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Slow Cooker: der Profi für schonendes Garen

Slow Cooker

Im Slow Cooker garen Speisen langsam und schonend für eine gesunde Ernährung. Nährstoffe, natürliche Geschmacksstoffe und Aromen werden geschützt. Ein Schongarer hält die Wärme konstant und erledigt die Zubereitung selbstständig ohne Aufsicht. Erfahre Details über die praktischen Elektrogeräte und mach dich über wichtige Kaufkriterien schlau!

Besonderheiten
  • garen bei niedrigen Temperaturen
  • nichts brennt an
  • spart Energie
  • vielseitig einsetzbar
  • vitaminschonend

Slow Cooker Test & Vergleich 2020

Stress ist für viele allgegenwärtig. Gut, wenn zumindest in der heimischen Küche Ruhe einkehrt. Möglich macht´s Slow Cooking, auch bekannt als Schongaren oder Niedrigtemperaturgaren. Statt hektisch mit mehreren Töpfen und Pfannen auf dem Herd zu hantieren und gefühlt zehn Hände zu benötigen, um das Anbrennen zu verhindern, steht beim Slow Cooking Entspannung auf dem Programm. Durch das Senken der Temperatur auf ein sanftes Niveau dauert der Kochprozess zwar länger, ist aber wesentlich schonender zu den Zutaten und minimiert den Aufwand auf ein Minimum. Nicht du erledigst die Arbeit durch Rühren, Schwenken und stetiges Überwachen, sondern die beiden Helfer Ofen oder Slow Cooker. Schongaren ist ideal für alle, die sich gesund ernähren wollen, aber wenig Zeit oder viele Esser zum Versorgen haben. Auch preiswertes Kochen wird zum Kinderspiel.

Slow Cooker – Basics und Informatives zur Erfindung

Der sogenannte Slow Cooker ersetzt den schweren gusseisernen Schmortopf von Großmutter und sorgt bei stundenlangem Einsatz für schonend gegarte Gerichte. Bei beständiger und niedriger Hitze garen Lebensmittel in dem elektrischen Kochtopf zwischen drei und etwa zwölf Stunden. Dabei herrschen stets Temperaturen unterhalb des Siedepunkts. Vor allem Fleischgerichte werden wunderbar zart.

Info: Der besondere Topf ist auch unter dem Namen Crockpot bekannt. Schongarer, Aufsatzkocher und Aufsatzkochgerät sind weitere Synonyme. „Slowy“ ist eine liebevolle Verniedlichung von Slow Cooker. Diese nette Abkürzung kann dir in Food Blogs durchaus begegnen. Spitzname „Crocky“ und „Crocky-Kochen“ kommen vom Markenname Crock-Pot. Wörtlich aus dem Englischen übersetzt, steht Slow Cooker für Langsamgarer.

Das Prinzip des modernen Slow Cookers geht auf die 70er Jahre zurück. Wobei in der Werbung bereits 1950 der Schongarer „Simmer Crock“ von der Industrial Radiant Heat Corp. aus New Jersey auftauchte. Den Allzweckkocher Naxon Beanery Cooker entwickelte das Unternehmen Naxon Utilities Corporation aus Chicago unter der Leitung von Mr. Irving Naxon zum Kochen von Bohnenmehl. 1970 wurde Naxon von der Rival Company aus Missouri aufgekauft und sicherte sich damit das Patent für den Bohnenkocher, welcher von Erfinder Robert Glen Martin zur Zubereitung von Familienessen sowie für Großserien weiterentwickelt wurde. Zu Beginn war der Keramikkocher, der sich elektrisch beheizen ließ, in Verbindung mit einem Aludeckel vor allem zum langsamen Schongaren von Hülsenfrüchten vorgesehen. Später wurde das Produkt mit einem herausnehmbaren Einsatz für die bessere Reinigung, mit Glasdeckel sowie passenden Handgriffen optimiert. 1971 folgte die Markt-Wiedereinführung unter dem Produktnamen „Crock-Pot“. Eine Erfolgsgeschichte begann: Im ersten Jahr wurden bereits zwei Millionen US-Dollar Umsatz generiert, im zweiten zehn Millionen und 1975 stolze 93 Millionen US-Dollar. Der Durchbruch gelang mit den unzähligen Rezepten zum „Langsamkochen“.

Viele Hausfrauen in den USA fingen in den 70ern an außer Haus zu arbeiten und lernten die Vorzüge des schonenden Garens schätzen, weil sie das Abendessen morgens vorbereiten konnten. Schnell verbreitete sich das Prinzip des Crockpots in Kanada und Großbritannien.

Aufbau, Material und Funktion: Sanfte Wärme & Wasserdampf für Hochgenuss

Der Slow Cooker ist eine elektrisch betriebene Sonderform der Schmortöpfe. Durch seinen besonderen Aufbau und die Beschaffenheit kann nichts anbrennen oder verkochen. Er besteht aus einem Topfbehälter (auch Außentopf genannt) mit integriertem Heizelement, in dem sich wiederum ein herausnehmbarer und massiver Keramiktopf (Innentopf) befindet. Beim Großteil der Slow Cooker umfasst der Topfbehälter den Kochtopf vollständig. Es gibt aber Ausführungen, dessen Kochtopf nur teilweise vom Gehäuse umfasst wird. Der Rest ragt über den Rand hinaus. Eine solche Bauweise ist eher selten. Gleiches gilt für Exoten, dessen Topf auf eine flache und erhitzbare Basis gestellt wird. Als Beispiel dient der Kompakt Slow Cooker von Morphy Richards. Dessen Heizstation lässt sich nach der Zubereitung platzsparend im Kochgeschirr platzieren, um im Küchenschrank möglichst wenig Raum in Anspruch zu nehmen. Gut für kleine Singleküchen oder den Campingurlaub. Allerdings ist das Schongarprinzip in derartigen Gerätschaften nur bedingt realisierbar, weil sie von unten zu stark heizen, von den Seiten fehlt es jedoch an Wärme. Klassische Schongarer, dessen Kochtopf im Topfhalter eingebettet sind, leisten dahingehend bessere Dienste.

Der Deckel – ein Muss für effektives Schongaren

Ein Deckel schließt das Slow Cooker System ab. Bei vielen Konstruktionen wirkt es so, als würde er zu locker sitzen beziehungsweise hat verhältnismäßig viel Spiel und lässt sich hin und her bewegen. Das ist jedoch völlig normal und hat nichts mit mangelnder Qualität zu tun. Der Deckel sitzt am Topfrand in einer Nut, wo sich kondensierter Dampf sammelt und den Innenraum unter atmosphärischem Druck abdichtet, sodass kaum Energie verloren geht. Im Gegensatz zum Schnellkochtopf besteht bei einem „Langsamkocher“ keinerlei Risiko einer abrupten Druckentlastung.

Selten sind Geräte mit Scharnierdeckel ausgerüstet. Dieser hat den Vorteil, dass er am Gerät verbleibt, wenn du ihn öffnest. Marke Crock-Pot hat das gut gelöst, weil das Kondenswasser zurück in den Topf tropft und nicht auf die Arbeitsfläche. Sowohl bei der Zubereitung als auch beim Servieren hilfreich. Abnehmbare Scharnierdeckel sind leicht zu reinigen, Deckelhalterungen zum Fixieren der Abdeckung am Rand hingegen nur bedingt praktisch, weil das Wasser ungehindert nach außen abtropft.

Und so funktioniert’s!

Das Schongarer-Gehäuse mit elektrischem Heizelement besteht größtenteils aus Metall. Neben Aluminium ist Edelstahl ein oft verarbeitetes Material. Die Heizelemente sind in der Regel unterhalb des Innentopfes, teilweise aber auch zusätzlich seitlich verbaut. Während der Metallbehälter eher schnell warm wird, heizt sich der Topf darin nur langsam auf. Daher schmort Gargut im Inneren förmlich in Zeitlupe. Es kocht und brodelt nichts, sondern zieht gemütlich.

Wichtig bei der Anwendung: Es muss immer etwas Flüssigkeit vorhanden sein. Viele Hersteller nennen einen Mindestflüssigkeitsstand, um unkontrolliertem Erhitzen vorzubeugen.

Außerdem sollte der Deckel möglichst nicht angehoben werden, da sonst Temperatur verloren geht und Flüssigkeit verdampft. Bleibt der Garraum verschlossen, entstehen Temperaturen von 60 bis 70 Grad auf der unteren Stufe und bis 90 Grad auf der oberen Stufe. Dennoch brennt nichts an. Aromen und Gewürze ziehen tief in die Speisen ein und haben viel Zeit, sich zu entfalten. Diese schonende Zubereitungsart hat den Vorteil, dass beispielsweise Gemüse auch dann nicht verkocht, wenn du die Garzeit überschreitest. Kommen Familienmitglieder etwas später nach Hause, müssen sie keinen matschigen Brei essen, sondern genießen eine appetitliche Mahlzeit.

Entsprechend der gängigen Edelstahl- und Aluminiumgehäuse sind viele Schongarer von einem silbernen Design geprägt. Aber auch Rot und Schwarz sind gefragt. Andere Farben spielen kaum eine Rolle. Unterbau, Seitengriffe und Bedienelemente fertigen viele Hersteller aus Kunststoff. Die Mehrheit der Innentöpfe ist Schwarz, andere sind Grau oder Weiß.

Keramiktöpfe für geschmacksintensive Gerichte – Beschichtungen zum Anbraten

Einfache Geräte sind mit Keramiktopf ausgerüstet und bringen zwei bis drei Heizstufen mit sich, die via Tastensteuerung oder Drehreglern ausgewählt werden. Aufgrund des abgespeckten Funktionsumfangs lassen sie sich spielend bedienen. Zudem sind derartige Geräte langlebig, was unter anderem am Keramiktopf liegt. Wer ihn angemessen behandelt, hat viele Jahre Freude daran. Sogar pürieren kannst du direkt in solchen Töpfen. Keramisches Kochgeschirr verbindet zahlreiche Vorteile:

  • es ist kratzfest
  • besonders hart und robust
  • gesundheitlich unbedenklich
  • ideal für schonendes Kochen
  • nickelfrei
  • energiesparend
  • backofengeeignet
  • umweltfreundlich
  • preiswert

Keramiktöpfe von Schongarern sind robust und häufig backofentauglich. Soll ein Gericht nach dem Garen für eine schöne Kruste oder zusätzlich Farbe kurz überbacken werden, stellst du das Gefäß einfach in den Ofen. Eine Grillfunktion oder die Oberhitze verpassen deinem Menü in wenigen Minuten den Feinschliff. Für eine möglichst bequeme Reinigung wird Keramik glasiert. Töpfe aus Porzellan (Sintergut aus Tonerde) sind ebenfalls denkbar. Porzellantöpfe überzeugen mit kratzfester, geschmacksneutraler, abrieb-, säure- und laugenbeständiger Oberfläche. Sie sind weiß, was ihnen einen edlen Charme verleiht.

Schongarer mit Anbratfunktion verfügen über einen herausnehmbaren Anbrattopf, den man zum Anbraten auf den Herd stellen kann. Oder sie erlauben das Braten direkt im Schongargerät. Damit Braten gelingt, wird die Oberfläche mit einer Antihaft-Beschichtung versehen, welche bei vielen Gerätschaften relativ empfindlich ist. Metallische Löffel sind beispielsweise problematisch, weil sie die Oberflächenversiegelung zerkratzen können. Beschichtete Innentöpfe sind jedoch meist spülmaschinenfest, was die Reinigung erleichtert. Sogar mikrowellentaugliche Ausführungen sind erhältlich. Eine Anbratfunktion treibt den Preis vieler Elektrogeräte in die Höhe.

Tipp: Beim Kauf von Schongarern mit Anbratfunktion für einen Induktionsherd musst du prüfen, ob er induktionsfähig ist. Das ist (noch) keine Selbstverständlichkeit. Manche Gefäße sind überhaupt nicht herdtauglich, andere nur auf Gas- und Elektroherd oder eben für alle Herdarten verwendbar.

Aufwändiger gestaltete Digitalschongarer haben eine Garzeitvorwahl. Hier kannst du also nicht nur die Heizstufe einstellen, sondern auch die Garzeit.

Mehr Informationen zur Funktionsweise und zum Aufbau findest Du in diesem Video:

Die Kosten: Minimaler Stromverbrauch trotz Garen über Stunden

Hochwertige Slow Cooker, dessen Funktionsumgang auf das Nötigste beschränkt ist, bekommst du bereits für rund 30 Euro. Für Markenprodukte mit Zusatzfunktionen und großem Fassungsvermögen musst du etwas tiefer in die Tasche greifen und circa 70 bis 120 Euro kalkulieren. Neben dem Kaufpreis halten sich die Betriebskosten stark in Grenzen. Energieeffiziente Langsamgarer benötigen bei der Inbetriebnahme über mehrere Stunden wesentlich weniger Energie als der Gebrauch von Herd und Backofen verursacht. Weil ein Backofen ein deutlich größeres Volumen aufheizen muss, spart allein schon die komprimierte Konstruktion viel Strom. Durchschnittliche Slow Cooker sind bei vielen Gerichten um mehr als 50 Prozent sparsamer als Backöfen. Der Verbrauch gleicht in etwa einer Glühbirne (100-Watt) und relativiert sich dank geringem Anschlusswert trotz langer Garzeiten.

Eignung eines Slow Cookers – perfekt für durchdachtes Kochen

Die Anschaffung eines Schongareres lohnt sich für alle, die in der Küche gut organisiert sind und kein Problem damit haben, dass Mahlzeiten geplant werden müssen. Da ein Essen mehrere Stunden braucht, bis es fertig ist, müssen alle Zutaten griffbereit sein. Wünschst du dir maximale Spontanität beim Zubereiten und gehörst eher zur Fraktion der kreativen Chaoten, ist Slow Cooking nicht ideal. Wer die tägliche Ernährung künftig aber sowieso besser organisieren und wöchentlich vorplanen möchte, um im Alltag weniger Stress zu erleben, holt sich mit einem Schongarer einen zuverlässigen und treuen Helfer ins Haus. Mit zunehmender Routine gehen die Vorbereitungen leicht von der Hand. Insbesondere bei Eintöpfen und Suppen hält sich der Planungsaufwand stark in Grenzen, weil du lediglich alle rohen Zutaten in den Schongarer geben musst, den Rest erledigt das Gerät. Willst du ein vollständiges Menü im Slow Cooker zaubern, sind neben Gemüsesuppe, Rindfleischeintopf und Co. Aufläufe und Reispfannen empfehlenswert. Fleischgerichte sind aufwändiger und erfordern mehr Planung. Beilagen wie Nudeln oder Reis haben im Schongarer keinen Platz, wenn dort bereits die Hauptspeise in Form eines Bratens gart und müssen separat zubereitet werden. Hierfür brauchst du klassische Kochtöpfe für den Herd. Saucen kannst du direkt im Schmorgerät andicken.

Ungeeignet sind Schongarer zum Braten und Überbacken. Das klappt damit nicht. Für kross gebratene Steaks oder Aufläufe mit goldbrauner Kruste brauchst du weiterhin Pfannen beziehungsweise den Backofen. Ausnahmen bilden Schongarer mit Bratfunktion (siehe Erklärung oben). Krustenbraten und Ähnliches lassen sich im Schongarer zubereiten und am Schluss im vorgeheizten Ofen kurz bräunen.

Ob du Speisen wie Milchreis im Schongarer stundenlang garst oder fix auf dem Herd in 30 Minuten köchelst, hängt von deinem persönlichen Anspruch ab. Gehen, tut beides. Allerdings gehört Milchreis aus dem Slow Cooker nicht zu den anfängertauglichen Rezepten.

Slow Baking – Backen ohne Backofen

Dass man in einem Slow Cooker auch Käsekuchen oder Brot backen kann, hat die Slow-Cooking-Gemeinde längst bewiesen. Die Prozedur dauert zwar länger als in der Backröhre, sollte diese aber anderweitig belegt sein oder unterwegs im Campingurlaub nur der Schongarer parat stehen, kann es nicht schaden, wenn du weißt, dass Backen ohne Ofen durchaus möglichst ist. Anleitungen findest du online.

Zentrale Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
  • niedrige Temperaturen
  • sanftes Garen
  • Vitamine, Mineralstoffe, Aromen und der natürliche Eigengeschmack werden geschont
  • energiesparend, geringer Stromverbrauch
  • Garen muss nicht beaufsichtigt werden
  • minimaler Aufwand
  • vielseitig einsetzbar
  • kein Anbrennen
  • keine Gefahr durch Überdruck
  • heizen die Küche nicht auf wie ein Backofen
  • kaum Fett und Öl nötig
  • ideal für Schmorfleisch, Hackbraten, Pulled Pork, Suppen, Eintopf, Fonds, empfindliche Desserts
  • Fleisch wird butterzart
  • Gemüse verkocht nicht, es bleibt in Form
  • spart Wasser, weil bei vielen Gerichten nur ein Topf gewaschen werden muss, der sich leicht reinigen lässt
  • Innentopf als Servierschüssel nutzbar
  • kein spontanes Kochen, erfordert Organisation und Vorbereitung
  • Essen muss geplant, Zutaten rechtzeitig besorgt werden
  • Beilagen sind separat zuzubereiten
  • eher ungeeignet für Reis, Pasta, teures Fleisch, Gebäck, Pudding, Brei
  • viele Garzeiten müssen selbstständig „erarbeitet“ werden, erfordert Übung

Wesentliche Produkteigenschaften – Größe, Form und Funktionen

Vor der Anschaffung eines Slow Cookers sollte die Frage nach der Größe beantwortet sein. Viele mittelgroße Modelle bieten ein Volumen von 3,5 Liter und sind optimal für einen Haushalt mit vier Personen. 4,5 Liter sind bei fünf Personen angemessen. Für Singles wäre das zu groß. Slow Cooker Minis mit 1,5 bis 2 Liter eignen sich auch wunderbar für Kuchen und andere Süßspeisen. Die größeren Ausführungen ab 6,5 Liter Volumen sind für Großfamilien sowie zum Vorratskochen ausgelegt. Meist sind sie oval und kommen für üppige Mengen beziehungsweise große Bratenstücke zum Einsatz. Andere Schongarer liegen mit ihrem Volumen dazwischen und besitzen knapp 5 oder 5,5 Liter Fassungsvermögen und eine runde bis hohe Form, welche für flüssige Speisen prädestiniert ist.

ACHTUNG: Bei der Größenauswahl lassen sich markante Fehler machen: Für die einwandfreie Funktion des Garprinzips muss der Topf zu mindestens 50 Prozent bis maximal zwei Drittel gefüllt sein. Hat ein Slow Cooker laut Herstellerangaben zwei Liter Fassungsvermögen, heißt das also nicht, dass du zwei Liter hineinpacken kannst, sondern sich die Füllmenge reduziert, um ein Überfüllen zu vermeiden. Werden Slow Cooker überfüllt, kann der Inhalt überkochen und das Gerät beschädigt werden.

Gabi vom YouTube-Kanal „Langsamkochtbesser“ hat für Einsteiger in das Slow Cooking Universum die Basics zusammengefasst. Sie hat Slow Cooker als Austauschstudentin in den USA kennen- und schätzen gelernt. Seit knapp 20 Jahren kocht sie mit den Geräten und hat entsprechend Erfahrung. Sie erklärt, wie du die richtige Größe eines Schongarers ermittelst:

Zusammengefasst empfiehlt die überzeugte Slow-Cook-Anwenderin folgendes:

  • 1,5 l Töpfe für 2-3 Portionen/Singles und 2-Personen-Haushalte
  • 3,5 l Töpfe für 4-Personen-Haushalt
  • 6,5 l Töpfe für größere Familien und alle, die etwas mehr kochen und einfrieren möchten. Rund 8-10 Portionen haben darin Platz
  • 8 l Töpfe für Großfamilien und Feste

Mini Slowcooker mit 1,5 Liter machen sich erstklassig bei Käsefondue und ersetzen den klassischen Käsefonduetopf aus Keramik, Gusseisen oder Steingut, auch bekannt als Caquelon. Wie das im kleinen Schongarer wunderbar gelingt, erfährst du hier:

Nähere Infos zum Fonduetopf in unserem gleichnamigen Ratgeber.

Du willst „meal preperation“ betreiben, kurz meal prep? Also das Vorkochen für mehrere Tage, um Zeit, Geld und Nerven zu sparen? Dann kann ein etwas üppigerer Schongarer Sinn machen. So kannst du größere Mengen vorbereiten und viele Tage davon profitieren. Zusätzlich Fassungsvermögen ist aber nur dann empfehlenswert, wenn du den Slow Cooker regelmäßig voll bekommst. Stichwort: Mindestfüllmenge!

Oval, rund oder lieber eckig?

Während sich ovale Kocher mehr für Fleischgerichte wie Geflügel oder Braten eignen, sind die runden und hohen Einsätze für Suppen und Eintöpfe vorgesehen. Rechteckige Geräte haben nur wenig Hersteller im Programm, diese Form ist unter anderem für Lasagne vorteilhaft. Zunächst solltest Du also klären, welche Speisen später hauptsächlich im Crockpot zubereitet werden.

Darüber hinaus sind diese Punkte zu beachten:

  • Leistung: Die Leistung liegt bei gängigen Produkten zwischen 120 und 380 Watt, oft sind es um die 200. Da nur mäßige Temperaturen benötigt werden, ist mehr Power nicht erforderlich. Zum Vergleich: Ein Backofen weist etwa 2.000 bis 3.000 Watt auf, teilweise sogar 4.000! Von der Effizienz eines Schongarers hängt ab, wie lang Gerichte gegart werden müssen. Manche Geräte arbeiten langsamer und benötigen für die gleiche Speise womöglich mehrere Stunden länger. Andere werden heißer, sodass sich die Garzeit verkürzt. Eine Suppe kann bei zwei unterschiedlichen Schongarern trotz identischer Garstufe völlig andere Wartezeiten hervorrufen. Deshalb ist es so schwierig pauschale Angaben zu Kochzeiten zu machen. Jedes Gerät ist anders und erfordert individuelles Ausprobieren.
  • Feuerfeste Materialien: Manchmal müssen Gerichte nach dem Kochen im Backofen kurz erwärmt werden. Dafür sollte der Keramikeinsatz des Kochtopfs feuerfest sein.
  • Leichte Reinigung: Viele Slow Cooker Einsätze sind spülmaschinenfest, sodass kein großer Aufwand entsteht. Durch strapazierfähige Glasuren bei Keramik oder anderweitige Beschichtungen bereitet das Spülen von Hand keine Schwierigkeiten.
  • Kaltgriffe: Die sogenannten Kaltgriffe bieten ein hohes Maß an Sicherheit. Sie heizen sich beim Garvorgang nicht mit auf, sodass Du die Griffe ohne Verbrennungen berühren kannst.
  • Elektronische Bedienung: Die elektronische Bedienung des Slow Cookers muss nicht nur sicher, sondern auch gut verständlich sein. Bei schlichten Geräten gibt es einen Drehregler an der Front, um die Temperaturstufe einzustellen. Nach dem Kochen sollte das Gerät automatisch in den Warmhaltemodus übergehen.
  • Zusatzfunktionen: Sind kein Muss, versprechen aber mehr Komfort und Flexibilität. Eine digitale Steuerung ist praktisch, wenn sich Zeiten und Temperaturen einstellen sowie bequem ablesen lassen. Ist das Elektrogerät mit Zeitsteuerung ausgerüstet, musst du nicht auf die Uhr schauen. Viele Schongarer mit Timer zeigen die verbleibende Garzeit an (digitale Countdown-Timer). Mit einem programmierbaren Verzögerungstimer kannst du den Garvorgang zu einem gewünschten Zeitpunkt starten lassen. Auch vorgegebene Kochprogramme für bestimmte Menüs sind mögliche Extras. Eine Anbratfunktion ist ratsam, wenn du Zutaten nicht in separatem Kochgeschirr braten willst, bevor es in den elektrischen Softgarer wandert. Dank Beschichtung wird Anbraten im Schongarertopf möglich. Da die Herstellung bei einer umfassenden Ausstattung aufwändig ist, musst du mit höheren Preisen rechnen.
  • Automatik: Es gibt Geräte mit einer „Auto“ Funktion. Darunter Modelle von Andrew James. In dieser Einstellung gart der Kocher seinen Inhalt zunächst auf „High“, schaltet dann auf „Low“ und hält eine konstante Temperatur.
  • Zubehör: Teilweise ist Zubehör im Lieferumfang enthalten, was vorwiegend multifunktional ausgerichtete Küchengeräte betrifft. Ein Rost zum Dünsten (z. B. Fisch), Bratrost, Dosierhilfen, Gitterkörbe und Reisetaschen zum Beispiel (Travel Case).
Wichtig zu wissen: Nicht jedes digitale Gerät hält variable Garzeiten bereit. Diese können fix vorgegeben sein. Bei manchen Angeboten kannst du die Garzeit präzise und individuell einstellen, bei anderen musst du dich mit Vorgaben zufriedengeben.

Kleiner Tipp: Zeitschaltuhr statt Aufpreis!

Auf teure Zusatzfunktionen kannst du womöglich verzichten, wenn du eine günstige Zeitschaltuhr kaufst und diese zwischen Steckdose und den Stecker des Schongarers platzierst. Die Zeitschaltuhr steuert die Garzeit für dich, falls du einmal nicht daran denkst oder abwesend bist. So kannst du auch einstellen, wenn das Küchengerät später starten soll, falls du bereits außer Haus bist, damit das Essen pünktlich zur Mittagspause oder am Abend fertig ist.

Die wichtigsten Kaufkriterien auf einen Blick

KriteriumDetails
Form & Größe
  • bedarfsgerecht: Form und Volumen
  • sicherer Stand
Material
  • Keramikinnentopf oder hochwertig beschichtete Alternative (kratzfest, langlebig), backofentauglich, für alle Herdarten (induktionsfähig), evtl. für die Mikrowelle
  • Edelstahlgehäuse
  • Glasdeckel (bruchsicher)
Ausstattung
  • mindestens 2 Heizstufen (High & Low), besser 3 (+ medium), manchmal „Auto“, „Warmhalten“
  • automatisierte Warmhaltefunktion, effizientes Heizelement
  • Kontrolllampe
  • gummierte Füße, ergonomische, wärmeisolierte Griffe (Kaltgriffe)
  • bei Bedarf mit Digitaldisplay, LED-Anzeige, integrierte Zeitschaltuhr / Timer, einstellbare Garzeiten (vorgegeben oder stufenlos), Thermostat
  • Glasdeckel, evtl. Scharnierdeckel
  • Innenskalierung
  • ausreichend langes Kabel für deinen Bedarf
  • Eurostecker oder EU-Stecker-Adapter
  • Abschaltautomatik (haben nur wenig Geräte)
Reinigung
  • pflegeleichter Innentopf/Deckel
  • am besten spülmaschinengeeignet

Bekannte Hersteller – vom Original Crock-Pot bis Andrew James

HerstellerBesonderheiten
Crock-Pot
  • Originalmarke aus Amerika, erster Hersteller von Schongarern in Nordamerika (seit 1971)
  • großes Sortiment, etwas teurer, aber hohe Qualität
  • meist deutsche Stecker, vergleichsweise leistungsstark
  • oval, rund, eckig, Keramikschüssel, Steinguttopf
  • manuell und digital, Countdown Timer, automatische Warmhaltefunktion, programmierbare Timer
  • moderne Designs in Schwarz, Weiß, Rot, Silber, 2,4 bis 6 Liter
  • teilweise mit: Scharnierdeckel (abnehmbar), DuraCeramic Antihaftbeschichtung (PFOA- / PTFE-frei, für alle Herdtypen inkl. Induktion) z. B. der Sauté Schongarer, regelbare Garzeiten, 20-Stunden-Timer, Edelstahlgehäuse, Bratrost, Messbesser
  • Schüssel und Deckel spülmaschinengeeignet
  • transparente Deckel
Russell Hobbs
  • seit 1952, Haushaltsgerätehersteller aus Großbritannien
  • überschaubare Auswahl
  • manuell und digital
  • gute Verarbeitung zum fairen Preis, heizen vorsichtig
  • Gehäuse aus Edelstahl mit Kunststoffapplikationen sowie Modell mit Tafeloberfläche zum dekorativen Beschriften für Partys / Buffets
  • 2,0 bis 6 Liter, 145, 160, 200 Watt
  • emaillierter Gartopf aus Keramik/Aluminium, Töpfe teilweise spülmaschinenfest und antihaftbeschichtet
  • teilweise mit Deckel-Halterung, bruchsichere Glasdeckel (spülmaschinengeeignet), Anti-Rutsch-Füße
  • Kontrollleuchten, digitale Displays mit programmierbarem Verzögerungstimer, Temperatur- und Garzeiteinstellungen
  • oft mit UK-Steckeradapter im Lieferumfang
Morphy Richards
  • seit 1930, Sitz in England
  • überschaubare Auswahl
  • manuell und digital
  • solide Qualität und Verarbeitung, langlebig
  • Klassiker mit Edelstahlgehäuse, Kompaktgarer mit Heizbasis
  • Kochtöpfe aus Edelstahl und Keramik
  • spülmaschinenfest, antihaftbeschichtet
  • bruchsicherer Glasdeckel, Kältegriffe (Cool Touch), rutschfeste Standfläche
  • meist mit UK-Steckeradapter im Lieferumfang
  • 3,5 bis 6,5 l
Andrew James
  • britische Marke
  • Geräte werden mit Adapter zur Stromzufuhr geliefert
  • schicke Designs in Silber, Rot und Schwarz, oval
  • preiswert und zuverlässig, gehören eher zu den „heißen Eisen“ (erhitzen vergleichsweise schnell)
  • Keramik- und Anbrattöpfe
  • für Keramiktöpfe wird das Spülen von Hand empfohlen, antihaftbeschichtete Oberflächen erleichtern das
  • manuell und mit Digitalsteuerung, Digital Slow Cooker mit Timer
  • bruchsicherer Glasdeckel
  • 1,5 bis 8 l Volumen, 120, 200, 320, 380 Watt

Bis vor einigen Jahren waren Slow Cooker nicht in Deutschland erhältlich. Inzwischen hat sich das geändert. Insbesondere online und im Großhandel sind die Elektrogeräte verfügbar. Da sie sich zunehmender Beliebtheit erfreuen, findet man sie zunehmend im Angebot von Discountern. Die größte Auswahl bietet aber nach wie vor das Internet mittels Versandhändlern wie Amazon oder Küchen-Onlineshops wie Springlane. Schau auch bei Media Markt, Saturn, Aldi, Rossmann, Tchibo und Co. vorbei! Womöglich findest du dort attraktive Schnäppchen. Anfang 2019 machte Aldi Nord zum Beispiel mit dem Quigg Schongarer inklusive LC-Display für unter 25 Euro auf sich aufmerksam.

Tipp: Du nennst einen Thermomix TM6 dein Eigen oder willst ihn demnächst kaufen? Dann wäre ein zusätzlicher Schongarer unnötig. Schließlich kann der TM6 als hochpreisiger Küchenautomat beständig niedrige Temperaturen für Slow-Cooking erzeugen.

Vier gefragte Schongarer

Digitaler Crock-Pot Schongarer

( Rezensionen)
Digitaler Crock-Pot Schongarer

Besonderheiten

  • Countdown-Timer
  • ovaler Steinguttopf
  • spülmaschinenfest
  • Rezeptbuch enthalten
  • 5,7 Liter Fassungsvermögen
Der traditionelle Crock Pot bietet viel Komfort und Sicherheit. Zu seinem Funktionsumfang zählt beispielsweise der digitale Countdown-Timer. Somit lassen sich Garzeit und Temperatur einstellen zwischen 30 Minuten und 20 Stunden. Alle Speisen sind auf den Zeitpunkt genau servierfertig. Läuft der Timer ab und du bist gerade beschäftigt, schaltet der Schongarer automatisch auf die Warmhaltefunktion um, damit du das Essen später warm genießen kannst. Darüber hinaus ist der Steinguttopf für Spülmaschine und Backofen geeignet. Durch sein besonderes Material brennt in diesem Topf nichts an. Dank schicker Optik macht er auch beim Servieren eine gute Figur. Im Lieferumfang sind Rezepte zum Ausprobieren enthalten. Mit einem Fassungsvermögen von 5,7 Litern lassen sich Gerichte für Feiern oder große Familien zubereiten. Sechs Personen bekommst du ohne Weiteres satt.
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Roter Slow Cooker von Crock-Pot

( Rezensionen)
Roter Slow Cooker von Crock-Pot

Besonderheiten

  • rot
  • manuell bedienbar
  • Warmhaltefunktion
  • spülmaschinengeeigneter Innentopf
  • 3 Küchenutensilien & Rezeptheft inklusive
Dieser ovale Crock-Pot hat viele Kunden überzeugt und macht mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis auf sich aufmerksam. Das rote Gehäuse verleiht ihm einen fröhlichen Charme und bringt Abwechslung in die Küchenausstattung. Griffe und Abschlüsse sind schwarz, was die raffinierte Optik abrundet. Mit 3,5 Liter Volumen kannst du zwei bis drei Personen bekochen. Der reduzierte Funktionsumfang mit drei Wärmestufen und einer Warmhaltefunktion machen die Bedienung simpel. Da der ofenfeste Topf sowie der Deckel aus Hartglas spülmaschinenfest sind, gelingt die Reinigung bequem. Käufer loben Funktionalität, Design und Qualität. Auch die kostenlosen Küchenhelfer (1 Schaumkelle, 2 Servierlöffel) aus Kunststoff kommen gut an.
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Russel Hobbs Mini Slow Cooker Compact Home

( Rezensionen)
Russel Hobbs Mini Slow Cooker Compact Home

Besonderheiten

  • kompaktes Design
  • Deckel-Halterung
  • 2,0 l Volumen
  • Edelstahlgehäuse
  • hohe Gartemperaturstufe bis 100 °C
Der Mini Slow Pot von Russel Hobbs ist hoch und rund. Die kompakte Bauweise spart Platz, für größere Fleischstücke oder ganzes Geflügel ist der hohe Keramikgartopf aber ungeeignet. Mit seinem Fassungsvermögen von zwei Liter kommt der Mini-Garer Singles und 2-Personen-Haushalten zugute. Zwei Garstufen und eine Warmhaltefunktion stehen bereit. Der spülmaschinentaugliche Sichtkochdeckel lässt sich an einer Halterung am Gerät fixieren. Deckelknauf und gebürstete Edelstahloberfläche unterstreichen die individuelle Optik. Gemäß Rezensionen sind die einfache Bedienung und gute Qualität zum kleinen Preis klare Kaufargumente.
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Großer Morphy Richards Schongarer

( Rezensionen)
Großer Morphy Richards Schongarer

Besonderheiten

  • oval
  • 6,5 Liter Fassungsvermögen
  • 3 Einstellungen: Low, Medium und High
  • Keramiktopf
  • gehärteter Glasdeckel
Im ovalen Slow Cooker von Morphy Richards bringst du große Fleischteile, üppige Mengen Eintopf und viele andere feine Sachen unter. Optisch ist das Gerät zwar unspektakulär, tut aber zuverlässig, was es soll. Das Einstellrad fördert eine komfortable Handhabung und die Rezeptideen in der Gebrauchsanweisung liefern kreative Inspiration. Den formschönen Keramiktopf kannst du gut als Serviergeschirr auf dem Esstisch platzieren. Topf und gehärteter Glasdeckel dürfen in den Geschirrspüler wandern, für eine unkomplizierte Reinigung. Trotz des günstigen Preises bestätigen Käufer, dass das Elektrogerät die gewünschten Ergebnisse zuverlässig gewährleistet. Es wird von erfolgreichen Zubereitungen von Pulled Pork, Hühnereintopf und weiteren Spezialitäten berichtet.
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Informationen zur Zubereitung – Anleitung und Tipps

Ist Slow Cooking Neuland für dich, solltest du dich bei den ersten Testläufen präzise an Rezepte beziehungsweise die Garzeitenempfehlungen der Hersteller halten und die Garer beaufsichtigen. Dabei bekommst du ein Gefühl für diese Sonderform des Kochens. Experimente solltest du erst mit zunehmender Erfahrung wagen, um unnötigen Ärgernissen vorzubeugen.

Kochen mit Schongarer ist super entspannt:

  • Einfach alle Zutaten vorbereiten,
  • in den Topfeinsatz geben,
  • Deckel schließen und
  • passende Heizstufe wählen!

Nach dem Einschalten des Küchengeräts überträgt sich die Hitze langsam vom äußeren Topf auf den inneren und von dort aus auf Lebensmittel. Das dauert zwar Stunden, erfordert aber keine Aufsicht, sodass du die Garzeit für andere Erledigungen nutzen kannst. Oder du legst einfach mal die Füße hoch und genießt die Pause! Das Ergebnis ist zart und lecker.

Anfänger sind trotz der Einfachheit verunsichert, wie lang Garzeiten tatsächlich sein müssen. Lässt sich die Betriebsdauer auf Stufe „High“ um mehrere Stunden kürzen, wenn in einem Rezept lediglich die Gardauer für „Low“ angegeben ist? Wie lang braucht Gulasch? Eignen sich Schongarer zum Aufwärmen? Der folgende Videoratgeber beantwortet diese und viele weitere Fragen, klärt über Wissenswertes rund um Kochzeiten auf:

Die exakten Garzeiten hängen von diversen Faktoren wie Topfmodell, Größe der Zutatenstücke, Flüssigkeitsmenge und Temperatureinstellung ab. Um dir eine grobe Orientierung an die Hand zu geben, haben wir ausgewählte Daten zusammengestellt. Dennoch möchten wir betonen, dass die Zeiten variieren. Abweichungen von bis zu einer Stunde sind möglich. Erfahre hier, wie lang Gemüse, Fleisch und Co. im Slow Cooker in der Regel brauchen:

Schweinbraten (2,5 kg)Rinderbraten (1,5-2 kg)Hartes Gemüse (z.B. Kartoffeln, Kohlrabi, Sellerie)Weiches Gemüse (z.B. Brokkoli, Kürbis)
Garzeit (Low) in Stunden91096
Garzeit (High) in Stunden4,554,53

Weitere Tipps:

  • Holzkochlöffel schonen Keramikeinsätze. Sie kratzen weniger als Schneebesen aus Metall oder Edelstahllöffel.
  • Öffnest du das Gerät ständig und schichtest Zutaten durch rühren um, musst du damit rechnen, dass sich die ursprüngliche Garzeit verlängert. Lass den Topf in Ruhe arbeiten!
  • Ein Übermaß an Wasser ist kontraproduktiv beim Slow Cooking. Im geschlossenen Garraum entsteht ein feuchtes Garklima, sodass nichts austrocknet. Wasserdampf befeuchtet den Inhalt intensiv. Im Vergleich zum Kochen auf dem Herd, brauchst du weniger Flüssigkeit. Deshalb gilt: Lebensmittel nicht ertränken! Bedenk, dass sich in Nahrungsmitteln Eigensaft befindet!
  • Richtig schichten: Damit hartes Gemüse wie Karotten oder Hülsenfrüchte gar werden, gehören sie nach unten in den Gartopf. Dort liegen sie in Flüssigkeit und bekommen die meiste Hitze ab. Da viele Gemüsesorten länger brauchen als Fleisch, gehört Letzteres in die nächste Schicht. Weiches Gemüse, Pilze und Kräuter gehören nach oben.
  • Sei mit Gewürzen sparsamer als vom Kochen auf dem Herd gewohnt! Pfeffer, Paprika, Chili und Co. haben viel Zeit zum Entfalten ihrer Aromastoffe, wodurch du weniger davon brauchst. Besser nachwürzen!
  • Milch, Käse, und Sahne erst kurz vor Ende der Garzeit einfüllen! Ansonsten könnte während der langen Garzeit eine Säuerung des gesamten Topfinhalts zustande kommen und die Mahlzeit sauer schmecken. Milchprodukte flocken außerdem gern aus. Kokosmilch und Kondensmilch machen dahingehend keine Probleme und können direkt beigemischt werden. Frische Kräuter, Fisch und scharfe Saucen ebenfalls kurz vor Garzeitende in den Topf geben!
  • Nudeln & Reis zum Schluss einfüllen oder besser separat kochen!

Optimale Zutaten für Slow Cooking: Fleisch, Gemüse und Hülsenfrüchte

Schongarer sind ideal zum Schmoren von Fleisch, sie machen es butterweich und saftig. Selbst zähe Stücke. Mageres wie Hähnchenbrust gelingt ebenso wie fettreiche Teilstücke vom Schwein oder Rindfleisch. Insbesondere Fleisch, das vergleichsweise günstig zu haben ist, wie Schweinenacken /-schulter, Bruststücke und Kochfleisch. Für schmackhafte Ergebnisse braucht es Muskelfasern und Bindegewebe. Bei derartigen Fleischstücken kann ein Schongarer seine Kompetenz voll entfalten. Das Muskelfleisch wird nicht strapaziert, während das langsame Garen das Bindegewebe weich macht. Teures Kurzgebratenes wie Schweinefilet oder Roast Beef gelingen nur bedingt. Hierbei solltest du die Kerntemperatur mit Fleischthermometer überwachen.

Daneben eignet sich das Kochprinzip für Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen. Auch feste Gemüsesorten wie Kartoffeln, Kohl oder Möhren garen vitaminschonend. Außerdem entstehen intensive Saucen, Fonds und Eintöpfe. Auch viele süße Speisen und Dampfnudeln schmecken nach gemächlichem Garen ausgezeichnet. Empfindliche Desserts stocken wunderbar, ohne anbrennen. Die ausgedehnten Garzeiten bringen aber auch Nachteile, was gerade bei Pasta, Reis und Fisch auffällt. Diese weichen Speisen zerfallen gern. Bei Fleisch ist das kein Problem, es kann kaum zerkochen. Bei Suppen ist eine entsprechende Konsistenz sogar erwünscht.

Tipp: Du kannst auch Außergewöhnliches im Schongarer herstellen. Bestes Beispiel Ghee, ein Speisefett, das aus Butter gewonnen wird und in der indischen sowie pakistanischen Küche unverzichtbar ist. Wie das geht, kannst du im Schongarerrezept unter konzelmanns.de nachlesen. Popcorn geht ebenfalls, wie unter lifemadesweeter.com erläutert wird.

Slow Cooker Rezepte – Köstlichkeiten für jeden Geschmack

Die Rezeptvielfalt für Schongarer ist enorm. Ob Fleischliebhaber, vegetarisch, vegan oder für die nächste Party. Für jeden Anlass ist etwas geboten. Auch Freunde von Low Carb, Paleo und anderen Ernährungsformen werden fündig. Du willst deine Fitness verbessern und Kalorien sparen? Mit Slow Cooking kannst du dich gesund ernähren, ohne auf Genuss zu verzichten. Alles, was ansonsten in einem Schmortopf auf dem Herd langsam garen würde, kommt zum Zubereiten im Slow Cooker in Frage: Suppen, Eintöpfe, Curry, Chilis, Hühnerfrikassee, Rouladen, Tafelspitz oder der obligatorische Sonntagsbraten. Beliebt unter Verfechtern des Schongarens ist Hausmannskost wie herzhaftes Rindergulasch beziehungsweise Rinderragout (beef stew). Eiweißreiches Eintopffleisch, Kartoffeln, Zwiebeln, Rinderbrühe, Karotten und Gewürze wie Rosmarin, Thymian und Lorbeerblätter bescheren ein kulinarisches Fest. Für kraftvolle Kartoffelsuppen, leichte Gemüseaufläufe oder Raffiniertes aus der asiatischen Küche gibt es gleichermaßen Rezepte mit Gelinggarantie. Für einen erfolgreichen Einstieg in die neue Art des Kochens haben wir unter „Weiterführende Links“ Rezeptseiten, Blogs und Kochbücher gelistet. Für Anfänger sind unser anderem einfache Tomatensuppen, Bolognese und gefüllte Paprika mit Hackfleisch empfehlenswert.

Anregungen, teilweise direkt mit Rezeptempfehlung verlinkt:

Ergänzend Videoanleitungen für gutes Gelingen:

Pulled Pork, Ribs und mehr – Rezeptideen für BBQ-Anhänger

Auch Barbecue-Fans kommen auf ihre Kosten. Mit Pulled Pork lässt sich das Schlemmerherz garantiert begeistern. Der Schweinebraten wird solange gegart, bis er regelrecht zerfällt. Das geht natürlich klassisch amerikanisch in einem Smoker oder aber platzsparend und ohne Rauch im Schongarer. Am Schluss wird das Fleisch mit der Gabel zerzupft. Auf einem Burger mit Krautsalat macht sich leckeres Schweinefleisch bestens.

Probier auch Pulled Turkey, ein Braten aus der Putenoberkeule!

Spareribs gefällig? Bitteschön! Für eine attraktive Bräune und Röstaromen werden Rippchen abschließend im Ofen gegrillt:

BBQ Chicken/Pulled Chicken:

Rindfleischeintopf

Bobotie

Möchtest du deine Lieben mit internationalen Spezialitäten begeistern, wäre Bobotie eine Möglichkeit, ein Hackbraten beziehungsweise Hackfleischauflauf aus Südafrika:

Ente

Du machst eine Paleo Diät oder willst die Steinzeiternährung ausprobieren? Entenbrust mit Selleriepüree und Rosenkohl klingt vielversprechend:

Crème brûlée

Lust auf ein Dessert, das Gäste beeindruckt? Mit Slow Cooker kreierst du Crème brûlée kinderleicht:

Tipps zur Reinigung – Achtung Strom!

Dank glasierter Kochtöpfe und den niedrigen Gartemperaturen bereitet das Reinigen des Slow Cookers kein Kopfzerbrechen. Im Gegenteil: Entweder du kaufst ein Gerät mit spülmaschinentauglichem Innentopf und gibst diesen nach der Verwendung mit samt Deckel in den Geschirrspüler oder du spülst ihn mit einem milden Spülmittel und weichen Schwamm oder Bürsten aus. Da nichts anbrennen oder überkochen kann, wenn du das Gerät korrekt nutzt, lösen sich Speisereste problemlos. Sollte doch einmal etwas anbrennen oder einbacken, Innentopf mit Wasser füllen, 30 Minuten einweichen lassen und dann säubern.

Die „Übertöpfe“ aus Metall kommen mit Lebensmitteln nicht in Kontakt, hier genügt das Abwischen mit einem feuchten Spültuch und das Trockenwischen mit Geschirrtuch. Vor jeder Reinigung immer den Netzstecker ziehen, da der Topfbehälter mit dem elektrisch betriebenen Heizelement verbunden ist. Feuchtigkeit und Elektronik vertragen sich bekanntlich nicht! Dementsprechend sollte es selbstverständlich sein, dass Elektrogeräte niemals nass werden dürfen.

Heiße Keramik und Glasdeckel nicht mit kaltem Wasser spülen! Der Temperaturschock könnte Schäden verursachen. Besser abkühlen lassen!

Erfahrungen und Meinungen sprechen für sich

Erfahrene Nutzer hochwertiger Schongarer sind vom Kochprinzip begeistert. Insbesondere Vielbeschäftige, die entweder im Beruf stark eingespannt sind oder durch Kinder wenig Zeit für ausgiebiges Kochen haben, bevorzugen die komfortablen Küchenhelfer. Slow Cooker ermöglichen eine gesunde Ernährung bei minimalem Aufwand. Was beim Lesen von Erfahrungsberichten und Rezensionen auffällt: Manche nehmen von Multifunktionsgeräten Abstand, weil sie zwar viele Funktionen bieten, aber nichts richtig gut erledigen. Ob Risotto, Schongaren von Gemüse oder Sonstiges: Was in einem zuverlässigen Langsam-Kocher ohne dein Zutun klappt, erfordert bei manchen Multigeräten regelmäßiges Umrühren. Sowohl einige teure als auch günstige Geräte enttäuschen. Deshalb solltest du beim Kauf die Praxistauglichkeit prüfen. Schau dir online Kundenbewertungen an und nimm dir Zeit für die Entscheidung. Benötigst du mehrere Funktionen, hast aber keine Lust oder keinen Platz, um mehrere Elektrogeräte in der Küche unterzubringen, sind Multikocher sicherlich eine Überlegung wert. Womöglich lohnt es sich aber den Bedarf kritisch zu hinterfragen. Brauchst du wirklich eine Risotto-Funktion oder servierst du das italienische Reisgericht sowieso nur selten, sodass die Zubereitung in einem Risottotopf auf dem Herd keine Umstände macht? Mach dir Gedanken, um den für dich besten Slow Cooker zu beschaffen!

Unter slowcooker.de haben wir eine übersichtliche Datenbank mit Slow Cooker Tests gefunden, die verrät, welche Geräte wirklich gut sind. Darunter authentische Erfahrungsberichte echter Nutzer zu zahlreichen Schongarern diverser Hersteller wie Crock-Pot, Morphy Richards, Andrew James, Silvercrest (Hausmarke Lidl), KitchenAid, Klarstein, Syntrox und viele mehr. Anhand der Testberichte und Kommentare kannst du dir einen Überblick verschaffen und gezielt nach einem passenden Küchenhelfer Ausschau halten. Offizielle Slow Cooker Tests von Verbraucherorganisation wie Stiftung Warentest oder Ökotest gibt es bislang nicht.

Slow Cooker FAQ:

FrageAntwort
Ist Slow Cooking sicher?
  • Angst vor Bakterien ist beim Kochen bei niedrigen Temperaturen im Schongarer unbegründet. Das Heizelement, heißer Dampf und die lange Garzeit machen Mikroorganismen den Garaus. Problematisch wird es erst, wenn du versuchst in einem Slow Cooker Dinge einzukochen, Kaltes aufzuwärmen oder Warmhaltestufen mehr als vier Stunden nutzt. Alle genannten Vorhaben sind zu meiden. Ebenfalls wichtig für Lebensmittelhygiene: Tiefgefrorenes vor dem Schongaren vollständig im Kühlschrank auftauen!
  • Damit sich keine gesundheitsschädlichen Bakterien bilden beziehungsweise vermehren, solltest du rohe Zutaten nicht ungekühlt im Schongarer stehen lassen. Viele machen das zum Beispiel in Verbindung mit der Timer-Funktion, wenn der Garvorgang später starten soll, damit das Menü pünktlich zum Feierabend fertig ist. Die bessere Lösung: Garprozess sofort starten, nachdem Zutaten im Gareinsatz gelandet sind. Dann werden sie frisch zubereitet und die Speise kann bis zum Verzehr warmgehalten werden. Ist das Essen kalt, in Mikrowelle, Backofen oder auf dem Herd wärmen, nicht im Slow Cooker!
Verringert sich die Garzeit, wenn Rezeptmengen halbiert werden?
  • Nein, weil beispielsweise eine Kartoffel trotzdem eine gewisse Zeit braucht, egal ob du sie allein in den Topf packst oder mit fünf anderen Kartoffeln. Anders verhält es sich, wenn du statt einem drei Kilo schweren Fleischstück nur ein Kilogramm zubereiten willst. Da der kleinere Braten weniger Masse aufweist, ist er schneller gar.
  • Zum Verkürzen von Garzeiten: Höhere Kochstufe wählen, Fleisch auf dem Herd anbraten, Flüssigkeiten vorwärmen und Zutaten in kleinere Stücke schneiden!
Lassen sich Schongarer unbeaufsichtigt in Betrieb nehmen?
  • Ja das geht. Slow Cooker sind so konzipiert, dass nichts anbrennen kann. Vorausgesetzt es befindet sich ausreichend Flüssigkeit im Topf. Ist das der Fall, entsteht durch Kondenswasser, das vom Deckel zurück zu den Speisen tropf, eine Art Zirkulation. Das Essen trocknet weder aus noch musst du umrühren. Schongarer erledigen das ohne dein Zutun. Während das Gerät die Mahlzeiten gart, könntest du arbeiten gehen, den Haushalt machen oder ausruhen. Ein gewisses Grundvertrauen in Elektrogeräte ist Voraussetzung.
  • Achte darauf, dass der Slow Cooker während deiner Abwesenheit auf einem stabilen Untergrund steht, wie die Küchenarbeitsplatte, mit genügend Abstand zu anderen Gegenständen. Hersteller informieren über alle wichtigen Sicherheitsvorkehrungen in den Betriebsanleitungen.
Gibt es Alternativen zum Slow Cooker?
  • Ja klar, zum Beispiel multifunktionale Schongarer, die nicht nur für schonendes Garen verwendet werden können, sondern auch die Aufgabe von Schnellkochtopf, Bratpfanne oder Joghurtbereiter übernehmen. Ein gutes Beispiel ist der Crock-Pot Express, ein 12-in-1 Multikocher. Willst du dich nicht auf Schongaren beschränken, wäre das eine Option. Bevorzugst du eine Alternative ohne Strom, lohnt sich ein Abstecher in unseren Ratgeber zum Römertopf. In diesem Keramiktopf schmoren Gerichte ebenfalls schonend im eigenen Saft, allerdings im Backofen. Das natürliche Topfmaterial lässt nichts anbrennen und der Geschmack ist herrlich intensiv. Nachteil: Der Energieverbrauch ist beim Ofen höher. Zudem heizt er deine Wohnung auf, was im Sommer eine echte Plage ist.
  • Bräter aus Keramik gibt´s auch als formschöne Cocotte.
  • Im klassischen Schmortopf kannst du fettarm braten, schonend garen und hast eine große Grundfläche zur Verfügung. Die Auswahl an Schmorkochgeschirr reicht von emaillierten Eisentöpfen, gusseisernen Brätern bis Aluminium- und Edelstahltöpfen. Bereitest du Lebensmittel am liebsten getrennt voneinander zu, ist ein Dampfgarer mit mehreren Ebenen vorteilhaft.

Fazit

Slow Cooker fördern langsames und schonendes Garen. Vor allem Fleisch, Suppen, Eintöpfe, Currygerichte und Fonds gelingen ohne großen Aufwand. Wer ungern lang am Herd steht, keine Zeit für komplizierte Kochprozesse hat und sich mit gesunden Mahlzeiten verwöhnen will, ist mit diesem Wunderkessel bestens bedient. Der Garprozess ist zunächst zwar ungewohnt und erfordert eine gewisse Umstellung, mit etwas Übung und vorausschauender Organisation des Speiseplans bringen Schongarer aber immense Erleichterung in den Alltag. Während sie unbeaufsichtigt unwiderstehliche Kost zubereiten, kannst du dich anderen Aufgaben widmen oder entspannen.

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