasser im unteren Topf erhitzt), einen SaftbehĂ€lter, Schlauch und Schlauchklemme, Fruchtkorb und einen Deckel, damit der Dampf nicht entweichen kann, sondern innerhalb des Systems zirkuliert. Die Bestandteile werden aufeinandergestapelt. Im nĂ€chsten Video verdeutlicht Schulte Ufer mit einem Dampfentsaftertopf wie es funktioniert. Je nach Reifegrad der FrĂŒchte und Obstart kann der Obstsaft nach rund 30 Minuten abgefĂŒllt werden:

Die einzelnen Komponenten eines Dampfentsafters kannst du multifunktionell nutzen: Das Unterteil als Kochtopf, den DÀmpfeinsatz als Sieb und beides in Kombination ergibt mit einem Deckel einen gerÀumigen Dampfgartopf.

Selbst entsaftete FruchtsĂ€fte kannst du direkt pur oder besser verdĂŒnnt genießen sowie zu Gelee weiterverarbeiten. Ideal zum Dampfentsaften sind Steinobst, Beeren wie Holunder oder Johannisbeere, Quitten und Rhabarber.

GrĂ¶ĂŸen – jede Menge Fassungsvermögen fĂŒr effizientes Konservieren

Neben großzĂŒgigen Einkochtöpfen zum Haltbarmachen ĂŒppiger Ernten, gibt es kleine Töpfe fĂŒr 2-Personen-Haushalte und Singles. FĂŒr nahezu jeden Bedarf ist etwas Passendes geboten. 30 Liter Fassungsvermögen bei rund 35 Zentimeter Durchmesser sind bei zahlreichen Einkochtöpfen ĂŒblich. Dazwischen gibt es beispielsweise Modelle mit 15 Liter Fassungsvermögen und 28 Zentimeter Durchmesser, die es mit acht 1-Liter-EinmachglĂ€sern aufnehmen. Auch Minis und ZwischengrĂ¶ĂŸen mit rund 8, 16, 28 oder 29 Liter Volumen sind denkbar. Viele Einkochautomaten nehmen es mit 14 EinkochglĂ€sern Ă  1 Liter auf. Das Fassungsvermögen betrĂ€gt hĂ€ufig 27, 28 oder 29 Liter.

Materialien und Designs – von traditioneller Emaille bis Edelstahl

Die ersten Einkochtöpfe wurden aus verzinktem Blech gefertigt. Um vielfĂ€ltigere Verwendungsmöglichkeiten zu schaffen, kamen spĂ€ter emaillierte Stahltöpfe auf den Markt. GefĂ€ĂŸe mit Emaillierung sind hygienisch, kratzfest, bakterienhemmend, extrem robust, bis 450 °C hitzebestĂ€ndig und pflegeleicht. Alle weiteren Informationen rund um Emaille Töpfe haben wir im verlinkten Ratgeber zusammengestellt. Nostalgische Einkochkessel mit Emaille als Beschichtung findest du heute nach wie vor im Handel sowie auf dem Gebrauchtwarenmarkt. Darunter Elektro-Einkocher von Nahrath. Viele charakteristisch anmutende Töpfe stammen aus Zeiten der DDR. Nicht selten sind es Zinktöpfe oder Emailletöpfe in Blau, Rostrot und anderen markanten Farben. Achte bei antiken Töpfen darauf, dass die Emaille keine starken BeschĂ€digungen aufweist. Absplitternde Emaillebeschichtungen können durch scharfe Kanten Verletzungen in Mund, Speiseröhre und Magen hervorrufen. Ist das emaillierte TrĂ€germaterial wie Stahl nicht erkennbar und die Emaille lediglich oberflĂ€chlich zerkratzt, besteht kein Grund zur Sorge.

Edelstahl wird ebenfalls zur Herstellung genutzt. Edelstahltöpfe begeistern mit ihrer zeitlosen Eleganz, ihrem geringen Gewicht und ihrer Unempfindlichkeit gegenĂŒber Temperaturschwankungen. Das Material ist Ă€ußerst pflegeleicht, hygienisch und strapazierfĂ€hig. Außerdem spĂŒlmaschinengeeignet, was bei Ă€lteren Emaille Töpfen meist nicht der Fall ist. Moderne Edelstahlmodelle haben den Vorteil, dass sie meist induktionsfĂ€hig sind und auf jedem Herd zum Einsatz kommen können. Erkennbar ist die InduktionsfĂ€higkeit am Spulen-Symbol auf dem Topfboden, welches auf ferromagnetisches und somit induktionsgeeignetes Material hindeutet. Alles, was du ergĂ€nzend wissen solltest, haben wir im Ratgeber ĂŒber Induktionstöpfe erlĂ€utert.

Bei der Herstellung von Einkochtautomaten wird außerdem Kunststoff verarbeitet. Vorwiegend beim Deckel und Sockelkonstruktion. Es werden aber auch Automaten aus lebensmittelgerechtem Vollkunststoff hergestellt. Hier besteht dann auch der WasserbehĂ€lter aus Plastik.

Kupfer und Steinzeug: Bei gÀngigen Einkochtöpfen keine Option

Puren Luxus gönnst du dir mit hochwertigen Kupfertöpfen. Sie sind vergleichsweise teuer, sehen aber super schick aus und eignen sich mit ihrer hohen WĂ€rmeleitfĂ€higkeit hervorragend als Marmeladentopf. Allerdings geht es dabei um das Kochen von FrĂŒchten zum heißen EinfĂŒllen, nicht um das Einkochen im Wasserbad. Bei klassischen Einkochtöpfen, wie wir sie oben beschrieben haben, spielt Kupfer selten eine Rolle. Viele LĂ€uter- und GĂ€rbottiche zum Bierbrauen werden in Kupferoptik angeboten, um den Charme traditioneller Brausysteme nachzuahmen.

Steinzeug wird bei GĂ€rtöpfen verarbeitet. Darin werden vergorene Nahrungsmittel wie hausgemachtes Sauerkraut hergestellt. Mit dem Einkochen hat diese Methode der Konservierung nichts zu tun. WĂ€hrend des GĂ€rvorgangs wird nichts erhitzt. Erst nach dem GĂ€ren, wenn der gewĂŒnschte SĂ€uregrad erreicht ist, wird der Topfinhalt beispielsweise durch Einwecken dauerhaft konserviert.

Die wichtigsten Kaufkriterien – bedarfsgerechter Funktionsumfang

Möchtest du einen Einkochtopf kaufen, findest du in der Tabelle alle wichtigen Kaufkriterien:

KriteriumDetails
Form & GrĂ¶ĂŸe
  • gut schließender Deckel mit Kaltgriff
  • sicherer Stand
  • ausreichend Fassungsvermögen
  • bei Töpfen: passend zur Herdplatte
Material
  • Empfehlung: Edelstahl oder zweifache Emaillierung fĂŒr Langlebigkeit und bequeme Reinigung
  • bei Kunststoff: BPA-frei (ohne Bisphenol-A)
Ausstattung
  • wĂ€rmeisolierte Griffe
  • Deckel mit Thermometerloch
  • inkl. Einlegerost
  • evtl. mit Entsaftereinsatz
  • Außerdem bei Einkochautomaten:
    • Temperatureinstellung (stufenlos)
    • Thermostatsteuerung fĂŒr Dauerbetrieb
    • Zeitschaltuhr
    • Signalton bei Erreichen eingestellter Temperatur
    • akustischer Alarm im Idealfall zu- und abschaltbar
    • Kontrolllampe
    • Abschaltautomatik
    • Überhitzungsschutz
    • geschlossener Topfboden (verdecktes Heizelement)
    • Auslasshahn (z. B. fĂŒr GlĂŒhwein, Kaffee) mit ausreichend großem Durchlass
    • Warmhaltefunktion fĂŒr multifunktionellen Einsatz
    • bei Bedarf Entsafterfunktion & kompatibles Aufsatzsystem
    • kraftvolle Heizspirale
    • gummierte FĂŒĂŸe
Gewicht
  • insbesondere fĂŒr Veranstaltungen sind möglichst leichte Produkte ratsam

Die bekanntesten Hersteller – Weck, Bielmeier und Co.

HerstellerBesonderheiten
Weck
  • seit 1990 Spezialist im Bereich Einkochen
  • Einwecktöpfe, emailliert, Metalldeckel, fĂŒr alle Herdarten
  • Automatik-Einkochtöpfe:
  • Versionen aus Kunststoff (WAT 34, 34 A, 35)
  • 2-fache emailliert (WAT 14, 14A, 15, WMT 10)
  • Edelstahl (WAT 24A, 25, 25A, WSG 18 E)
  • außerdem KombigerĂ€te: Einkochen + Entsaften (z. B. Weck-Master mit Trockengehschutz)
  • mit und ohne Zeitschaltuhr, Zapfhahn
  • teilweise inkl. Weck-Glasheber
  • großes Sortiment EinkochbehĂ€ltnisse und sonstiges Zubehör
KrĂŒger
  • Traditionsunternehmen seit 1853
  • emaillierte Einkochtöpfe
  • traditionelle Designs
  • Aufschrift „Einkochtopf“
  • außen creme mit rotem Schriftzug (Abdeckung dunkelbraun)
  • außen creme mit Schriftzug und Deckel in Aubergine
  • mit Plastik- und Metalldeckel mit Thermometeröffnung
  • fĂŒr alle Herdarten (auch Induktion)
  • 30 cm Höhe, 35 cm Durchmesser, 28 l Inhalt
Klarstein
  • seit 1950er Jahren Hersteller hochwertiger Haushaltsprodukte
  • Serie „Biggie“ mit EdelstahlgehĂ€use, 27 Liter (Design Silber / Rot)
  • Small (16 Liter Einkochvollautomat)
  • Digital (27 Liter Einkochvollautomat)
  • mit Zapfhahn fĂŒr private und gewerbliche Nutzung
  • wĂ€rmeisolierte Kunststoffgriffe
  • Timer mit max. 120 Minuten
  • 2.000 Watt
  • Unterseite mit Kabel-Depot
  • als GlĂŒhweinkessel/GetrĂ€nkespender fĂŒr Kaffee, Tee und weitere HeißgetrĂ€nke
Severin
  • deutsche Traditionsmarke, seit ĂŒber 125 Jahren
  • Einkochautomaten
  • ca. 1000 Watt, 1.800 Watt
  • KapazitĂ€t 9 l (fĂŒr 3 EinkochglĂ€ser Ă  1 l), 29 l (bis 14 GefĂ€ĂŸe Ă  1 l)
  • wĂ€rmeisolierte Griffe, emaillierte GehĂ€use
  • Auslaufhahn
  • stufenloser Temperaturregler, Überhitzungsschutz
  • Kunststoffdeckel
  • inkl. Einlegerost
Rommelsbacher
  • Firmenhistorie seit 1928, deutscher Hersteller
  • Einkochautomaten
  • 2-Schicht-Emaillierung, Topf mit Edelstahlrand oder 18/10 Edelstahl, gebĂŒrstet
  • geschlossener Topfboden Kontrolllampe, Temperaturregler mit PrĂ€zisionsthermostat
  • Entsafterstellung
  • Überhitzungs- und Trockengehschutz, Kontrolllampe, teilweise mit Zeitschaltuhr, integrierte Einkochautomatik, wĂ€rmeisolierende Griffe, integrierte Kabelaufwicklung, mit Einlegerost, Ablaufhahn
  • KapazitĂ€t 27 Liter
  • Zubehör: Entsafter Aufsatz
  • Bedienungsanleitungen (auch Ă€lterer Artikel) online kostenlos verfĂŒgbar
  • (viele VersandhĂ€ndler prĂ€sentieren das Modell „Eltac Eka 179”)
Bielmeier
  • deutscher HausgerĂ€tehersteller, made in Germany
  • Einkoch- bzw. GlĂŒhweinvollautomaten zum Einkochen, Ausschank, Zubereitung von Partygerichten
  • Materialgruppen: Edelstahl, Emaille – große Auswahl
  • 9, 27, 29 Liter Volumen
  • hochwertige Bauweise
  • moderne Platinen- und Sensortechnik, 1800 Watt
  • mit und ohne Hahn (teilweise: mit Push-Hahn, 2 AuslĂ€ufe, Edelstahl), inkl. Einlegerost, teilweise digital mit LED-Display, ZeitrĂŒcklaufanzeige, Überhitzungs- und Trockengehschutz, Kabelaufwicklung im Unterboden, Schutzkontaktstecker (KabellĂ€nge 135 cm)
  • Entsafterfunktion
  • Ă€ltere Modelle in Farbe (16 Liter Volumen)
  • gute Zubehör- und ErsatzteilverfĂŒgbarkeit (Auslaufhahn, Entsafter-AufsĂ€tze, SuppeneinsĂ€tze, Einlegerost, Rohrheizkörper, Abschlussdeckel)

Neben den genannten Herstellern verkaufen Marken wie Elo, Clatronic, ProfiCook (Clatronic Marke), kochstar, AFK, Petra oder der Spezialist fĂŒr Non-Food-Produkte fĂŒr Gastronomie und GroßkĂŒchen Hendi mit Sitz in den Niederlanden EinkochgefĂ€ĂŸe. Modelle diverser Marken findest du bei VersandhĂ€ndlern wie Amazon und Westfalia. Letzterer fĂŒhrt ergĂ€nzend einen eigenen Multitopf aus Edelstahl mit Thermoboden zum Entsaften, Einkochen, Kochen, Garen und DĂ€mpfen. Zudem lohnt sich der Blick in SupermĂ€rkte, Discounter wie Lidl (Hausmarke Silvercrest) und Real sowie EinzelhandelsgeschĂ€fte wie Tchibo. Gerade zu Beginn der Hochsaison fĂŒr Obst und GemĂŒse starten die Anbieter Aktionen mit Einkochtöpfen und Einkochautomaten. Sogar in BaumĂ€rkten sind sie teilweise prĂ€sent.

Vier beliebte Einkochtöpfe

Retro Einkocher von KrĂŒger

( Rezensionen)
Retro Einkocher von KrĂŒger

Besonderheiten

  • fĂŒr alle Herdarten (induktionsfĂ€hig)
  • emailliert
  • 28 Liter Fassungsvermögen
  • Ø 35 cm/30 cm Höhe
In den großen Einkochtopf der Marke KrĂŒger passen 14 EinkochglĂ€ser Ă  1 Liter Fassungsvermögen. Du kannst also in einem Einkochvorgang jede Menge Material konservieren. Die Emaillierung macht die OberflĂ€chen kratzfest, langlebig, pflegeleicht und robust. Außerdem begeistert der Einkocher mit einer charmanten Retro-Optik. Dank des Lochs im Metalldeckel kannst du ein Thermometer problemlos einfĂŒhren. Thermometer und Einlegegitter sind allerdings nicht im Lieferumfang enthalten. BemĂ€ngelt wird von KĂ€ufern der nach innen gewölbte Boden, wodurch er nicht vollstĂ€ndig auf dem Herd aufliegt. Das kostet unnötig Energie. Lediglich auf dem Gasherd spielt das keine Rolle. Gelobt wird der gĂŒnstige Anschaffungspreis.
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Klarstein Einkochautomat „Biggie“ mit Zapfhahn

( Rezensionen)
Klarstein Einkochautomat „Biggie“ mit Zapfhahn

Besonderheiten

  • 2.000 Watt
  • Zeitschaltuhr
  • Edelstahl
  • Fassungsvermögen 27 Liter
„Biggie“ nimmt es mit insgesamt 14 1-Liter-EinkochglĂ€sern auf. Das Heizaggregat ist 2.000 Watt stark und erlaubt eine prĂ€zise Temperatureinstellung zwischen 30 und 100 Grad. Mit dem Timer kannst du Einkochzeiten bequem einstellen. Dank intuitiv bedienbarem Zapfhahn kannst du das GefĂ€ĂŸ auch an Weihnachten zum AbfĂŒllen von GlĂŒhwein aufstellen oder an Festen Kaffee fĂŒr grĂ¶ĂŸere Personenanzahlen bereitstellen. Ein Überhitzungsschutz (mit Kontrollleuchte), ein geschlossener Topfboden, wĂ€rmeisolierte Kunststoffgriffe sowie ein verdecktes Heizelement sorgen fĂŒr ein Maximum an Sicherheit. Der Ablaufhahn macht laut Ansicht einiger KĂ€ufer einen weniger soliden Eindruck und gibt lediglich einen „Rinnsal“ frei.
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Stufenlos einstellbarer Einkochautomat von Clatronic

( Rezensionen)
Stufenlos einstellbarer Einkochautomat von Clatronic

Besonderheiten

  • 1.800 Watt
  • 25 Liter Volumen
  • Ablauf-Zapfhahn
  • emailliertes GehĂ€use
  • inkl. Einlegerost
Der Einkochautomat von Clatronic ĂŒberzeugt mit einem klaren Design. Sockel, Deckel und wĂ€rmeisolierten Griffe sind Schwarz, wĂ€hrend der weiße Korpus fĂŒr einen freundlichen Gesamteindruck sorgt. Die Temperaturregelung zwischen 30 und 100 Grad erfolgt stufenlos fĂŒr prĂ€zises Temperieren. Dank Zapfhahn kannst du den großzĂŒgigen Topf fĂŒr GlĂŒhwein oder Punsch verwenden. Auch das Warmhalten von Suppen und Eintöpfen fĂŒr Partys gelingt spielend. Die Reinigung wird von der kratzfesten Emaillierung erleichtert. Sie gewĂ€hrleistet eine lange Lebensdauer und ist geschmacksneutral. Das Heizelement ist verdeckt, der Topfboden geschlossen. Überhitzungsschutz und Kontrollleuchte sind vorhanden. Bei diesem GerĂ€t klappt das Ausschenken von GetrĂ€nken laut Rezensionen problemlos. Auch das Einkochen ist nach Erfahrungen der KĂ€ufer ein Kinderspiel. Auf eine Abschaltautomatik musst du verzichten.
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Original Weck Einkochautomat (WAT 15) mit Entsafterschaltung

( Rezensionen)
Original Weck Einkochautomat (WAT 15) mit Entsafterschaltung

Besonderheiten

  • 2-Schicht-Emaillierung
  • ca. 2.000 Watt
  • 29 Liter Fassungsvermögen
  • Zeitschaltuhr
  • inkl. Einlegerost
Der Einkochautomat von Weck mit traditionellem Design inklusive der Erdbeere als Markenzeichen auf der Vorderseite ist mit PrĂ€zisionsthermostat ausgerĂŒstet. Es fördert konstante Temperaturen und eine nutzerfreundliche Steuerung. Die zweifache Emaillierung ist fĂŒr eine zuverlĂ€ssige WĂ€rmeisolierung verantwortlich, sodass du energieeffizient Einkochen und Warmhalten kannst. Überhitzungsschutz, Kontrollleuchte und Zeitschaltuhr sind integriert. Beim automatischen Abschalten nach Ablauf der eingestellten Zeit ertönt allerdings kein akustisches Signal. Der Topfboden ist geschlossen. Ein Auslaufhahn fehlt. Die Besonderheit: Der Einweckautomat ist mit Entsafterschaltung ausgerĂŒstet. Zum Entsaften musst du den Entsafteraufsatz (Saftgewinner-Einsatz) separat bestellen. Der Einkocher ist lediglich mit einer entsprechenden Entsafterstufe ausgerĂŒstet, um Wasser dauerhaft sprudelnd zu kochen und den nötigen Dampf zu erzeugen. KĂ€ufer loben kurze Aufheizzeit, geringes Gewicht und simple Bedienung.
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Anleitung und praktische Anwendungstipps – so geht Einmachen!

Um Lebensmittel einzumachen, werden sie in GlĂ€ser portioniert und im geschlossenen Einkochtopf bei Temperaturen zwischen 75 und 100 °C erhitzt. Bei den Vorbereitungen sind Hygiene und Sorgfalt das A und O. Wir erklĂ€ren Schritt fĂŒr Schritt wie es geht:

  • Lebensmittel grĂŒndlich reinigen, gegebenenfalls schĂ€len und stĂŒckeln! FrĂŒchte und GemĂŒse sollten reif sein. Harte GemĂŒsesorten wie Karotten fĂŒr eine angenehm weiche Konsistenz vor dem Einkochen kurz blanchieren. Blanchieren und kalt Abschrecken schĂŒtzt die natĂŒrlichen Farben und reduziert den Keimgehalt.
  • EinmachglĂ€ser, VerschlĂŒsse und Gummiringe (Einkochringe) sorgfĂ€ltig reinigen und heiß spĂŒlen!
  • Einkochgut einfĂŒllen!
  • FĂŒr Obst nach Bedarf einen Zuckersud aus Wasser und Zucker herstellen oder nur Wasser einfĂŒllen. Bei GemĂŒse wird statt Zucker Salz verwendet (Salzwasser) oder ein GewĂŒrzsud angerĂŒhrt. Den fertigen Sud ĂŒber Obst beziehungsweise GemĂŒse schĂŒtten, bis rund zwei Zentimeter unter den Glasrand. Der Freiraum zur Abdeckung ist wichtig, weil der Inhalt beim Erhitzen aufsteigt und blubbert. FĂŒllst du ihn randvoll ein, kann es sein, dass er nach außen dringt und nach dem AbkĂŒhlen schimmelt.
  • Die RĂ€nder der EinmachglĂ€ser mĂŒssen nach dem FĂŒllen von RĂŒckstĂ€nden befreit werden. Bereits kleinste Verunreinigungen können die Haltbarkeit schmĂ€lern. Leg deshalb ein sauberes Tuch bereit! Mit einem Trichter als AbfĂŒllhilfe sparst du dir Arbeit, die RĂ€nder bleiben sauber.
  • Mit Gummidichtungen, Deckel und Klammern schließen und in den Einkochtopf auf das Gitter stellen!
  • Einkochtopf soweit mit Wasser fĂŒllen, bis die oberen GlĂ€ser bis etwa zu Ÿ im Wasser stehen! „Obere“ deshalb, falls du mehrere ĂŒbereinanderstellst, denn auch das ist möglich. Vorausgesetzt auf jedes Glas, das vollstĂ€ndig mit Wasser bedeckt ist, wurde ein weiteres Glas gestellt. Ansonsten drohen sie beim Einkochvorgang umzukippen. FĂŒllt du den Topf lediglich mit einer Ladung (kein Stapeln), wird auch hier nur so viel Wasser eingefĂŒllt, bis die GlĂ€ser zu Ÿ im Wasser stehen.
  • GewĂŒnschte Temperatur und Einkochzeit einstellen! Wichtig: Die eigentliche Einkochzeit beginnt erst, wenn die Zieltemperatur erreicht ist.
  • Einkochgut nach dem Einkochen aus dem Wasserbad nehmen, vorsichtig auf hitzebestĂ€ndige Unterlage stellen und abkĂŒhlen lassen! Nicht nicht mit kaltem Wasser abschrecken! Ein solcher Temperaturschock könnte das Glas zum Platzen bringen.
  • Nach dem AbkĂŒhlen werden bei VerschlĂŒssen mit Gummis, die Klammern entfernt. Diese bleiben nur wĂ€hrend der AbkĂŒhlphase dran. Nach dem Entfernen der Fixierung mĂŒssen die Deckel durch den Unterdruck halten. Kontrollier das unbedingt, bevor du Eingemachtes in Keller oder Vorratsschrank lagerst! Sollte sich der Verschluss bei vorsichtigem Anheben bereits lösen, hat das Einkochen nicht geklappt. Der Glasinhalt ist nicht dauerhaft haltbar. Verwendest du keine EinweckglĂ€ser sondern SchraubglĂ€ser mit Button, fĂŒhrst du eine Druckprobe durch.
ACHTUNG: Das Entfernen der Klammern an EinmachglĂ€sern nach dem AbkĂŒhlen ist auch aus SicherheitsgrĂŒnden elementar: Hat das Einkochen nicht geklappt und der Fehler bleibt unbemerkt, bilden sich FĂ€ulnisgase im Inneren. Können diese nicht Entweichen, weil der Deckel aufgepresst wird, können BehĂ€lter explodieren. Das Verletzungsrisiko ist nicht zu unterschĂ€tzen.

Tipps zu Vorgehensweise und Hygiene:

  • Du kannst GlĂ€ser mit unterschiedlichem Inhalt gleichzeitig in Einkochtöpfe geben, wenn die Anforderungen an Temperatur und Einkochzeit identisch sind.
  • Gib keinesfalls Paraffin oder sonstige Substanzen auf Gummiringe! Einkochgummis werden nicht gefettet, weil Fett den Erfolg der gesamten Prozedur gefĂ€hrdet und die Bildung eines Vakuums verhindern.
  • SchraubglĂ€ser dĂŒrfen keinerlei rostige Stellen oder Dellen aufweisen. Sie mĂŒssen völlig intakt sein, damit das Einkochen gelingt. Bei SchĂ€den schließen sie nicht zuverlĂ€ssig.
  • SchraubbehĂ€lter musst du nicht stĂ€ndig neu kaufen. Womöglich ergibt sich ĂŒber das Jahr hinweg ein Sammelsurium aus dem Handel. Kaufst du Lebensmittel zu, weil deine VorrĂ€te zur Neige gehen, kannst du einwandfreie Verpackungen wiederverwenden. Einfach grĂŒndlich sĂ€ubern! Lediglich bei sauer eingelegten Produkten ist beim Einmachen Vorsicht geboten. Beschichtungen im Verschluss nehmen Aromen auf und geben sie spĂ€ter wieder ab. Das könnte den Geschmack von Eingemachtem negativ beeinflussen.
  • Beschichtete Deckel sind regelmĂ€ĂŸig auszutauschen, weil sich die Beschichtung lösen und das darunterliegende Metall freilegen kann.
  • Gleiches gilt fĂŒr Gummiringe. Sie sind zwar wiederverwendbar, ewig halten sie aber nicht. Mit den Jahren beziehungsweise je nach EinsatzhĂ€ufigkeit werden sie brĂŒchig.
  • Eine großzĂŒgige Schöpfkelle und Trichter helfen beim sauberen Portionieren. EinfĂŒllhilfen vor dem Einkochen sterilisieren (mit kochendem Wasser ĂŒbergießen).
  • Leg saubere TĂŒcher bereit, um GlasrĂ€nder bei Bedarf reinigen zu können!
  • Du hast beispielsweise Apfelmus vorbereitet und möchtest es einkochen? Ob es bereits abkĂŒhlt, noch warm oder heiß ist, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass das Wasserbad eine Ă€hnliche Temperatur aufweist, wie der Glasinhalt. Sprich: Heißes Einkochgut erfordert heißes Wasser im Topf. So beugst du Temperaturschocks und GlasschĂ€den vor.
  • SchĂ€den an KĂŒchenmöbeln sind beim Verwenden von Einkochautomaten möglich. Der aufsteigende Wasserdampf hat schon so manchen HĂ€ngeschrank aufgeweicht. Bedenke, dass die Feuchtigkeit entsprechende Auswirkungen hat und wĂ€hl den Aufstellungsort des Topfes mit Bedacht! LĂŒften nicht vergessen!
  • Beschrifte VorrĂ€te gut lesbar mit dem Datum des Einkochens und der Bezeichnung des Inhalts. So behĂ€ltst du stets den Überblick ĂŒber deinen Vorrat.
  • Eingekochte VorrĂ€te regelmĂ€ĂŸig kontrollieren! Hat sich ein Deckel gelöst oder womöglich Schimmel gebildet, musst du den Inhalt vollstĂ€ndig entsorgen. Kleiner Trick: Zeigen die kleinen Lippen an Einkochringen nach unten, ist das Vakuum intakt, zeigen sie nach oben, ist das nicht mehr der Fall. Anhand dessen kannst du VorrĂ€te bequem und schnell kontrollieren, ohne jedes Glas in die Hand nehmen zu mĂŒssen.
Zubehörtipp: Um EinmachglĂ€ser ohne Verbrennungen sicher aus dem Einkocher zu holen, lohnt sich die Anschaffung eines Greifers, gern auch „Einmachglas-Heber“ oder „Konservenheber“ genannt. Ein von Kunden grĂ¶ĂŸtenteils positiv bewertetes Modell von Westmark besteht aus verchromtem Stahl mit Kunststoffgriffen. Letztere bleiben kĂŒhl, beugen Brandwunden vor und fördern zuverlĂ€ssiges Greifen. Auf Topflappen kannst du dank dieser praktischen Helfer verzichten.

Einkochen in Backofen und Dampfgarer – nicht die ideale Variante

Alternativ zum Wasserbad im Einkochtopf kannst du Lebensmittel im Backofen oder Dampfgarer konservieren. KonservierungsglĂ€ser mit Gummiring sind hierfĂŒr aber nur bedingt geeignet, weil sie empfindlich auf trockene Hitze reagieren und brĂŒchig werden. Kochst du nur einmalig etwas ein, halten gute Gummis aber sicherlich stand. Hinzu kommt, dass eine ausreichende Hitze im Glas nur an aufsteigenden Blasen (perlen) erkennbar wird, was eine Temperatur von 100 °C erfordert. FĂŒr viele Obstsorten ist das zu heiß. Geringere Temperaturen lassen sich im Ofen schlecht kontrollieren. Wie heiß es im Inneren und vor allem in den GlĂ€sern ist, lĂ€sst sich nicht exakt sagen. Besonders nicht bei Ă€lteren KĂŒchengerĂ€ten. Wie es mit einem modernen Ofen klappt, zeigt „Die KleingĂ€rtnerei“ im Video anhand einer Tomaten-Paprika-Sauce:

Beim heiß AbfĂŒllen beziehungsweise Einmachen mit Ofen oder Dampfgarer sollten EinmachglĂ€ser und Deckel durch Abkochen von jeglichen Mikroorganismen befreit werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Haltbarkeit sinkt. Alternativ rund 15 Minuten bei 100 °C in den Dampfgarer geben. Anschließend umgedreht auf einem sauberen KĂŒchentuch abkĂŒhlen lassen.

Im nĂ€chsten Video kannst du zuschauen, wie Äpfel zu Apfelsaft verarbeitet und spĂ€ter bei 75 Grad im Ofen haltbar gemacht werden:

Rezeptideen und Anregungen

Da bereits seit ĂŒber 100 Jahren erfolgreich eingekocht wird, kannst du auf eine Vielzahl Rezepte zurĂŒckgreifen. Neben RezeptbĂŒchern liefert das Internet reichlich Inspiration. Beim Kauf von Einkochtöpfen legen auch die Hersteller in der Regel Rezepthefte bei. Zudem findest du normalerweise in den Gebrauchsanweisungen Informationen ĂŒber Einkochzeiten und Temperaturen. Nachfolgend einige RezeptvorschlĂ€ge, die uns beim Recherchieren ĂŒberzeugt haben:

Tomatensauce einkochen

Wie eine aromatische Tomatensauce aus erntefrischen Tomaten zubereitet und eingekocht wird, erklÀrt Selbstversorger Rigotti. Sein Rezept enthÀlt unter anderem Basilikum, Petersilie, Rosmarin, Dill, Zwiebeln, Thymian, Knoblauch und Salbei aus eigenem Anbau.

Rote Bete einkochen

Ganz wichtig bei derartigen Rezepten ist das Vorkochen. Erst danach folgt das Haltbarmachen im Einkochglas. Bei vielen GemĂŒsesorten ist das nicht anders. In der Videoanleitung zum Einmachen von Rote Bete kannst du das Prinzip gut nachvollziehen. Das WurzelgemĂŒse wird vorgekocht und in einem selbst gemachten Sud konserviert:

Gurken einmachen

Zum Verfeinern von Sud kommen beispielsweise diese Zutaten denkbar:

  • Vanilleextrakt (z. B. bei Obst)
  • LorbeerblĂ€tter (z. B. Bohnen)
  • Dill
  • Zimt

Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Einkochtöpfen

Einkochen ist nicht genug? Dann schau mal, was mit Einkochtöpfen außerdem möglich ist:

Sous vide Garen im Einkochtopf

Sous-vide-Garen erfreut sich großer Beliebtheit. Unter anderem bei Barbecue Fans, die sich perfekte Ergebnisse wĂŒnschen. Die Garmethode bei Niedrigtemperatur ist schonend zu Fleisch, Fisch und Co. Hochwertige Sous-vide-Garer sind allerdings nicht billig. 60 € sollte man mindestens kalkulieren. Ein weiterer Nachteil: Oft passt nicht wirklich viel in die Garkammer. Hast du bereits einen Einkochtopf, kannst du dir die zusĂ€tzliche Anschaffung sparen und darin jede Menge Köstlichkeiten gleichzeitig Vakuumgaren. Worauf du nicht verzichten kannst, ist ein VakuumiergerĂ€t, da die Zutaten vakuumiert werden mĂŒssen, bevor sie im Wasserbad garen.

Einkochtöpfe zum Bierbrauen

Sogar Bier brauen ist machbar. Wie das geht, zeigt Sascha von Edgy & Sketchy mit Einkocher inklusive Entsafterschaltung von Westfalia in seiner Videoanleitung fĂŒr AnfĂ€nger:

Alles, was du zur Herstellung von schmackhaftem Bier brauchst, findest du im Fachhandel fĂŒr Brauereizubehör oder du kaufst in einem Brauereishop ein Set zum Bierbrauen. Darunter fertige RĂŒhrwerke fĂŒr Einkocher und Maischepaddel.

Tipp fĂŒr Hobby-Imker: Wachs schmelzen im Einkochtopf

Ja das geht tatsĂ€chlich. Wir sind auf einige ambitionierte Hobby-Imker gestoßen, die bereits diverse Methoden ausprobiert haben, um durch Erhitzen alter Waben gĂŒnstig Bienenwachs zu gewinnen. Im Blog von Tiemanns Bauernhof gibtÂŽs eine Anleitung mit einem alten elektrischen Einkochtopf. Ein Entsafter aus Aluminium hingegen kommt im folgenden ErklĂ€rvideo zum Einsatz:

Das Funktionsprinzip ist einfach: Wasser im unteren BehĂ€lter des Entsafters wird erhitzt und die dabei entstehende Hitze bringt die Bienenwaben zum Schmelzen. Durch den speziellen Aufbau inklusive Sieb des Entsafters werden grobe Reste vom reinen Wachs getrennt, das in flĂŒssiger Form durch ZwischenrĂ€ume nach unten in eine SchĂŒssel abließt.

Wichtig: Einen Einkochtopf oder Entsafter, den du zum Schmelzen von Wachs genutzt hast, solltest du nicht mehr fĂŒr Lebensmittel nehmen. Die Reinigung wĂ€re extrem aufwĂ€ndig. Besorg dir besser ein gebrauchtes Modell zum Wachs schmelzen.

Reinigung und Pflege – regelmĂ€ĂŸig Entkalken!

GrundsĂ€tzlich sind zweifach emaillierte Töpfe sowie Modelle aus Edelstahl empfehlenswert. Beide Materialien sind hygienisch, strapazierfĂ€hig, unempfindlich gegenĂŒber StĂ¶ĂŸen und pflegeleicht. Da beim Einkochen sehr sauber gearbeitet wird und sich Lebensmittel in geschlossenen GlĂ€sern befinden, sind starke Verschmutzungen eher selten. Feuchtes Auswischen nach dem Einkochen genĂŒgt. Was vorkommen kann, sind KalkrĂŒckstĂ€nde, weil Töpfe beziehungsweise Automaten beim Einkochen kontinuierlich mit Wasser in Kontakt kommen. Eine Lösung aus Wasser und Essig beziehungsweise Essigessenz hilft beim Entkalken.

Bevor du Essigwasser oder handelsĂŒbliche Entkalker verwendest, solltest du die Bedienungsanleitung des Herstellers grĂŒndlich lesen. Halte dich daran, um die gewĂŒnschte Langlebigkeit zu gewĂ€hrleisten!

StĂ€rkere Verschmutzungen sind beim Entsaften und nach dem Warmhalten von GlĂŒhwein oder Suppe zu erwarten. Klassische Töpfe sind im SpĂŒlbecken relativ einfach zu reinigen, wobei die TopfgrĂ¶ĂŸe durchaus Schwierigkeiten bereiten kann. SpĂŒlmittel, BĂŒrsten und SchwĂ€mme helfen beim Lösen von getrockneten RĂŒckstĂ€nden. Welche Reinigungsmittel und Utensilien erlaubt sind, ist materialabhĂ€ngig. In der Übersicht Topfarten findest du Ratgeber zu Edelstahltopf, Emaille und Co. Klick dich durch und erfahre, worauf es ankommt!

Einkochautomaten haben unter fließendem Wasser selbstverstĂ€ndlich nichts verloren. Feuchtigkeit schadet der Elektronik. Mit Wasser und milden Reinigungsmitteln kannst du die GefĂ€ĂŸe innen aber problemlos sĂ€ubern. Lediglich die Höhe kann zu schaffen machen. Stell das GerĂ€t am besten auf einen Stuhl, dann gelangst du besser ins Innere!

Besondere Aufmerksamkeit beim Reinigen verdienen die ZapfhĂ€hne. Mit schmalen StabbĂŒrsten, auch Reagenzglas-, Rohr- oder FlaschenbĂŒrsten genannt, werden die filigranen ZwischenrĂ€ume blitzblank. EinsĂ€tze aus 18/10 Edelstahl kannst du in die SpĂŒlmaschine geben.

ACHTUNG: Vor dem Reinigen von Einkochautomaten Stecker ziehen!

Zubehör zum Einkochen – GlĂ€ser ohne Ende

Das Angebot an EinmachglĂ€sern ist groß. Wir haben die wichtigsten Fakten arrangiert:

Originale WeckglÀser & Rex

Der Deckel klassischer WeckglĂ€ser wird mit Federklammern fixiert, zwischen Glas und Deckel ein Gummiring platziert, der mit einer kleinen Lasche ausgerĂŒstet ist, um spĂ€ter bequem an das Eingemachte heranzukommen. Einfach an der Lasche ziehen damit Luft eindringt und schon ist das Glas offen. Die J. Weck u. Co. wurde 1900 von Johann Carl Weck und Georg van Eyck gegrĂŒndet. Das Wort „einwecken“ ist auf das Unternehmen und seine GlĂ€ser zurĂŒckzufĂŒhren, es wurde nur sieben Jahre nach der GrĂŒndung in den Duden aufgenommen. Neben WeckglĂ€sern gibt es GlĂ€ser mit Halteklammern und Gummiringen von anderen Herstellern. In Österreich heißt es beispielsweise „einrexen“, wenn eingekocht wird. Namensgeber ist die ehemalige Rex-Konservenglas-Gesellschaft, dessen Markenrechte 1926 an Weck verkauft wurden. Nachdem die Nachfrage in den 80er-Jahren zurĂŒckging und die Produktion der RexglĂ€ser eingestellt wurde, erlebt die Marke seit wenigen Jahren einen Aufschwung: 2015 belebte die MĂŒller Glas & Co Handelsgesellschaft m.b.H. die Marke im Retro-Look wieder. „REX“ ist ein eingetragenes Warenzeichen von Weck, welches die GlĂ€ser produziert. RexglĂ€ser kannst du online oder im stationĂ€ren Handel bei Vertriebsstellen kaufen. Die wiederverwendbaren Dichtringe bestehen aus Naturkautschuk. Verkauft werden auch formschöne Saftflaschen, TulpenglĂ€ser und vieles mehr. Weck- und RexglĂ€ser eignen sich aufgrund ihres dekorativen Designs wunderbar zum Servieren von Desserts sowie zum Verschenken kulinarischer Köstlichkeiten. Ob gefĂŒllt mit selbst gemachter Barbecue Sauce zur Grillparty, eingemachte Tomatensauce fĂŒr Pasta-Liebhaber oder eingeweckte Pilze als Mitbringsel aus der Heimat.

Sparpotenzial ergibt sich beim Kauf gebrauchter EinmachglĂ€ser. Die findest du im Internet auf MarktplĂ€tzen fĂŒr Gebrauchtwaren oder auf FlohmĂ€rkten.

BĂŒgelglĂ€ser

Wie bei WeckglĂ€sern, kommt hier ein Gummi zum Einsatz. Allerdings keine losen Klammern, sondern ein BĂŒgel, der die BehĂ€lter fest mit den Deckeln verbindet. Diese BehĂ€ltnisse eignen sich gut fĂŒr grĂ¶ĂŸere Mengen. Teilweise passen mehrere Liter in BĂŒgelglĂ€ser. Ein Nachteil ist, dass sich das Vakuum nur schlecht kontrollieren lĂ€sst. Nimm BĂŒgelglĂ€ser zum Aufbewahren, nicht zum Einkochen!

SchraubglÀser

Damit sind Artikel mit Schraubverschluss gemeint. Bei herkömmlichen SchraubglĂ€sern ist das Gewinde am Glas durchgehend, um den Deckel ab- beziehungsweise aufzuschrauben. Einfache Modelle bestehen gegenĂŒber GlĂ€sern, die konkret als „Einkochglas“ gekennzeichnet sind, aus weniger dickwandigem Glas und können im Einkochtopf kaputtgehen.

SchraubglÀser mit Doppelverschluss

Zudem gibt es AusfĂŒhrungen von Marken wie Leifheit und Ball Mason, dessen Verschluss aus einem Schraubring und einer metallischen Scheibe besteht. Die Metallscheibe wird auf das Glas gelegt, gefolgt vom Schraubring zum Verschließen. Das Vakuum ist gut erkennbar: Der metallische Deckel wird nach innen gezogen und gibt beim Fingertest (DraufdrĂŒcken) nicht nach. Die Metalldeckel (nicht die SchraubverschlĂŒsse) mĂŒssen allerdings bei jedem Einkochen erneuert werden, weil sie beim Öffnen Schaden nehmen.

Twist-Off-GlÀser

Sie haben kein durchgehendes Gewinde. Hier ist kein Auf- beziehungsweise Abschrauben nötig, stattdessen lĂ€sst sich der Deckel mit einer kurzen Drehbewegung aufdrehen. Am Glasrand sind kleine Nocken zu erkennen. Sie fördern einen zuverlĂ€ssigen Verschluss, auch Nockendrehverschluss genannt. Twist-Off-BehĂ€lter sind in zahlreichen Formen und GrĂ¶ĂŸen erhĂ€ltlich. Von schlichten Modellen mit geradem oder konisch geformtem Rand bis hin zu eckigen Modellen oder Varianten im BĂ€rchen-Design ist einiges geboten. Sie sind ideal fĂŒr heißes AbfĂŒllen, weil du das heiße Glas zum Schließen nur kurz BerĂŒhren musst. EinweckglĂ€ser mit Gummi und Klammern sind dafĂŒr zu umstĂ€ndlich. EinmachglĂ€ser sind, wie der Name vermuten lĂ€sst, ausschließlich zum Einmachen konzipiert.

Bist du auf der Suche nach einer Aufbewahrung von Snacks fĂŒr unterwegs, sind SchraubdeckelglĂ€ser die bessere Wahl. Sie schließen auch ohne Vakuum gut. Twist-off-GlĂ€ser lösen sich ohne Unterdruck leichter.

Deckel mit Button (Plopp Verschluss)

In der Mitte des Deckels ist eine kreisförmige Erhebung zu erkennen. Sie macht die Vakuumkontrolle kinderleicht: Ist der „Button“ nach unten gewölbt, hat sich das Vakuum erfolgreich gebildet. Die Konservierung klappt. Beim Öffnen eines solchen Glases ist ein deutliches Knacken / Ploppen zu hören. Wölbt er sich aber nach oben, herrscht im Inneren kein Vakuum und der Inhalt ist höchstwahrscheinlich verdorben, wenn er schon lĂ€nger steht.

SturzglÀser

Das sind in der Regel GlĂ€ser mit konischer Form, das heißt, sie werden nach oben hin breiter. Diese Formgebung erleichtert das Entnehmen von Kuchen oder Brot am StĂŒck durch StĂŒrzen.

Teilweise werden Sets inklusive Topf und Zubehör wie Schöpfkellen, SchĂŒsseln sowie Glasheber angeboten. Benötigst du entsprechende Extras sowieso, sind Kombiangebote eine Überlegung wert. Womöglich sparst du gegenĂŒber dem Einzelkauf.

Ohne Einkochtopf einkochen: Mit passendem Zubehör machbar

Ein spezieller Einkochtopf ist nicht zwingend nötig, um Lebensmittel haltbar zu machen. Wobei die Anschaffung natĂŒrlich durchaus sinnvoll ist, wenn du regelmĂ€ĂŸig Nahrungsmittel einmachen willst. Ist das eher selten der Fall, kannst du auf die Investition verzichten und einen gewöhnlichen Kochtopf verwenden. Dieser muss allerdings ausreichend groß sein. Hast du mehrere GlĂ€ser zum Haltbarmachen, wĂ€re ein Jumbotopf mit großzĂŒgigem Durchmesser optimal. Im Keller steht noch ein Topfgigant mit 50 Liter und mehr? Dann kann es losgehen.

Zudem benötigst du Zahnstocher und ein Thermometer, wenn du ohne Einkochtopf einkochen willst. Die Zahnstocher (oder Schaschlikspieße) aus Holz werden in den Topf gegeben und ebenmĂ€ĂŸig auf dem Boden verteilt. Sie dienen als Puffer zwischen GlĂ€ser und heißem Topfboden. Hast du zufĂ€llig ein hitzebestĂ€ndiges Gitter in der passenden GrĂ¶ĂŸe parat, sparst du dir die Holzutensilien. Die allgemeine Vorgehensweise stimmt mit der beim Einkochtopf ĂŒberein. Da gewöhnliche Kochtöpfe keine Aussparung fĂŒr ein Thermometer aufweisen, klappt das Einmachen am besten mit Rezepten, die eine Temperatur von 100 °C vorschreiben. Dann muss das Wasser wĂ€hrend der Einkochzeit durchgehend kochen, was sich durch das sprudelnde Wasser gut prĂŒfen lĂ€sst.

Fazit

Einkochen ist eine wunderbare Sache, um erntefrische Nahrungsmittel haltbar zu machen und sich abseits industriell hergestellter Fertiggerichte gesund zu ernĂ€hren. Einkochtöpfe erleichtern das Konservieren in der heimischen KĂŒche ungemein. Möchtest du ein zusĂ€tzliches ElektrogerĂ€t vermeiden und hast kein Problem damit die Temperaturregulierung manuell vorzunehmen, ist ein spezieller Topf fĂŒr den Herd mit Thermometer und Gittereinsatz praktisch. WĂŒnschst du dir mehr Komfort, Zeitersparnis und FunktionalitĂ€t, ist ein Einkochautomat die bessere Lösung. Hochwertige GerĂ€te gewĂ€hrleisten, dass Einkochen auch Unerfahrenen Freude bereitet. Nimmt dir Zeit fĂŒr die Kaufentscheidung und wĂ€hle ein Modell, dass optimal zu deinem Bedarf passt!

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