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Entsafter Topf zum Dampfentsaften: Säfte schonend herstellen

Entsafter Topf Viele Säfte aus dem Handel weisen unerwünschte Zusatzstoffe auf und sind teuer. Mit einem Entsafter Topf verwandelst du erntefrisches Obst und Gemüse komfortabel in selbst gemachten Frucht- beziehungsweise Gemüsesaft. Wir erklären, was bei der Anschaffung wichtig ist.
Besonderheiten
  • zum Dampfentsaften & Konservieren
  • großes Fassungsvermögen
  • für Obst, Gemüse, Kräuter, Gräser
  • Module einzeln verwendbar

Entsafter Töpfe Test & Vergleich 2020

Dampfentsaften verständlich erklärt – Heißentsaften für höchsten Komfort und Ertrag

Du möchtest größere Mengen erntefrisches Obst oder Gemüse aus eigenem Anbau beziehungsweise vom Markt zu Saft verarbeiten? Dann ist ein Entsafter Topf, auch bekannt als „Dampfentsafter“ eine sinnvolle Anschaffung. Dieses Entsaftersystem zählt zur Gruppe der Entsafter und dient der Gewinnung von Saft. Hauptsächlich aus Früchten und Gemüse, aber auch Gräser und Kräuter kommen als „Rohstoff“ infrage. Zum Verständnis: Unter dem Oberbegriff Entsafter wird zwischen folgenden drei Systemen unterschieden:

  • Saftpressen
  • Zentrifugenentsafter
  • Dampfentsafter

Wie der Name vermuten lässt, wird bei Saftpressen Saft durch Pressen gewonnen. Es handelt sich um eine Art der Kaltentsaftung. Saftpressen werden wiederum in Zitruspressen, Kelter (z. B. für Wein und Öl) sowie Saftpressen mit Schnecken oder Zahnwalzen unterteilt. Es gibt elektrische Ausführungen und Varianten, die ohne Strom auskommen. Zentrifugenentsafter setzen Saft durch Reibung und Zentrifugalkraft frei.

Begegnet dir beim Recherchieren der englische Begriff „Juicer“, ist damit nichts anderes als ein Entsafter gemeint.

Dampfentsaftertöpfe unterschieden sich von den anderen beiden Entsafter-Arten erheblich. Statt durch mechanischen Druck beziehungsweise Reibung wird Saft beim Dampfentsaften mittels heißem Wasserdampf gewonnen. Man spricht deshalb vom Heißentsaften. Durch den im Topf erzeugten Dampf werden die Zellen des Entsafterguts, also beispielsweise von Obst oder Gemüse, aufgebrochen, damit die natürliche Flüssigkeit austreten und gesammelt werden kann. Pflanzenzellen platzen bei Hitze regelrecht auf. Es kommt zur sognannten Wasserdampfdestillation, einem effektiven Trennverfahren. Außerdem findet Mazeration statt: Beim physikalischen Verfahren Mazerieren wirkt eine Flüssigkeit, in diesem Fall Wasser, an der Oberfläche auf Lebensmittel ein und dient als Lösungsmittel. Das kondensierte Wasser verdünnt die Säfte. Außerdem werden Flüssigkeiten beim Entsaften ausreichend erhitzt, um sie dauerhaft haltbar zu machen. Nach dem Prozess wird Saft heiß abgefüllt.

Wie wir in diesem Ratgeber zum Einkochtopf ausführlich erklärt haben, ist das heiße Abfüllen vom Einkochen zu unterscheiden.

Da Kochwasser aus physikalischen Gründen maximal 100 °C erreicht und Obst- sowie Gemüsesäfte beim Dampfentsaften somit nicht heißer werden können, spricht man von der Pasteurisierung. Dies ist die Bezeichnung für eine schonende Art der Konservierung bei Minimum 60 °C, Maximum 100 °C. Beim Pasteurisieren werden Mikroorganismen abgetötet. Das Ergebnis ist zwar lediglich keimarm, hält sich aber dennoch langfristig. Die maximale Temperatur von 100 °C hat einen weiteren Vorteil: Du musst keine Temperaturen messen. Das kochende Wasser sorgt kontinuierlich für den unverzichtbaren Wasserdampf, weshalb der Herd während des Dampfentsaftens nicht abgeschaltet werden darf. Da eine vorgegebene Wassermenge im Topf landet, musst du dir keine Sorgen machen. Hast du dich an die Gebrauchsanleitung des Herstellers gehalten, klappt das Entsaften gefahrlos ohne Überkochen.

Die wichtigsten Vorteile beim Dampfentsaften

  • Weil Entsaftergut nicht bewegt werden muss, wie es bei einer Saftpresse der Fall ist, gelangen weder Fruchtfleisch und Häute noch Stiele oder Kerne ins Endergebnis. Alle festen Überreste des Ausgangsmaterials bleiben im Fruchtkorb hängen. Zusätzliches Sieben oder Ähnliches entfällt.
  • Säfte sind lang haltbar. Im Idealfall mehrere Jahre. Nach etwa einem Jahr sind geschmackliche und farbliche Veränderungen möglich.
  • Geringer Arbeitsaufwand, da Lebensmittel nur grob vorzubereiten sind. Bei Äpfeln und Birnen müssen beispielsweise keine Schalen oder Kerngehäuse entfernt werden. Auch das Entsteinen von Steinobst ist unnötig. Gründliches Waschen und grobes Stückeln genügt.
  • Mehrere Kilogramm Lebensmittel werden gleichzeitig zu Saft verarbeitet.
  • Selbst gemachte Fruchtsäfte sind pur und verdünnt genießbar, lassen sich aber auch zu einem späteren Zeitpunkt zu Gelee weiterverarbeiten.
  • Saft muss nicht separat pasteurisiert werden. Einfach dampfentsaften, abfüllen, fertig! Dementsprechend hoch ist die Zeitersparnis.
  • Viele Nährstoffe bleiben dank schonender Haltbarmachung bestehen.
  • Gesunde Säfte ohne Haushaltszucker genießen!
  • Keine Konservierungsstoffe und chemischen Zusätze.
  • Selbst gemachte Säfte enthalten zwar weniger verdauungsfördernde Ballaststoffe als frisches Obst und Gemüse, sind aber leichter verdaulich.

Nachteile durch Hitze: Weniger Vitamine und Aromen

Beim Dampfentsaften mit Entsafter Topf gehen wegen hoher Temperaturen viele verdauungsfördernde Enzyme verloren. Auch ein Teil der hitzeempfindlichen Vitamine. Als besonders nährstoffreich gelten naturbelassene Säfte aus Saftpressen, weil sie durch Kaltentsaften gewonnen werden. Außerdem nachteilig am Dampfentsaften: Aufgrund der Erhitzung sind fertige Säfte im Vergleich zu frischen Getränken aus der Fruchtpresse weniger aromatisch. Frisch gepresster Saft ist allerdings nicht lange haltbar, weshalb Dampfentsaften trotz Nährstoffverlust eine sinnvolle Möglichkeit darstellt, um überschüssige Lebensmittel zu konservieren. Da der Saft nicht gekocht, sondern „nur“ erhitzt wird, bleibt ein Großteil der Vitamine sowie Mineralstoffe erhalten. Auch der natürliche Geschmack und Farbstoffe werden geschont. Bedenke, dass lediglich das Wasser zum Kochen gebracht wird, nicht die Nahrungsmittel. Möchtest du Säfte sowieso heiß verarbeiten und damit beispielsweise Gelees oder Sirup herstellen, ist die Anschaffung eines Dampfentsafters generell eine sinnvolle Investition.

Dampfentsafter Aufbau und Funktionsweise – ein wirkungsvolles Stapelsystem

Entsafter Töpfe zeichnen sich in der Regel durch vier Elemente aus:

  • Wassertopf zum Einfüllen von Wasser
  • Saftbehälter (Saftauffanggefäß) mit Schlauchsystem inkl. Klammer bzw. Verschluss
  • Siebeinsatz (Fruchtkorb) zum Platzieren der zu entsaftenden Lebensmittel
  • Deckel

Die Bestandteile werden gemäß der genannten Reihenfolge aufeinandergestapelt. Eine besondere Aufgabe übernimmt der Saftbehälter. Dieser leitet zum einen den aufsteigenden Dampf aus dem darunterliegenden Wassertopf gezielt durch eine Öffnung in der Mitte nach oben zum Siebeinsatz, wo das Entsaftergut liegt. Die genannte Öffnung lässt sich mit einem umgedrehten Trichter vergleichen und wird auch als Dampfdom bezeichnet. Der Fruchtkorb verfügt über das passende Gegenstück, das zusätzlich mit Löchern ausgerüstet ist und den Dampf zum Entsaftergut hindurchlässt. Zum anderen fängt der Saftbehälter den heruntertropfenden Saft auf und führt ihn durch eine kleine Öffnung am unteren Rand durch einen Schlauch nach außen ab. Dank Schlauchklemme kann Saft erst austreten, wenn du diese öffnest. Das klappt mit einer Hand, sodass du mit der anderen beispielsweise Flaschen zum Füllen halten kannst. Wird ein solcher Schlauch mit einer Schlauchklemme zusammengedrückt, um den unkontrollierten Abfluss von Flüssigkeiten zu verhindern, spricht man von einem Quetschhahn. Alternativ gibt es Schläuche mit integriertem Hahn, die statt Klemme mit Schieberegler ausgestattet sind.

Schmale Abfüllschläuche machen durch zielsicheres Einfüllen in Flaschen zusätzliche Trichter unnötig.

Der Fruchtkorb ist vielfach gelocht, um das Abfließen von Saft zu beschleunigen. Dank gut schließendem Deckel zirkuliert Dampf innerhalb des Systems. Damit möglichst wenig natürliche Aromastoffe verloren gehen, müssen Entsafter Töpfe möglichst gut schließen. Nur so kondensiert Wasserdampf möglichst vollständig. Je mehr davon unerwünscht entweicht, desto mehr Aromen verabschieden sich. Vermeide deshalb das ständige Öffnen des Deckels! Lass den Entsafter Topf seine Arbeit machen und warte, bis die vom Rezept empfohlene Zeit abgelaufen ist! Geöffnete Deckel mindern nicht nur den Aromagehalt, sie kosten unnötig Energie und verlängern die Entsafter-Zeit. Möchtest du Energieverlusten und Zeitverschwendung entgegenwirken, empfehlen wir einen Dampfentsafter mit Glasdeckel. Damit kannst du den Inhalt ohne negativen Einfluss auf die Dampfkonzentration beobachten.

Viele Dampfentsafter sind so konzipiert, dass sich die Komponenten multifunktionell verwenden lassen. Während das Unterteil, also der Wassertopf mit dem Deckel einen klassischen Kochtopf abgibt, lässt sich der Siebeinsatz zum Abschütten von Nudeln oder zum Waschen von Salat einsetzen. Wassertopf und Sieb in Kombination ergeben einen vollwertigen Dampfgartopf. Somit kannst du mit Entsafter Topf sogar Dampfgaren und gesunde Gerichte zubereiten, ob Fisch, Fleisch oder Gemüse.

Wie ein Entsafter funktioniert, wird am Beispiel eines alten Dampfentsafters und der Zubereitung von Apfelsaft verständlich erklärt. Der allgemeine Aufbau stimmt mit modernen Entsafter Töpfen überein:

Einsätze und Einkochtöpfe als sinnvolle Alternative

Besitzt du große Kochtöpfe einer Marke, kann es sich lohnen dessen Sortiment zu prüfen. Womöglich verkauft der Hersteller passgenaue Entsaftereinsätze zum Kombinieren. So sparst du Platz im Küchenschrank und vielleicht sogar Geld. Möchtest du nicht nur entsaften, sondern zusätzlich Lebensmittel auf Vorrat einkochen, ist ein Einkochtopf oder Einkochautomat mit Entsafterfunktion und entsprechendem Entsaftereinsatz eine Überlegung wert. Schließlich brauchst du dann nicht zweierlei Töpfe, sondern kannst beide Funktionen verbinden. Das spart Platz und schont die Haushaltskasse. Bei elektrischen Einkochtöpfen ist es elementar, dass die Geräte über eine Entsafter-Funktion verfügen. Ist diese vorhanden, verwandelt sich der Küchenhelfer mit wenigen Handgriffen in einen Entsafter. Die Einsätze, teilweise „Saftgewinner“ genannt, werden einfach in Einkochtöpfe gesteckt. Viele Hersteller, darunter Weck, Rommelsbacher und Bielmeier, führen Einkocher mit Entsafterfunktion.

Die Flotte Lotte für kleine Mengen

Willst du lediglich kleine Mengen zu Saft verarbeiten oder hast keinen Platz für einen Entsafter, könnte eine Flotte Lotte das Richtige sein. Dabei handelt es sich um ein handbetriebenes Zubehör zum Passieren. Anders als beim Dampfentsafter wird der gewonnene Saft zwar nicht direkt konserviert, weil beim Passieren keine Haltbarkeit erzielt wird, du kannst ihn aber anschließend erhitzen und einkochen oder heiß abfüllen. Beim heißen Abfüllen ist die Verwendung eines Trichters ratsam. So bleibt der Flaschenrand sauber und das Risiko für Verderb sinkt. Neben Fruchtsaft eignen sich Flotte Lotten zur Herstellung von Apfelmus, Gemüsepüree und Saucen. Auch Spätzle sind mögliche Erzeugnisse.

Zentrale Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
  • üppiges Volumen
  • zur Verarbeitung großer Mengen
  • für Herd oder elektrisch
  • schonendes Haltbarmachen ohne Konservierungsstoffe
  • simple Bedienung
  • hoher Komfort
  • Zeitersparnis (kein sorgfältiges Putzen und Zerkleinern von Nahrungsmitteln, alle Pflanzenteile dürfen in den Fruchtkorb)
  • kein Schälen oder Entkernen
  • kein Kraftaufwand zum Entsaften
  • große Auswahl an Lebensmitteln
  • hohe Saftausbeute
  • Preisvorteil gegenüber Fertigprodukten
  • Elemente meist einzeln nutzbar
  • Nährstoffe und Aromen gehen zum Teil verloren
  • Anschaffungskosten (zwischen ca. 30 und 150 Euro)
  • Reinigungsaufwand der Einzelteile
  • relativ hoher Platzanspruch

Welche Entsaftertöpfe gibt es – für Herd und Elektro

Vor dem Kauf eines Entsafter Topfs musst du entscheiden, ob du ein Modell für den Herd willst oder ein elektrisch betriebenes Gerät. Der allgemeine Aufbau ist bei beiden Varianten gleich. Lediglich die Hitzezufuhr erfolgt anders. Während beim klassischen Dampfentsafter der Herd für die nötige Hitze sorgt und Wasser zum Kochen bringt, ist beim Elektro Entsafter Topf ein Heizelement verbaut und die Energie wird via Stromzufuhr bereitgestellt. 1.500 Watt sind hinsichtlich der Leistung eine gute Orientierung.

Der elementare Vorteil eines E-Entsafters: Du bist unabhängig vom Herd in der Küche und kannst somit auch draußen im Garten, in der Garage, auf dem Balkon, Campingplatz oder in einem Schopf entsaften. Praktisch kann die Mobilität sein, wenn du einen Schrebergarten mit Obstbäumen abseits deiner Wohnung besitzt und deine Ernte direkt vor Ort verarbeiten willst. Auch die Bedienung ist kinderleicht: Einfach Netzstecker anschließen und los geht´s. Leistungsstarke Geräte erhitzen Wasser schnell und sparen Zeit. Hinzu kommt, dass sich elektrische Entsafter Töpfe erhöht aufstellen lassen, sodass du Abfüllflaschen nicht darunter halten, sondern sicher abstellen kannst. Das beugt Verbrennungen vor. Nachteil: Du bist abhängig von Strom und brauchst eine Steckdose.

Verschaff dir anhand eines Elektro-Entsafters von Firma Weck einen ersten Eindruck! Im Video wird ein Modell ohne Temperatureinstellungsmöglichkeit vorgestellt, dessen Heizspirale direkt mit Wasser in Kontakt kommt und es aufheizt. Das Prinzip kennst du vielleicht von deinem Wasserkocher. Der Entsafter Automat übernimmt das Erhitzen automatisiert, du brauchst nichts einzustellen, sondern steckst lediglich den Stecker in die Steckdose und wartest ab:

Eine etwas andere Bauart wird im nächsten Video vorgestellt. Bei diesem elektrischen Dampfentsafter kommt die Heizspirale nicht mit Wasser in Kontakt, sondern ist in einen Unterbau integriert. Der Deckel ist besonders hoch. Zudem erlaubt das Küchengerät die Temperatur- und Zeiteinstellung via Drehschalter:

Materialien – Edelstahl gibt den Ton an

Viele alte Dampfentsafter bestehen aus Aluminium, weil dieses Material früher bevorzugt wurde. Auf dem Gebrauchtwarenmarkt findest du deshalb viele Aluminiumentsafter. Darunter der Will Wagner-Winke Original Saftborn. Kaufst du Dampfentsafter gebraucht, solltest du darauf achten, dass sich die Einzelteile einwandfrei stapeln lassen und die Oberflächen möglichst unbeschädigt sind.

Aluminium leitet Wärme schnell, ist leicht und preiswert. Allerdings ist es in Verruf geraten, weil es als gesundheitlich bedenklich gilt. Laut Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) müssen dahingehend jedoch noch einige Unklarheiten beseitigt werden. Die Datenlage hinsichtlich gesundheitlicher Risiken durch Aluminiumkochgeschirr widerspricht sich teilweise. Es besteht Forschungsbedarf.

Heute ist Edelstahl das vorherrschende Material für Entsafter Töpfe. Welche Eigenschaften es im Detail mit sich bringt, kannst du im Ratgeber zum Edelstahltopf nachlesen. Für den schnellen Überblick die wichtigsten Vorzüge: Edelstahl ist überaus robust, rostfrei (ab einem Chromanteil von 13 Prozent), hygienisch, leicht zu reinigen, spülmaschinengeeignet, lebensmittelecht, unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und optisch attraktiv. Nachteile: Nickelhaltige Töpfe sind für Allergiker problematisch, Edelstahl ist schwerer als Aluminium und bei minderwertiger Ware sorgt die schlechte Wärmeleitfähigkeit für Energieverluste. Kauf einen Entsafter Edelstahltopf mit Sandwich- oder besser Kapselboden! Dabei sorgt Aluminium oder Kupfer im Kern des Topfbodens für Energieeffizienz, der Inhalt erhitzt sich schneller. Zudem solltest du 18/10 Edelstahl bevorzugen. Diese Stahlsorte ist besonders langlebig, extrem hitzebeständig, säurebeständig und vor Korrosion geschützt.

Ergänzend dazu gibt es Angebote aus hitzebeständigem Kunststoff. Achte hierbei kritisch auf Schadstoffe! Unter anderem sollte das Material frei von Bisphenol-A (BPA) sein. Dampfentsaftersysteme mit Emaillierung sind ebenfalls erhältlich. Emaille ist:

  • antibakteriell und hygienisch
  • gegenüber natürlichen Säuren resistent
  • pflegeleicht
  • langlebig

Vertrau auf eine 2-fache Beschichtung mit Emaille, um von erhöhter Langlebigkeit und Robustheit zu profitieren!

Induktionsfähigkeit checken!

Edelstahlentsafter kannst du in der Regel bedenkenlos auf Gas-, Glaskeramik- und Elektro-Herden einsetzen. Besitzt du einen Induktionsherd oder hast vor, einen solchen anzuschaffen, solltest du einen Entsafter Topf mit Spulensymbol auf dem Topfboden kaufen. Es bestätigt, dass er aus ferromagnetischem Material besteht und somit induktionsfähig ist.

Größen – Achtung Gesamtvolumen!

Der Durchmesser vieler Dampfentsafter beträgt zwischen 25 und 26 Zentimeter. Aber auch Modelle mit 27 oder 28 Zentimeter und mehr sind erhältlich. Achte darauf, dass die Größe zur Herdplatte passt! Der Topfboden sollte keinesfalls kleiner sein, als das Kochfeld, weil sonst unnötig Energie ungenutzt bleibt. Gleichermaßen wichtig ist das Fassungsvermögen. Schließlich entscheidet es darüber, wie viel Material du gleichzeitig entsaften kannst. Hier sind unter anderem 7, 8, 8,5 und 15 Liter gängig. Lies die Produktbeschreibung aufmerksam, da sich die angegebene Kapazität auf die drei Elemente Wasserdampftopf, Entsaftungstopf (Saftauffangbehälter) und Fruchtkorb oder sogar der Summe daraus beziehen kann! Ein Fruchtkorb kann beispielsweise auf drei Liter beschränkt sein, ohne dass es auf den ersten Blick erkennbar ist. Aber auch Fruchtbehälter mit mehr als sieben Liter sind verfügbar. Normalerweise sollte der Anbieter das Volumen aller Bestandteile separat aufführen, damit du dir ein umfassendes Bild vom Produkt machen kannst. Es gibt viele Angebote, die unter anderem ein Fassungsvermögen von 15 Liter angeben, dessen Saftbehälter und Fruchtkörbe aber weniger als die Hälfte davon aufnehmen, weil sich die Volumenangabe auf das gesamte Set bezieht.

Nicht zu unterschätzen, ist die Höhe von Entsaftersystemen. Mit 40 Zentimetern solltest du mindestens rechnen. Prüf Angaben sorgsam, damit du trotz Dunstabzugshaube oder Küchenhängeschrank komfortabel auf dem Herd entsaften kannst!

Die wichtigsten Kaufkriterien – Volumen und Dichtigkeit

Der Tabelle kannst du die zentralen Produkteigenschaften entnehmen, die ein Entsafter Topf mit sich bringen sollte:

KriteriumDetails
Form & Größe
  • bedarfsgerechtes Fassungsvermögen bei einzelnen Modulen
  • Topfboden passend zur Herdplatte, liegt plan auf
  • Achtung Gesamthöhe
  • Durchmesser mit Herdplatte kompatibel
  • passgenaues Stecksystem für optimale Zirkulation
Material
  • Edelstahl
  • Schlauchklemmen aus Edelstahl
  • Schlauch BPA-frei (ohne Bisphenol-A)
  • Schlauch transparent oder zumindest transparentes Zwischenstück, zum Erkennen von Saftfluss
  • spülmaschinentauglich
  • Energiesparboden (verkapselt)
  • bei Bedarf für Induktion
Ausstattung
  • wärmeisolierte Griffe an allen Modulen
  • gut schließender Deckel mit Kältegriff und Dampfaustrittsventil
  • stoßfester Glasdeckel zum Beobachten des Inhalts ohne Öffnen
  • einzelne Elemente einzeln nutzbar
  • Lieferumfang inkl. Silikonschlauch und Verschlussklemme
  • Verschluss muss zuverlässig dichthalten
  • ausreichend langer Schlauch (Empfehlung: mindestens 30 cm)
  • Abgießrand
Service
  • Gute Ersatzteilverfügbarkeit, um z. B. Schlauchsystem und Klemmen nachbestellen zu können

Die bekanntesten Hersteller – von WMF bis Rommelsbacher

Damit du dir einen Eindruck über die Hersteller verschaffen kannst, haben wir die wichtigsten Marken zusammengestellt:

HerstellerBesonderheiten
WMF
  • Traditionsunternehmen seit 1853
  • TransTherm-Allherdboden für lange Wärmespeicherung und gleichmäßige Wärmeverteilung
  • Cromargan Edelstahl 18/10
  • induktionsfähig
  • backofenfest
  • spülmaschinengeeignet
  • ergonomische Griffe
  • Güteglasdeckel zum Sichtkochen
  • platzsparende Systeme
  • Silikon Ersatzschläuche separat erhältlich
Weck
  • seit 1990
  • Dampfentsafter für Herd und Elektro
  • Entsafteraufsätze für Einkochtöpfe
  • verschiedene Materialien (Edelstahl, Vollkunststoff, Emaille)
  • Kombigeräte: Einkochen + Entsaften (z. B. Weck-Master mit Trockengehschutz)
  • pflegeleicht
Schulte-Ufer
  • seit 1886
  • energiesparender ecotherm® Allherd-Aluminium-Kapselboden
  • rostfreier Edelstahl 18/10, teilmattiert
  • leicht zu reinigen
  • wärmeisolierende Rohrgriffe
  • bruchsicherer Güteglasdeckel
  • spülmaschinengeeignet
  • Multifunktion: Entsafter, Dämpfer, Kochtopf (mit Schüttrand) und Seiher
  • für alle gängigen Herdarten (auch Induktion)
  • Entsafter-Zubehör-Sets erhältlich
Krüger
  • Traditionsunternehmen seit 1853
  • Edelstahl Fruchtentsafter
  • hochglanzpoliert (innen und außen)
  • Hohlgriffe aus Edelstahl
  • Klarsicht-Deckel (stoßfest)
  • spülmaschinengeeignet
  • für alle Herdarten (Induktion)
  • Kapselboden
  • rostfrei
Rommelsbacher
  • seit 1928
  • Elektro Entsafter Komplettgeräte mit Heizelement
  • Überhitzungs- und Trockengehschutz
  • 2-Schicht Emaillierung
  • made in Germany
  • Fruchtkorb aus lebensmittelechtem Kunststoff
  • Einkochtöpfe mit Entsafterstellung und Entsafteraufsätze im Sortiment

Legst du auf deutsche Qualität wert und suchst ein Kombigerät zum Einkochen, ist der deutsche Haushaltsgerätehersteller Bielmeier eine weitere Option. Das Unternehmen verkauft Einkochvollautomaten mit Entsafterfunktion. Dampfentsafter gibt es außerdem von Klarstein und Elo. Da häufig nach Silit Dampfentsafter gesucht wird, haben wir uns dahingehend schlau gemacht. Derzeit gibt es von dem Hersteller, der Teil der WMF Group ist, keine Dampfentsafter (Stand Juli 2019). Vor und während der Hochsaison für erntefrisches Obst und Gemüse tauchen Entsafter Töpfe in vielen Supermärkten auf. Auch bei Tchibo gab es in der Vergangenheit entsprechende Angebote. Schau bei den verschiedenen Händlern vorbei und vergleich die Preise!

Vier beliebte Entsafter Töpfe

Edelstahl Dampfentsafter von WMF

( Rezensionen)
Edelstahl Dampfentsafter von WMF

Besonderheiten

  • Cromargan Edelstahl 18/10
  • 7 Liter Fassungsvermögen
  • induktionsgeeignet
  • spülmaschinentauglich
  • 5-teilig
Der Edelstahlentsafter Topf von WMF mit 25 Zentimeter Durchmesser überzeugt mit edlem Design und Multifunktionalität. Du kannst sämtliche Module einzeln verwenden und hast mehrere Küchenhelfer in einem. Der TransTherm-Allherdboden eignet sich für alle gängigen Herdplatten, speichert Wärme lang und verteilt sie gleichmäßig. Dank Glasdeckel kannst du den Topfinhalt beobachten. Ergonomische Griffe fördern einen komfortablen Umgang. Käufer bemängeln, dass der Topf gekippt werden muss, um den Saft vollständig zu entleeren. Die Ausflussöffnung ist zu hoch angebracht. Gelobt werden Materialstärke und Verarbeitung.
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Krüger Edelstahl Fruchtentsafter

( Rezensionen)
Krüger Edelstahl Fruchtentsafter

Besonderheiten

  • innen & außen hochglanzpoliert
  • Kapselboden
  • induktionsfähig
  • spülmaschinengeeignet
Der Frucht-Entsafter von Krüger ist aus Edelstahl gefertigt, rostfrei und auf allen Herdarten verwendbar. Der Glasdeckel ist hitzebeständig, stoßfest und fördert energiesparendes Entsaften. Die einzelnen Bestandteile kannst du in die Spülmaschine geben. Das spart Zeit und Nerven. Dank 26 Zentimeter Durchmesser ist im Fruchtkorb Platz für reichlich Entsaftergut. Käufer heben das Preis-Leistungs-Verhältnis, die schlichte Optik und die Griffe, die sich während des Entsaftens ohne Verbrennungen berühren lassen, positiv hervor. Teilweise bemängelt, wird die Dichtigkeit des Schlauchsystems. Einige Käufer berichten, dass die Schlauchklemme nicht vollständig abdichtet.
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Gräfenstayn Edelstahldampfentsafter Torrex

( Rezensionen)
Gräfenstayn Edelstahldampfentsafter Torrex

Besonderheiten

  • verkapselter Energiesparboden
  • spülmaschinengeeignet
  • hitzeisolierte Griffe
  • für alle Herdarten (auch Induktion)
  • inkl. Reserveschlauch
Torrex von Gräfenstayn besteht aus rostfreiem 18/10 Edelstahl und ist auf Gas-, Elektro-, Induktions- und Cerankochfeldern verwendbar. Die polierte Oberfläche verleiht dem System eine zeitlose Optik. Zwei Ablaufschläuche aus Silikon und eine Edelstahlklemme sind im Lieferumfang enthalten. Der Kapselboden ist fünf Millimeter dick und erlaubt eine effiziente Wärmeleitung. Der Topf verfügt über eine Wandstärke von 0,7 Millimeter. Bis zu vier Kilogramm Lebensmittel bekommst du im Entsafter unter. Im Saftbehälter haben 4,3 Liter Platz. Den Fruchtkorb kannst du anderweitig, beispielsweise als Nudelsieb einsetzen. Kochtopf und Deckel dienen dir zum Kochen. Alle Einzelteile lassen sich über den Ersatzteilservice nachkaufen. Käufer empfehlen das Produkt aufgrund guter Verarbeitung, einfacher Reinigung, simpler Handhabung und fairem Preis.
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Edelstahl Dampfentsafter von TecTake

( Rezensionen)
Edelstahl Dampfentsafter von TecTake

Besonderheiten

  • Glasdeckel
  • Gesamthöhe ca. 41 cm
  • 26 cm Durchmesser
  • für jeden Herd
Der preiswerte Edelstahl Entsafter Topf von TecTake setzt sich aus einem Bratentopf, Fruchttopf (Sieb), Entsaftungstopf mit integriertem Trichter sowie Auslauf, dem Saftablasssystem (Schlauch, Sperrklammer, Endstück) und einem Glasdeckel zusammen. Im Wasserdampftopf kannst du Fleisch, Gemüse und vieles mehr zubereiten. Mit einem Fassungsvermögen von 6,5 Liter nimmt er es mit reichlich Inhalt auf. Einsetzbar auf Gas-, Elektro-, Induktions- und Glas-Ceranfeld. Nicht weniger großzügig ist der Fruchttopf mit 8,5 Liter Volumen, rund vier Kilo Früchte bringst du unter. Der Entsafter Topf von TecTake besteht nicht aus rostfreiem AISI 304 Stahl, auch bekannt als 18/10 Edelstahl, sondern aus Edelstahl AISI 430 mit guter Korrosionsbeständigkeit. Nutzer sind zufrieden mit Qualität, Anwendung und Reinigung. Ein Käufer rät zum Einhängen der geschlossenen Schlauchklemme am Griff, da der Verschluss womöglich nicht vollständig schließt.
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Entsafter Topf Anleitung und Tipps – so geht Entsaften!

Dampfentsaften ist keine Kunst. Mit folgender Schritt-für-Schritt Anleitung sollten auch Einsteiger zurechtkommen:

  • Entsaftergut waschen!
  • Wasser in den Topf füllen! Bei elektrischen Entsafter Töpfen ist meistens eine maximale Einfüllhöhe gekennzeichnet. Bei Töpfen für den Küchenherd entnimmst du die richtige Wassermenge der Gebrauchsanleitung. Womöglich ist die empfohlene Wassermenge ebenso direkt im Topf markiert.
  • Saftbehälter aufsetzen und Schlauchsystem anschließen! Schlauchklemme schließen!
  • Fruchtkorb aufsetzen und Entsaftergut nach Rezept hineingeben! Eventuell Zucker hinzufügen!
  • Deckel schließen, Herd voll aufdrehen! Wasser zum Kochen bringen!
  • Sobald das Wasser siedet, beginnt die Entsaftungszeit. Du kannst die Heizleistung des Herds reduzieren, allerdings darf der Kochvorgang nicht unterbrochen werden. Das Wasser muss kontinuierlich köcheln, um den nötigen Dampf zu erzeugen. Stell sicher, dass immer genügend Wasser vorhanden ist! Trockenkochen schadet Herd und Topf.
  • Tipp: Die ersten 0,5 Liter Saft aus dem Entsafter Topf ablassen und erneut oben in den Fruchtkorb schütten! So lässt sich das Risiko für Keime minimieren und das Aroma verstärken.
  • Schlauch in sterilisierte Flaschen oder Gläser einführen, Schlauchklemme lösen und den Saft abfüllen! Behälter randvoll füllen: Da lediglich heiß abgefüllt und nicht eingekocht wird, sollte sich keine Luft mehr darin befinden.

Im Video zeigt Hersteller Schulte Ufer mit einem Dampfentsaftertopf wie Dampfentsaften gelingt. Je nach Reifegrad der Früchte sowie Obstart ist Obstsaft nach etwa 30 Minuten fertig:

Wichtig: Der Saft kommt mit hohen Temperaturen aus dem Auslass. Topflappen oder anderweitiger Hitzeschutz für die Hände ist zwingend erforderlich. Ansonsten drohen beim heiß Einfüllen nicht zu unterschätzende Verbrennungen. Ist der Abfüllschlauch lang genug, kann das Sicherheit fördern, in dem du Flaschen und Co. abstellen kannst.

Praktische Tipps für besten Geschmack und gutes Gelingen

  • Je reifer das Entsaftergut, desto aromatischer die Säfte. Überreife Produkte sind allerdings zu meiden.
  • Bei einigen Obst- und Gemüsesorten kann es sich lohnen, die Pressrückstände (Trester) auf ein Geschirrtuch zu geben, dieses einzuschlagen und zu schließen, um den restlich enthaltenen Saft zu gewinnen: Tuch mit einer Hand gut umfassen und mit der anderen Hand in eine Schüssel beziehungsweise in den Entsafter Topf pressen. Oder mit samt Geschirrtuch in ein Sieb legen und mit biegsamem Silikonlöffel ausdrücken!
  • Für maximalen Ertrag Obst von Kerngehäuse und Schale befreien! Das ist kein Muss und wer es eilig hat, verzichtet auf diesen Arbeitsschritt. Ohne die Pflanzenteile lassen sich Pressrückstände am Schluss aber besser ausdrücken, um mehr Saft zu erhalten. Das Beste ist, dass das Mus im Fruchtsieb später direkt heiß abgefüllt oder zusätzlich eingekocht werden kann.
  • Harte Fruchtschalen zumindest einschneiden oder die Früchte halbieren, damit der Dampf schneller den Saftaustritt ankurbelt.
  • Saft möglichst heiß abfüllen. Lass ihn nicht abkühlen, das schmälert die Haltbarkeit!
  • Erhitze Wasser in einem Wasserkocher, um die Aufheizzeit auf dem Herd zu verkürzen! Effiziente Wasserkocher sparen Zeit und Energie.
  • Zucker hat eine konservierende Wirkung und verlängert die Haltbarkeit.
  • Säfte dunkel, trocken und kühl lagern! Licht und Wärme mindern die Haltbarkeit.
  • Tiefgefrorene Früchte vor dem Entsaften auftauen!
  • Gemüsesäfte sind ideal zum Würzen von Suppen, Soßen und vielen anderen Zubereitungen.
Wie lang entsaftet werden muss, hängt unter anderem von Entsaftergut-Menge und Fruchtart ab. Zwischen 30 und 70 Minuten sind beim Großteil der Rezepte gängig. Bei Äpfeln ist beispielsweise eine Entsaftungszeit von rund einer Stunde üblich. Bei Himbeeren genügen etwa 25 Minuten, weil sie wesentlich weicher sind und ihr Saft schneller austritt. Die Hersteller informieren in den Anleitungen ihrer Dampfentsafter meist in übersichtlichen Zeittabellen über die empfohlene Dauer.

Gut zum Dampfentsaften geeignet:

  • Steinobst
  • Kernobst (z. B. Quitten, Äpfel)
  • Trauben
  • Beere (z. B. Johannisbeeren)
  • Ananas
  • Holunder
  • Rhabarber
  • Spinat
  • Rote Bete
  • Tomaten
  • Karotten
  • Mangold
  • Wildkräuter

Je wasserhaltiger die Zutaten, desto höher die Saftausbeute. Besonders viel Wasser enthalten beispielsweise Kirschen, Äpfel, Quitten und Tomaten. Auch Kombinationen sind denkbar und bringen Abwechslung. Die Mischung aus herben und milden Sorten verspricht besonders leckere Ergebnisse. Im folgenden Video werden Äpfel und Holunder gemeinsam entsaftet:

Was du vermeiden solltest, ist das Mischen von festen und harten Früchten, weil ihre Entsafter-Zeiten stark abweichen. Letztere sollte möglichst identisch sein. Je nach Frucht ist das Hinzufügen von anderen Sorten sogar von Vorteil. Bestes Beispiel: Süßkirschen. Sie ergeben einen relativ langweiligen Geschmack, welcher durch Sauerkirschen optimiert wird.

Ungeeignet zum Entsaften im Topf sind Fruchtsorten mit erhöhtem Pektingehalt wie zum Beispiel Zwetschgen. Ihr Saft wird trüb und fade. Vorsicht geboten ist bei Zitrusfrüchten, weil Limetten, Orangen, Zitronen und Co. oft stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und ihre Schalen voll davon sind. Schälst du die Früchte nicht, landen die Schadstoffe direkt im Saft. Schäl sie oder greif zu unbehandelter Bio Ware! Zudem sind Zitrusfrüchte pektinreich. Weiche Früchte wie Erdbeeren sind pektinarm.

Selbst gemachte Säfte eignen sich hervorragend zum Verschenken. Einfach dekorativ beschriften! Perfekt als Mitbringsel.

Informatives zu Flaschen & Gläsern

Gewöhnliche Glasflaschen halten Temperaturschocks nicht stand beziehungsweise nur bedingt. Im Ernstfall platzt das Glas und es kommt zu Verletzungen. Als besonders robust gelten Einkochgefäße. Sie halten im Vergleich deutlich mehr aus. Spezielle Saftflaschen zum Konservieren, die mit Gummiring, Glasdeckel und Klammern verschlossen werden, sind entsprechend strapazierfähig. Praktisch sind außerdem Einwegflaschen mit Weithals und Twist-off-Deckel. Dank Twist-off-Verschluss sind die Flaschen mit einer schnellen Handbewegung zuverlässig geschlossen. Von Flaschen mit Korken raten wir ab, weil sie die keimfreie Konservierung erschweren.

Bei der Heißabfüllung sollten Abfüllgefäße nicht kalt sein. Größere Temperaturunterschiede wirken sich negativ aus. Am besten sterilisierst du sie kurz vor dem Abfüllen im Backofen bei rund 120 °C. Dann sind sie noch warm und sauber.

Rezeptideen für jeden Geschmack: Kreative Anregungen bringen Hochgenuss

Rezepte für selbst gemachten Mirabellensaft, Traubensaft und viele andere Leckereien findest du in Kochbüchern, den Gebrauchsanweisungen der Topfhersteller und online. Auf Portalen wie chefkoch.de sowie Foodblogs sind raffinierte Ideen vertreten. Bei YouTube haben wir tolle Videoanleitungen von Selbstversorgern entdeckt. Einige Inspirationen für dich arrangiert:

Apfel-Birnen-Saft entsaften ohne Zucker

Mit Honig veredelter Apfelsaft

Sirup aus Johannisbeeren

Dass auch Johannisbeeren-Sirup (in Österreich Ribiselsirup genannt) mit Dampfentsafter hergestellt werden kann, zeigt die österreichische Zuckermarke „Wiener Zucker“:

Dampfentsafter Reinigung – am besten direkt nach dem Abfüllvorgang

Da du mehrere Komponenten säubern musst, solltest du etwas Zeit einplanen. Entsafter Töpfe aus 18/10 Edelstahl kannst du bequem in der Spülmaschine reinigen. Ist die Handwäsche erforderlich, greifst du am besten unmittelbar nach dem Entsaften zu Lappen beziehungsweise Schwamm und einem milden Spülmittel. Sind Saft- und Fruchtreste erst einmal eingetrocknet, wird das Entfernen mühsam. Bürsten sind optimal, um die Zwischenräume des Fruchtkorbs von Schmutz zu befreien. Besonders sorgfältig solltest du beim Reinigen der Schlauchsysteme sein. Reagenzglas- oder filigrane Stabbürsten sind ideal. Worauf beim Reinigen der verschiedenen Materialien im Detail zu achten ist, kannst du in folgenden Ratgebern nachlesen:

Selbst entsaften ohne Entsafter & Mostereien als Alternative

Wer nur selten entsaftet, sodass sich ein Dampfentsafter nicht rentiert, oder traditionelle Prozesse schätzt, kann Saft mit herkömmlichem Küchenzubehör gewinnen. Wie das geht, erklärt Stiftung Warentest in einem Artikel zum Thema Apfelsaft. Darin geht die Verbraucherorganisation auf eine weitere Alternative ein: Die Beauftragung einer Mosterei. „Viele Betriebe fordern Mindest¬mengen von 25 oder 50 Kilo, damit sich das Pressen eines individuellen Saftes lohnt“, so der Hinweis. In welchen Mostereien die Saftproduktion aus eigenem Saft möglich ist, zeigt der Naturschutzbund Deutschland (NABU). In der online hinterlegten Liste sind stationäre und mobile Mostereien aufgeführt.

Fazit

Willst du lediglich frisch gepressten Orangensaft für das wöchentliche Sonntagsfrühstück herstellen, lohnt sich der Kauf eines Entsafter Topfs nicht. Für derartige Zwecke genügt eine platzsparende Saftpresse. Kommst du hingegen günstig oder gar kostenlos an größere Mengen frisches Obst oder Gemüse, ist die Anschaffung durchaus sinnvoll. Regelmäßig im Einsatz, amortisieren sich die Investitionskosten schnell. Schließlich sind hochwertige Säfte aus dem Handel teuer. Dampfentsafter erleichtern die Herstellung von Gemüse- und Obstsäften durch Minimieren des Zeit- und Arbeitsaufwands ungemein. Beim Dampfentsaften wird den Nahrungsmitteln schonend der Saft entzogen, welcher sich direkt konservieren lässt. Somit kannst du überschüssige Ernten haltbar machen und das ganze Jahr über leckere Getränke genießen. Das beugt Lebensmittelverschwendung vor, spart Geld und trägt zu einer gesunden Ernährung bei.

Tipp: Trink Säfte nicht pur, sondern verdünne sie mit zwei Drittel Mineralwasser! Fruchtschorlen sind die besseren Durstlöscher. Außerdem verhindern sie, dass du ein Übermaß an Fruchtzucker (Fructose) zu dir nimmst. Reine Säfte sind reich an Kalorien. Leitungswasser eignet sich gleichermaßen zum Mixen.

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