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Teflon Topf – pflegeleichtes Kochgeschirr mit Antihaftbeschichtung

Teflon Topf Teflon Töpfe sind antihaftbeschichtet, erleichtern das Kochen und die Reinigung. Die Antihaftversiegelung beugt Anbrennen vor und fördert gutes Gelingen. Worauf du bei Kauf und Verwendung achten solltest, um eine gesunde ErnÀhrung zu gewÀhrleisten, erklÀren wir in diesem Ratgeber.
Besonderheiten
  • antihaftbeschichtet
  • langlebig
  • abrieb- und kratzfest
  • pflegeleicht

Teflon Töpfe Test & Vergleich 2019

Bei einem Teflon Topf handelt es sich um ein KochgefĂ€ĂŸ mit Teflonbeschichtung. Der Begriff „Teflon“ ist ein eingetragener Markenname. Inhaber der Rechte ist der amerikanische Chemiekonzern Chemours, ein WeltmarktfĂŒhrer fĂŒr Fluorprodukte. Der Markenname reprĂ€sentiert laut Hersteller eine Produktfamilie mit individuellen Vorteilen. Darunter Antihaftwirkung, abweisende Eigenschaften, Langlebigkeit und eine bequeme Reinigung. Neben der Industrie kommt Teflon in KonsumgĂŒtern zum Einsatz. Kochgeschirr ist ein bekanntes Beispiel. Das Material spielt aber auch im medizinischen Bereich eine Rolle und wird beispielsweise bei Herzschrittmachern, Gelenken und Herzklappen genutzt.

„Teflon“ wird umgangssprachlich gern als Synonym fĂŒr das Fluorpolymer Polytetrafluorethylen (PTFE) verwendet, was im Zusammenhang mit den verschiedenen Arten von Antihaftbeschichtungen etwas verwirrend sein kann. Heute steht der Handelsname Teflon nicht allein fĂŒr Versiegelungen aus reinem PTFE, sondern auch fĂŒr Alternativen, die mit anderen Materialien kombiniert werden. Dazu spĂ€ter mehr.

Chemours hat sich 2015 vom GeschĂ€ftsbereich Performance Chemicals von DuPont (seit 2017 DowDuPont) abgespalten, einem der global grĂ¶ĂŸten Unternehmen innerhalb der Chemischen Industrie. DuPont wurde bereits 1802 gegrĂŒndet. Rund 7.000 Mitarbeiter sind bei Chemours tĂ€tig. Der Konzern besitzt 26 Produktionsstandorte, sein Sitz befindet sich in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware.

Die Teflon Entdeckung – per Zufall zur Kunststoff-Revolution

UrsprĂŒnglich entdeckt wurde PTFE 1938 von Roy Plunkett, einem US-amerikanischen Chemiker, der zu Lebzeiten beim Konzern DuPont tĂ€tig war. Die Entdeckung des Kunststoffs PTFE machte er zufĂ€llig, als er ein neues KĂ€ltemittel fĂŒr KĂŒhlgerĂ€te entwickeln sollte. Dabei bewahrte er gasförmiges Tetrafluorethylen (TFE) in flaschenförmigen Zylindern auf Trockeneis auf. Wie er dabei PTFE entdeckte? In einem Artikel des Deutschlandfunks haben wir eine ErklĂ€rung von Plunkett entdeckt, die er acht Jahre vor seinem Tod fĂŒr die Dokumentation der Chemiegeschichte der Chemical Heritage Foundation abgab:

„Am Morgen des 6. April 1938 – wir hatten uns einen Zylinder ausgesucht – sagte mein Assistent: ‚Hey Doc, haben wir schon alles Gas aus diesem Zylinder verbraucht?‘ Ich antwortete: ‚Nein, ich glaube nicht.‘ Daraufhin sagte er: ‚Was zum Teufel ist da los?‘ … Vom Gewicht her musste in dem Zylinder noch was drin sein, aber obwohl das Ventil offen war, kam kein Gas heraus. … Schließlich schĂŒttelten wir etwas Pulver heraus – der erste Nachweis eines Polymers von TFE. … Meine erste Reaktion war: ‚Tja, da mĂŒssen wir wohl von vorn anfangen, vor allem, wenn dieses ganze Zeug polymerisiert hat.‘“

Durch Polymerisation wandelte sich das TFE in Polytetrafluorethylen um, ein wachsartiges weißes Pulver, das zuvor nicht im BehĂ€lter war. Der Feststoff beeindruckte mit außergewöhnlichen Eigenschaften wie hohe HitzebestĂ€ndigkeit, geringer OberflĂ€chenhaftung und Korrosionsresistenz. 1941 erhielt Plunkett das US-Patent fĂŒr sein entdecktes PTFE, das spĂ€ter vom Titel Teflon geprĂ€gt beziehungsweise kommerzialisiert werden sollte. Der erste Einsatz von PTFE folgte nur zwei Jahre spĂ€ter als BehĂ€lter-Korrosionsschutz zur Lagerung von Uranhexafluorid im Rahmen des Atomwaffenbaus. Die Eroberung der MĂ€rkte von PTFE im Bereich Beschichtungs-, Isolier- und Dichtungsmittel folgte erst nach dem Krieg.

Den Weg in die KĂŒche fand PTFE nicht direkt durch Plunkett, sondern dank Franzosen: Ingenieur Marc GrĂ©goire und seiner Frau. WĂ€hrend er das Material nutzte um Angelschnur zu beschichten, kam Ehefrau Colette auf die Idee es fĂŒr Kochgeschirr zu verwenden. Das Patent folgte 1954 und die GrĂŒndung des Unternehmens „Tefal“ ließ nicht lange auf sich warten. Der Name vereinte die Begriffe „Teflon“ und „Aluminium. Teflon stammt also nicht aus der Raumfahrt, wie hĂ€ufig behauptet wird. Tefal gilt als globaler Vorreiter in Sachen teflonbeschichteten Kochutensilien fĂŒr Konsumenten und hat heute ein breites Sortiment vorzuweisen. Dank Jamie Oliver und Markenbotschafter Steffen Henssler erfreuen sich Tefal Produkte großer Beliebtheit.

Plunkett wurde mehrfach ausgezeichnet. 1973 wurde er in die Hall of Fame der Kunststoffe aufgenommen, 1985 in die Hall of Fame der Erfinder. Er starb 1994 mit 83 Jahren.

Informatives ĂŒber Teflon– eine Antihaftbeschichtung aus Fluorpolymeren

Obwohl Teflon umgangssprachlich viele Jahre als Synonym fĂŒr das von Plunkett entdeckte Polytetrafluorethylen (PTFE) verwendet wurde, kann man die Begriffe heute nicht mehr in eine Schublade stecken. Chemours hat seine Antihaftbeschichtungen seit der Entdeckung stark weiterentwickelt, sodass neben PTFE inzwischen auch andere Substanzen in einer Teflonbeschichtung vorkommen. Die erste keramisch verstĂ€rkte Antihaftversiegelung von DuPont kam beispielsweise bereits 1986 auf den Markt. Chemours macht auf seiner InternetprĂ€senz deutlich, dass „Teflon“ weder ein Produktname noch eine Chemikalie ist, sondern eine „Hochleistungs-Produktfamilie“ reprĂ€sentiert. Hinzu kommt, dass Chemours nicht der einzige Konzern ist, der PTFE herstellt beziehungsweise verwendet. Unter anderem garantiert das Material bei Gore-Tex Bekleidung als filigranes Netz aus Kunststofffasern den zuverlĂ€ssigen Schutz vor Wasser. Die mikroporöse Membran verleiht Textilien wasser- und winddichte Eigenschaften.

Teflon Vorteile: SĂ€ureresistenz, Antihafteigenschaft und Komfort

In Hinblick auf Kochgeschirr sind zwei positive Materialeigenschaften von PTFE besonders bedeutend: Zum einen ist das Material extrem robust gegenĂŒber SĂ€uren. Selbst mit aggressivsten Substanzen reagiert es nicht. Darunter das aus Salz- und SalpetersĂ€ure hergestellte Gemisch Königswasser. Zum anderen bleibt dank extrem geringer OberflĂ€chenspannung (fast) nichts an PTFE haften. Daraus ergeben sich fĂŒr Teflon Antihaftversiegelungen weitere Vorteile. Die folgende Liste fasst zentrale Fakten und VorzĂŒge neuerster Modelle zusammen:

  • Patentierte Technologie
  • Vor Korrosion geschĂŒtzt
  • Fettarmes Kochen durch wenig oder gar kein Fett
  • Langlebige Antihaftwirkung. Lebensmittel bleiben nicht haften, was die Zubereitung erleichtert. Auch beim Verzicht auf Fett bleibt nichts kleben.
  • Zudem ist das Reinigen ein Kinderspiel und erfordert wenig Seife sowie Wasser. Das schont Ressourcen. Neuestes Teflon ist außerdem spĂŒlmaschinengeeignet.
  • Originale Teflon Antihaftversiegelung von Chemours halten gesetzliche Vorschriften ein. Darunter Vorgaben der EuropĂ€ischen Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der US LebensmittelĂŒberwachsungs- und Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA).
  • Moderne Teflonbeschichtungen sind frei von PFOA (seit 2011), Bisphenol-A (BPA), Nonylphenolethoxylate (NPe) und Alkylphenolethoxylate (APE).
  • Bis maximal 260 °C einsetzbar auf allen WĂ€rmequellen (bandbeschichtete Backformen max. 230 °C).
  • Auch scharfes Anbraten und Ablöschen gelingt. Austretende FlĂŒssigkeiten von Lebensmitteln haften nicht an. Fleisch und Co. lassen sich durch Braten gezielt brĂ€unen.
  • Lebensmittel können in Teflon Töpfen im KĂŒhlschrank gelagert werden. Da das Material sĂ€urebestĂ€ndig ist, gehen keine Substanzen der Versiegelung auf Nahrungsmittel ĂŒber.
  • Teflonbeschichtungen können auf dem Herd, in der Mikrowelle und im Ofen zum Einsatz kommen. Das gilt aber nicht automatisch fĂŒr alle beschichteten Töpfe. Das Grundmaterial des Kochgeschirrs ist womöglich auf bestimmte Verwendungsmöglichkeiten beschrĂ€nkt. Der Kochtopf muss zum Beispiel als „mikrowellengeeignet“ beziehungsweise „ofenfest“ gekennzeichnet sein.
Im Englischen wird der Begriff Antihaftbeschichtung mit Non-Stick-Coatings ĂŒbersetzt. Der Begriff kann dir in Produktbeschreibungen oder Ratgebern begegnen.

Achtung Gesundheitsgefahr: Teflon darf nicht ĂŒberhitzen!

Fest steht, dass Chemours Antihaftversiegelungen bis heute auf lebensmitteltauglichem PTFE basieren. Das Hochleistungs-Fluorpolymer der Klasse der Polyolefine besteht aus Fluor und Kohlenstoff, zwei chemischen Elementen. Es ist einer der bekanntesten Vertreter der Perfluorcarbone (PFC) beziehungsweise Fluor-Kohlenstoff-Verbindungen. Einfach ausgedrĂŒckt, ist PTFE ein Kunststoff beziehungsweise ein Thermoplast. Kunststoffe aus der Gruppe der Thermoplaste können in bestimmten Temperaturbereichen ihre Form Ă€ndern. Ein weiteres Merkmal von Thermoplasten ist, dass sie sich bei Überhitzen thermisch zersetzen. Daraus ergibt sich ein entscheidender Faktor bei der Verwendung von teflonbeschichteten Töpfen: Sie dĂŒrfen nicht ĂŒber ein bestimmtes Maß hinaus erhitzt werden. Passiert es doch, treten fluorierte Verbindungen aus der Beschichtung aus und gehen in Form von DĂ€mpfen in die Raumluft ĂŒber. Diese DĂ€mpfe sind giftig.

Gelangen Fluorverbindungen ĂŒber die Atemwege in den Körper, ist eine GefĂ€hrdung der Gesundheit nach aktuellem Wissensstand nicht auszuschließen. Im Gegenteil: Bei einer Hitze ĂŒber 400 °C kommt es sogar zu hochgiftigen Pyrolyseprodukten. Bei der Pyrolyse spalten sich organische Verbindungen durch hohe Temperaturen thermo-chemisch. Unter den Verbrennungsprodukten unter anderem Fluorphosgen. Derartige Substanzen können das sogenannte Teflonfieber (Polymerfieber) auslösen. Typische Symptome sind grippeĂ€hnlich, unter anderem Fieber und ein allgemeines SchwĂ€chegefĂŒhl. Aber auch gereizte Atemwege und Atembeschwerden sind möglich, sobald Fluorpolymere wie PTFE ĂŒberhitzen und die giftigen DĂ€mpfe eingeatmet werden. TodesfĂ€lle durch Polymerfieber, wie sie in der Industrie bereits vorkamen, sind in Haushalten bislang nicht aufgetreten, weil die Temperaturen wesentlich niedriger sind.

Dennoch kann ein unsachgemĂ€ĂŸes Handhaben von Teflon Töpfen oder teflonbeschichteten Pfannen aufgrund des enthaltenen PTFE riskant werden. Ab welcher Temperatur gefĂ€hrliche Substanzen austreten, darĂŒber scheiden sich die Geister. Wenn du gezielt recherchierst, wirst du mit diversen Temperaturangaben konfrontiert. Manchmal heißt es, ab 202 °C wird es bereits riskant, andere Quellen behaupten ab 240 °C. Dem Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) zufolge, liegt der Grenzwert zur Erhitzung von PTFE-Beschichtungen bei ĂŒber 360 °C. Wenn du erfahren möchtest, wie heiß Teflon werden darf, ist unserer Meinung nach ein Blick auf die Herstellerangaben sinnvoll. Chemours erklĂ€rt online:

„Niedrige oder mittlere Temperaturen sind empfehlenswert. Allerdings können Teflonℱ Antihaftversiegelungen Temperaturen von bis zu 260 °C aushalten.“

Diese Temperatur liegt laut Chemours deutlich ĂŒber der Hitze, die zum Rösten, Backen und Braten erforderlich ist. Das stimmt zwar grundsĂ€tzlich, aber ein Restrisiko bleibt. Wer nicht aufpasst und seine Töpfe versehentlich leer auf dem eingeschalteten Herd stehen lĂ€sst, riskiert giftige DĂ€mpfe. Besonders kritisch sind Induktionsherde, weil sie beschichtete Töpfe und Teflonpfannen (leer) in nur 60 Sekunden zum Überhitzen bringen.

Wichtig: Ein Überhitzen ist immer dann möglich, wenn Kochgeschirr ohne Inhalt stark erhitzt wird. Sobald Lebensmittel im Topf sind, ist eine Temperatur ĂŒber dem kritischen Grenzwert unwahrscheinlich. Die Aussage, dass GefĂ€ĂŸe gefĂŒllt mit Öl nicht ĂŒberhitzen können, ist mit Vorsicht zu genießen. Warum, dĂŒrfte spĂ€testens dann klar werden, wenn zum Beispiel raffiniertes Olivenöl beginnt zu rauchen. Der Rauchpunkt dieses Pflanzenöls betrĂ€gt 230 °C. Bis zu den von Chemours als Maximum empfohlenen 260 °C ist es dann nicht mehr weit. Es stimmt zwar, dass Öle durch den entstehenden Rauch beim Verbrennen vor einer Überhitzung warnen, wird der Kochtopf aber auf dem Herd vergessen, ist die Entstehung von Giftstoffen durchaus denkbar. Fette mit besonders hohem Rauchpunkt wie Avocadoöl mit 261 °C dĂŒrfen sogar höher erhitzt werden als Teflon und beginnen entsprechend spĂ€ter zu rauchen.

Vorsicht bei Haustieren: Auf Vögel wirken PTFE-DÀmpfe tödlich!

Besonders gefĂ€hrdet sind Ziervögel wie Papageien oder Kanarienvögel. Werden sie in einer Wohnung gehalten, in der PTFE-beschichtetes Kochgeschirr ĂŒberhitzt, können die giftigen ZersetzungsdĂ€mpfe in wenigen Minuten zum Tod der Tiere fĂŒhren. Der Grund: Ihre Atemwege sind im Vergleich zum Mensch wesentlich sensibler und reagieren ĂŒberaus empfindlich auf Fluorphosgen. Die fĂŒr Vögel extrem toxische Substanz in der Atemluft ruft lebensgefĂ€hrliche blutige LungenverĂ€nderungen und Ödeme hervor. Obwohl es keine konkreten Studien gibt, ist davon auszugehen, dass der kritische Grenzwert fĂŒr Vögel unterhalb der 260 °C liegt, wie er fĂŒr Menschen gilt. Unter anderem deutet darauf der Tod von 1.000 HĂŒhnern hin, die aufgrund von PTFE-beschichteten und auf 202 °C erhitzten WĂ€rmelampen in einer GeflĂŒgelforschungsanlage starben. Dies ist die nach aktuellem Kenntnisstand niedrigste Temperatur, die im Zusammenhang mit PTFE darauf hindeutet, fĂŒr Vögel tödlich zu sein. Trotz mangelnder Beweise sind verantwortungsvolle Tierhalter gut beraten die Hitze genauestens zu kontrollieren, da toxische ZersetzungsdĂ€mpfe nicht durch Rauchentwicklung erkennbar sind.

Leidet ein Vogel unter Atemproblemen und atmet deshalb mit geöffnetem Schnabel? AtemgerĂ€usche sind hörbar und klingen heiser? Dann musst du sofort handeln und das Tier an die frische Luft bringen. Nimm unmittelbar Kontakt mit einem Tierarzt auf! Meistens ist es allerdings lĂ€ngst zu spĂ€t, weil Vögel nach Einatmen der DĂ€mpfe innerhalb von Minuten qualvoll verenden. Ist die Vergiftung subakut, ist ein Überleben von etwa 30 Minuten zwar denkbar, aber eine Rettung durch den Tierarzt höchst unwahrscheinlich. Die inneren VerĂ€tzungen sind enorm.

GrundsÀtzlich gilt:

ACHTUNG: Auch RaclettegerĂ€te und andere KĂŒchengerĂ€te können mit PTFE beschichtet sein und Vögel durch Vergiftung bedrohen!

Nicht generell giftig, aber potenziell riskant

Die Behauptung, Teflon sei allgemein giftig, ist somit falsch. FĂŒr die Gesundheit gefĂ€hrlich wird es erst, wenn Töpfe ĂŒberhitzen und das ist wiederum unwahrscheinlich, solange man sich an die Herstellerempfehlungen hĂ€lt. Panikmasche ist also gleichermaßen ĂŒbertrieben, wie naiver Leichtsinn. Wer mit Teflonbeschichtung zubereitet, sollte die Materialeigenschaften kennen und sich der Risiken bewusst sein. Nur so ist ein sicherer Umgang gewĂ€hrleistet. Machst du alles richtig, kann dir ein Teflon Topf treue Dienste leisten.

ÜBERLEGUNG: Obwohl moderne Antihaftbeschichtungen von Chemours bei korrekter Anwendung kein direktes Gesundheitsrisiko darstellen, stellt sich fĂŒr uns die Frage, warum angesichts der potenziellen Gefahren beim Überhitzen keine deutlichen Warnhinweise auf den Produkten vorgeschrieben sind. Dass Hersteller das vermeiden, ist nachvollziehbar. Schließlich kann sich jede Art von Warnung abschreckend und somit negativ auf den Verkauf auswirken. Seitens des Gesetzgebers besteht unserer Meinung nach aber durchaus Handlungsbedarf.

Wenn sich die Teflon Beschichtung löst: Körper scheidet Teflonpartikel aus

UnabhĂ€ngig von der bereits erlĂ€uterten, thermischen Zersetzung von Teflon, kann die Beschichtung durch unsachgemĂ€ĂŸe Verwendung von Kochbesteck beschĂ€digt werden. Lösen sich durch Kratzer in der Kunststoffschicht Bestandteile des Teflons, besteht fĂŒr den menschlichen Organismus keine unmittelbare Gefahr. Laut Aussage des GeschĂ€ftsfĂŒhrers Karl-Heinz Baumann vom Institut fĂŒr Produkt- und Marktforschung Stuttgart in der SWR Sendung Marktcheck (siehe Video unten zum Töpfe- und Pfannentest), bestĂ€tigt eine UnbedenklichkeitserklĂ€rung vom Bundesgesundheitsministerium, dass PTFE-Bestandteile, die sich aus Beschichtungen lösen fĂŒr den menschlichen Körper unbedenklich sind. Sie werden ĂŒber den Stuhlgang vollstĂ€ndig aus dem Körper abgefĂŒhrt. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) verdeutlicht: „Da PTFE inert (reaktionstrĂ€ge) ist, werden diese Teilchen nicht verdaut und vom Körper unverĂ€ndert wieder ausgeschieden.“

Zerkratzte Teflontöpfe und Bratpfannen mĂŒssen demnach nicht entsorgt werden. Kratzer haben keinen negativen Einfluss auf die Antihaftwirkung, solange ein Großteil der OberflĂ€che noch intakt ist. Auch Chemours erklĂ€rt, dass keine Risiken bestehen.

Herstellung und Funktion von Teflon – Mehrschichtsystem fĂŒr beste QualitĂ€t

Hauptbestandteil von Teflon Antihaftversiegelungen sind Fluorpolymerharze. Um Töpfe mit Teflon zu beschichten, werden die Bestandteile als flĂŒssiger Lack aufgetragen. Angewandt wird ein Mehrschichtverfahren fĂŒr zuverlĂ€ssige und langlebige Antihaftwirkung. Chemours erklĂ€rt den allgemeinen Aufbau folgendermaßen:

  • Unterste Schicht (Patented Reinforced Primer): Grundierung fĂŒr erhöhte Langlebigkeit
  • Mittlere Schicht (Reinforced Mid Coat): Robuste Mittelschicht fĂŒr Kratz- und Abriebfestigkeit
  • Oberste Schicht (Top Coat): OberflĂ€chenversiegelung fĂŒr leichte Reinigung und Antihaftwirkung

Nach dem Auftragen der Schichten wandern Töpfe in einen Hochtemperaturofen. Durch Erhitzen hÀrtet das Material aus und es kommt zur dauerhaften Verbindung zwischen Topfmaterial und Chemours Lack.

Beschichter benötigen Zertifizierungssiegel

Die Produktion von Kochgeschirr mit Teflonbeschichtungen von Chemours fĂŒhren ausschließlich lizensierte Hersteller durch. Jeder Beschichter muss die global vorgegebenen QualitĂ€tsstandards einhalten. Bevor Kochgeschirr das Teflon Logo (Chemours Zertifizierungssiegel) erhĂ€lt, fĂŒhrt Chemours QualitĂ€tstests durch. Ob ein Hersteller die QualitĂ€tsstandards dauerhaft einhĂ€lt, wird regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft. Neben dem Computer Assisted Mechanical Utensil Test (CAMUT), dem hĂ€rtesten Kratztest fĂŒr Kochgeschirrbeschichtungen, werden beispielsweise die Abriebfestigkeit mit dem Mechanical Tiger Paw (MTP) Test und die ScheuerbestĂ€ndigkeit im Scouring Pad Abrasion Resistance Test geprĂŒft. Das Markensiegel garantiert QualitĂ€t, Antihaftwirkung und StrapazierfĂ€higkeit.

Modernes Teflon ist kratzbestÀndig

Ältere Teflonbeschichtungen haben einen entscheidenden Nachteil: Sie waren kaum kratzfest. Der Grund ist auf den Herstellungsprozess zurĂŒckzufĂŒhren: Damit sich PTFE, ein Material, an dem kaum ein anderes Material haftet, mit Alu- oder Edelstahltöpfen verbindet, muss Kochgeschirr angeraut werden. Anschließend wird der Kunststoff in mehreren Schichten aufgetragen. Die Haftung entsteht durch feine Unebenheiten auf der TopfoberflĂ€che. Da es lediglich zu einer mechanischen Verbindung und nicht zu einer chemischen kommt, zeigte sich Teflon gegenĂŒber scharfen und spitzen GegenstĂ€nden sensibel. WĂ€hrend der Entwicklung konnte diese negative Eigenschaft ausgemerzt werden. Teflon Platinum Plus verfĂŒgt zum Beispiel ĂŒber einen patentierten OberflĂ€chenschutz, der metallischem Kochbesteck standhĂ€lt.

Teflon Technologien – von glatt bis Textur, von Lotus-Effect¼ bis Print

Im Laufe der Jahrzehnte seit Entdeckung von PTFE hat DuPont beziehungsweise Chemours mit Teflon viele Entwicklungsschritte zurĂŒckgelegt. Hier einige Meilensteine:

  • Teflon Platinum (seit 1999)
  • Teflon Infinity (seit 1999) -> zum Individualisieren (Gesteinsoptiken)
  • Teflon Select (seit 2000)
  • Teflon Xtra (seit 2006)
  • Teflon Platinum Plus (seit 2008)
  • Patentierte Technologie ohne PFOA (seit 2011)
  • Teflon Colour Collection (seit 2012) -> farbige Beschichtungen
  • Teflon Print Designs -> mit Motiven
  • Teflon Radiance (seit 2015) -> fĂŒr Induktionskochgeschirr
  • Teflon Profile (seit 2017)
Um der erhöhten Nachfrage nach Induktionskochtöpfen gerecht zu werden, wurde die Radiance AusfĂŒhrung entwickelt. Diese Technologie verfĂŒgt ĂŒber Edelstahl-Partikel in der Mittelschicht eines 3-Schicht-Systems.

Einen Teflon Topf kannst du bei diversen Marken kaufen. Schließlich greifen viele renommierte Topfhersteller wie WMF, Rösle und SĂ€nger auf die Antihaftbeschichtungen von Chemours zurĂŒck. Da Teflon nicht gleich Teflon ist, solltest du dich mit den verschiedenen AusfĂŒhrungen an Antihaftbeschichtungen der Marke auseinandersetzen. In der Regel informieren Topfanbieter, welche Art von Teflonbeschichtung aufgetragen wurde. Unterschieden werden derzeit folgende Varianten:

Teflon Classic (PTFE-2-Schicht-System):

FĂŒr einfaches Gelingen, spielende Reinigung. FĂŒr gelegentliche Nutzung empfohlen. Seit 2019 ist die Beschichtung dank des Classic Roller Coat-Angebots in sechs Trendfarben erhĂ€ltlich: Curacao Blue, Mango Gold, Berry Purple, Chocolate Brown, Pure Pewter und Sterling Silver.

Teflon Xtra:

Langlebig, pflegeleicht, einfaches Kochen. FĂŒr regelmĂ€ĂŸiges Zubereiten in der heimischen KĂŒche.

Teflon Select (PTFE-3-Schichtsystem):

AusgerĂŒstet mit mineralisch verstĂ€rkter Grundierung (HĂ€rte diamantartig). Hohe StrapazierfĂ€higkeit, langlebig, pflegeleicht, bequemes Zubereiten. FĂŒr alle, die sich alltagstaugliches Kochgeschirr wĂŒnschen. Varianten Radiance, Infinity und Colour Collection bringen bedarfsgerechte Auswahlmöglichkeiten.

Teflon Platinum Plus (PTFE 3-Schichtsystem):

FĂŒr komfortables Kochen, Reinigen. Besonders langlebig (Antihaftwirkung & Optik), kratzfester OberflĂ€chenschutz (patentiert), hĂ€lt Metallutensilien stand. 2 verstĂ€rkte Schichten.

Teflon Profile (PTFE & Spezial-Hochleistungspolymer 3-Schichtsystem):

Teflon Profile mit Skin Technology ist die neuste Antihaft-Beschichtung von Chemours (Stand Mai 2019) und aktuell das abriebbestĂ€ndigste und kratzbestĂ€ndigste Teflon. Statt der typisch wachsartigen glatten OberflĂ€che ist diese Beschichtung von einem Profil geprĂ€gt. Die Textur lĂ€sst sich mit dem Tastsinn fĂŒhlen. Teflon Profile ist gegenĂŒber glatten OberflĂ€chen langlebiger und widerstandsfĂ€higer. FĂŒr die Produktion werden folgende Komponenten kombiniert:

  • reiner Hochleitungspolymer Decklack mit Lotus-EffectÂź
  • verstĂ€rkter PTFE-Midcoat + Siliciumcarbid- kurz SiC-Partikel
  • keramische VerstĂ€rkung in der PTFE Grundierung

Das Hochleitungspolymer bei Teflon Profile ist eine Weiterentwicklung von PTFE. Die hohe Kratzfestigkeit ergibt sich durch die Mittelschicht mit Siliciumcarbid Partikeln. Hier hat sich der Entwickler am Vorbild Natur orientiert, wo SiC-Partikel unter anderem in Meteoritengestein vorkommt. Die Partikel verbinden sich durch chemische Prozesse zu kleinen Formationen. Im CAMUT Simulationstest wies Teflon Profile im Vergleich zu einer herkömmlichen glatten Beschichtung kaum erkennbare Kratzspuren auf. Im genannten Test werden Versiegelungen mit Pfannenwender, Messer, Schneebesen und Gabeln bearbeitet. Teflon Profile ist in verschiedenen Farbvarianten wie Shark Blue und Crocodile Black erhĂ€ltlich. FĂŒr ambitionierte Köche empfohlen.

Auf der Ambiente 2019 hat Chemours sein optimiertes Teflon Sortiment prĂ€sentiert. Wie der Hersteller in einer Pressemeldung erklĂ€rt, wurde die KratzbestĂ€ndigkeit um 200 Prozent und die Abriebfestigkeit um bis zu 100 Prozent verbessert. Ebenfalls relativ neu im Sortiment: Die Teflon Rock Technology. Rock sorgt fĂŒr Optionen zur Individualisierung mit acht Grundfarben (z. B. Grau, Schwarz und Champagner) sowie acht Farbpunkttinten (z. B. Satin Gold, Sand und Blau) fĂŒr raffinierte Strukturen.

Giftstoff PFOA in Teflon-Fabriken – ARTE Reportage deckt auf

PFOA steht fĂŒr PerfluoroctansĂ€ure. Diese Substanz wurde beziehungsweise wird bei der Produktion von PTFE als Hilfsmittel eingesetzt. Dank eines BeschrĂ€nkungsverfahrens der EU-Kommission darf diese Substanz ab 4. Juli 2020 nicht mehr hergestellt werden. Der Grund: Sie ist giftig, kann die Fortpflanzung gefĂ€hrden und reichert sich in Organismen an. Anders als PTFE wird PFOA kaum vom Körper ausgeschieden. Studien bestĂ€tigen krebserregende und leberschĂ€digende Eigenschaften. Bis vor wenigen Jahren hat DuPont das giftige PFOA zur Herstellung von Teflon verarbeitet. Den Angaben von Chemours zufolge, hat der Konzern 2009 damit angefangen auf neue Technologien ohne PFOA umzusteigen.

Eine ARTE Reportage beleuchtet die Thematik kritisch und macht auf erschreckende Tatsachen aufmerksam. Die Sendung erschien 2017 und thematisiert die potenziellen Auswirkungen der Produktion durch DuPont am Beispiel Dordrecht, einer Stadt nahe Rotterdam in den Niederlanden. Mitarbeiter, die viele Jahre, teils Jahrzehnte fĂŒr den Konzern tĂ€tig waren, erkrankten schwer. Das Spektrum reicht von Autoimmunkrankheiten bis Speiseröhren- und Magenkrebs. Der Verdacht: Das von DuPont verwendete PFOA soll schuld an den gesundheitlichen Folgen sein.

6.000 Kilometer entfernt von Dordrecht zeigt sich eine Ă€hnlich schockierende Situation. In Parkersburg im US-amerikanischen Bundesstaat West Virginia wurde eine weitere Teflon-Fabrik unter die Lupe genommen. Laut der ARTE Reportage gelangte PFOA ins Trinkwasser. Zehntausende wurden vergiftet. Die Justiz gab eine wissenschaftliche Untersuchung in Auftrag, die einen möglichen Zusammenhang zwischen PFOA und sechs Krankheiten feststellen konnte. Darunter Nierenkrebs, Hodenkrebs und SchilddrĂŒsenkrankheiten. Nach Veröffentlichung der Studie erhoben 3.500 Betroffene Klage gegen DuPont. Im Februar 2017 zahlte das Unternehmen den Opfern insgesamt 671 Millionen US-Dollar EntschĂ€digung. Nach dem Skandal musste der Hersteller weltweit auf PFOA verzichten. Die Tatsache, dass das Ganze noch nicht besonders lang her ist, lĂ€sst aufhorchen. Arte berichtet weiter von einem Toxikologen, der die Pflanzen bei Dordrecht untersucht hat. Die Erkenntnis: In einem Umkreis von drei Kilometern um den DuPont Standort konnte er PFOA in den Pflanzen nachweisen. Die Substanz sei in der Umwelt lang haltbar. Wie lang, lĂ€sst sich nicht voraussagen.

Die vollstÀndige Sendung hier auf der offiziellen ARTE-InternetprÀsenz.

Inzwischen bestĂ€tigt Chemours online, dass Teflon Antihaftbeschichtungen ohne PFOA hergestellt werden. Da dies jedoch noch nicht lang der Fall ist, sind sicherlich viele Produkte in heimischen KĂŒchen vertreten, die PFOA enthalten. Wer sichergehen will, muss nachforschen oder das Kochzubehör austauschen.

Alternative Optionen zum Teflon Topf – Gusseisen und Edelstahl

Verbraucher, die vollstĂ€ndig auf PFC verzichten möchten, um ihre Gesundheit zu schĂŒtzen und die Umwelt zu entlasten, sind mit gusseisernen Töpfen ohne Beschichtung bestens beraten. In unserem Ratgeber zum Gusseisen Topf kannst du alle Vorteile dieses Materials nachlesen. Es ist zwar schwer und somit etwas unhandlich, enthĂ€lt aber keinerlei Kunststoff. Die Antihaftwirkung entwickelt sich stattdessen auf natĂŒrliche Art durch Bratenfett. Es entsteht eine Patina, die nicht nur das Anhaften von Zutaten verhindert, sondern auch vor Rost schĂŒtzt und intensive Brataromen verleiht. Das Tolle ist, dass die Patina von Mal zu Mal besser wird. Gusseiserne Töpfe ĂŒberleben bei korrekter Pflege Generationen und lassen sich ohne Verluste dem Rohstoffkreislauf zufĂŒhren. Gusseisen wird aus natĂŒrlichen Rohstoffen gewonnen, lĂ€sst sich recyceln und grĂ¶ĂŸtenteils aus Recyclingmaterial herstellen. GegenĂŒber Kunststoff ist die Ökobilanz deutlich besser.

Auch Edelstahltöpfe ohne Beschichtung sind eine Alternative. Allerdings sollte es 18/10 Edelstahl sein, weil es bis 600 °C hitzebestĂ€ndig, speisesĂ€urebestĂ€ndig und rostfrei ist. Edelstahltöpfe sind lebensmittelecht, hygienisch und super pflegeleicht. Über alternative Beschichtungssysteme kannst du dich in unserer Abteilung ĂŒber beschichtete Töpfe informieren.

Teflon vs. Keramik – Was ist besser?

In unserem Ratgeber ĂŒber beschichtete Töpfe sind wir bereits auf die Unterschiede zwischen PTFE und Keramik-Versiegelungen eingegangen. Hinsichtlich der KratzbestĂ€ndigkeit haben sich die Tatsachen ĂŒber die Jahre geĂ€ndert. PTFE-Beschichtungen galten frĂŒher als weniger haltbar und sensibler gegenĂŒber spitzen und scharfen GegenstĂ€nden. Die neuesten Teflon-Beschichtungen können mit Keramikversiegelungen jedoch mithalten oder ĂŒbertreffen sie sogar. Hersteller Chemours erklĂ€rt in einer BroschĂŒre, Teflon Antihaftversiegelungen hĂ€tten laut wissenschaftlichen Untersuchungen eine um siebenmal lĂ€ngere Nutzungsdauer als Kochgeschirr mit keramischer Beschichtung (Sol-Gel) oder Silikonbeschichtungen. Ein direkter Vergleich ist je nach Topfhersteller und verwendeter Beschichtung dennoch schwierig, weil es viele verschiedene Technologien gibt. Reine Keramikversiegelungen haben aber einen Vorteil gegenĂŒber PTFE-Versiegelungen: Sie sind deutlich hitzebestĂ€ndiger (teilweise bis 400 °C) und geben keine giftigen DĂ€mpfe ab.

Geht es dir hauptsĂ€chlich um Antihaft-Eigenschaften, solltest du auf eine entsprechende Produktkennzeichnung Wert legen. Bei Teflon handelt es sich um Antihaftversiegelungen, bei Keramik ist das nicht immer der Fall. Oft dienen Keramikbeschichtungen nicht vorwiegend der Antihaft-AusrĂŒstung, sondern um Stahl oder Aluminium robuster, pflegeleichter und hĂ€rter zu machen. Zudem sorgen keramische Bestandteile dafĂŒr, dass Kochgeschirr das Essen lĂ€nger warmhĂ€lt. Weitere Informationen ĂŒber Keramikversiegelungen beispielsweise von ILAG (Ceramic), Silit (Silargan) oder WMF (CeraDur) findest du in unserer Abteilung zum beschichteten Topf.

Beschichtung erneuern lassen – bei Premiumtöpfen lohnenswert

Beschichtete Töpfe lassen sich bei verschiedenen Anbietern neu beschichten. Das ist im Vergleich zum Kauf eines neuen Modells oft gĂŒnstiger und umweltfreundlicher, weil der Topf wiederverwendet und nicht neu gefertigt werden muss. Rund 30 Euro solltest du fĂŒr Modelle mit etwa 24 Zentimeter Durchmesser kalkulieren. HĂ€ufig wird die alte Beschichtung durch Sandstrahlen abgetragen, im Anschluss folgt die Neuversiegelung. Bei hochwertigem Kochgeschirr beispielsweise aus 18/10 Edelstahl lohnt sich die Neubeschichtung, bei billigen Töpfen ist das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis zu prĂŒfen.

Vor- und Nachteile vom Teflon Topf

VorteileNachteile
  • patentiert
  • sĂ€ureresistent
  • geschĂŒtzt vor Korrosion
  • langlebige Antihafteigenschaften
  • kein Anbrennen
  • ideal fĂŒr Eierspeisen, Paniertes, StĂ€rkehaltiges, Geschnetzeltes
  • fĂŒr schonende Zubereitung von Fleisch, Fisch und GemĂŒse
  • fettarmes, kalorienreduziertes Kochen
  • maximaler Komfort bei Zubereitung und Reinigung
  • frei von PFOA (seit 2011), BPA, NPe, APE
  • Beschichtung fĂŒr Ofen, Herd, SpĂŒlmaschine und Mikrowelle geeignet
  • Aufbewahren von Zutaten im KĂŒhlschrank
  • kratzfest: modernstes Teflon hĂ€lt metallischem Kochbesteck stand
  • bis maximal 260 °C unbedenklich
  • bei unsachgemĂ€ĂŸer Verwendung (Überhitzen) treten giftige DĂ€mpfe aus (fĂŒr Vögel lebensgefĂ€hrlich)
  • einige Beschichtungen reagieren empfindlich auf scharfe, spitze GegenstĂ€nde
  • Antihafteigenschaften können nachlassen
  • nicht biologisch abbaubar

Arten, GrĂ¶ĂŸen und Designs – große Auswahl fĂŒr jeden Bedarf

Die Auswahl an Teflon Töpfen ist vielfĂ€ltig. Modelle aus hochwertigem Aluguss oder ultraleichtem Aluminium werden gleichermaßen teflonbeschichtet wie rostfreie Edelstahltöpfe. Du findest am Markt sowohl backofen- und mikrowellengeeignete Materialienkombinationen als auch induktionsfĂ€higes Kochgeschirr. Letzteres ist mit einem Spulensymbol auf dem Topfboden gekennzeichnet. Du kannst es aber auch daran erkennen, dass ein Magnet am Boden haften bleibt.

Neben den Materialien ist das Angebot an Topfarten und GrĂ¶ĂŸen schier endlos. Das Repertoire reicht vom kleinen Milchtopf ohne Deckel ĂŒber kompakte Schwenkpfannen (Sauteusen) und große Schmortöpfe mit Deckel bis zum klassischen Kochtopf oder zur praktischen Kasserolle. Ob 14, 24, 26 oder 28 Zentimeter Durchmesser, 1,5, 3 oder 7 Liter Fassungsvermögen: FĂŒr jeden Bedarf gibtÂŽs passendes Zubehör. Schau dich am besten in unserer Kategorie mit Topfarten um und finde heraus, welcher Topf deinen Kochgewohnheiten gerecht wird!

Aufgrund diverser Materialien, Formen und Marken lĂ€sst auch die Designvielfalt kaum WĂŒnsche offen. Zeitloses Silber bei Edelstahl, stilvolle Woks, quadratische BrĂ€ter in Schwarz aus Aluguss oder konisch geformte Stielkasserolle mit farbigem Griff: Teflon Töpfe haben viele Gesichter. Hinzu kommen die Teflon Serien Colour Collection, Infinity fĂŒr Gesteinslooks und Print Design mit Motiven, die reichlich Abwechslung versprechen. Statt langweiliger OberflĂ€chen sind attraktive Farbvarianten, Strukturen und kreative Individualisierungsmöglichkeiten durch Farbpigmente, patentierte Druckfarben und moderne Technologien denkbar.

Kaufkriterien fĂŒr Teflon Töpfe – Inhaltsstoffe, Technologie und KompatibilitĂ€t mit Hitzequelle

Die Auswahl an Teflon Töpfen ist enorm. Von einfachen 2-Schicht-Systemen fĂŒr den eher sporadischen Gebrauch bis zur High-Performance-OberflĂ€che mit Schutz vor Metallutensilien reicht das Angebot. Wir haben wichtige Kriterien arrangiert, die dir bei der Kaufentscheidung helfen können:

KriteriumHinweise
GrĂ¶ĂŸe/Form
  • Durchmesser passend zur Herdplatte
  • bedarfsgerechtes Fassungsvermögen
  • muss plan auf Herd aufliegen
  • gut schließender Deckel
Material
  • kompatibel mit Herdplatte
  • dauerhafte Antihafteigenschaften
  • hohe KratzbestĂ€ndigkeit
  • hohe Abriebfestigkeit
  • zertifizierter Teflon-Beschichter (Zertifikat!)
  • Teflon-Variante passend zum Bedarf (z. B. Classic, Select oder Profile)
Ausstattung
  • solide Griffe (falls möglich Kaltgriffe)
  • je nach Verwendungszweck:
    • Glasdeckel fĂŒr Sichtkochen
    • SchĂŒttrand
    • Schnaupe
    • Messskala
    • Dampfauslass
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Gesundheit
  • frei von PFOA, PFOS, BPA

Hersteller: Chemours fĂŒr Teflon, WMF, Berndes und Co. fĂŒr den Topf

Wie du inzwischen weißt, werden Teflonbeschichtungen von Chemours beziehungsweise zertifizierten Beschichtern hergestellt. Teflon Töpfe kannst du bei diversen Marken wie Tefal, WMF, Berndes, Karcher und SĂ€nger kaufen. Viele Produkte sind bei Amazon erhĂ€ltlich. Bist du Amazon Prime Mitglied, kannst du Versandkosten sparen. Auch beim Möbelschweden Ikea gibt es teflonbeschichtetes Kochzubehör. Beispielweise Topfset SkĂ€nka mit Teflon Select, Bratentopf (Artikelnummer: 701.011.66) mit Teflon Platinum Plus oder Kavalkad Kasserollen aus Aluminium mit Teflon Classic Innenversiegelung.

In unserer Übersicht ĂŒber Topf Marken findest du Links zu weiterfĂŒhrenden Informationen ĂŒber namhafte Hersteller.

4 beliebte Teflon Töpfe

Teflon Wok aus Edelstahl von SĂ€nger

( Rezensionen)
Teflon Wok aus Edelstahl von SĂ€nger

Besonderheiten

  • Teflon Platinum Plus
  • fĂŒr alle Herdarten geeignet
  • Tri-Ply Mehrschichtmaterial
  • mit Glasdeckel
  • 4 l Volumen
Der formschöne Wok von SĂ€nger verbindet ein energieeffizientes Mehrschichtmaterial mit effektiver Teflon Versiegelung. Der Topfkern besteht vom Boden bis zum oberen Rand aus Aluminium fĂŒr eine optimale WĂ€rmeverteilung. Innen unter der Beschichtung wurde lebensmittelechter 18/10 Edelstahl verarbeitet, außen 18/0 Edelstahl mit magnetischer Eigenschaft, sodass der Wok auf Induktion funktioniert. Die dreischichtige TeflonoberflĂ€che ist kratzfest, Metallzubehör kann ihr nichts anhaben. Dank Glasdeckel mit Dampfaustrittsloch hast du den Inhalt jederzeit im Blick. Durch den hohen Topfrand und das großzĂŒgige Fassungsvermögen kannst du rund vier Personen bekochen. Topf und Deckel sind spĂŒlmaschinengeeignet. KĂ€ufer heben Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis und Komfort beim Zubereiten positiv hervor.
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Teflon Topfset von Karcher

( Rezensionen)
Teflon Topfset von Karcher

Besonderheiten

  • 12-teilig
  • Aluguss & Teflon Classic
  • mit Glasdeckel
  • schwarz
  • inkl. Thermogrips (Topfgriff-Überzieher)
Das Kochtopfset von Karcher umfasst drei Kochtöpfe in unterschiedlichen GrĂ¶ĂŸen, eine Stielkasserolle, eine rechteckige Pfanne, einen Schmortopf, passende Glasdeckel mit Dampföffnung und 1 Paar Thermogrips, um die Topfgriffe ohne Verbrennungen anfassen zu können. Da die Töpfe vollstĂ€ndig aus Aluguss gefertigt sind, werden sie heiß. Mit dem Set kannst du von der Soße ĂŒber Eintöpfe bis zu Salzkartoffeln und Rouladen alles kochen. Die zweischichtige Teflon Classic OberflĂ€che sorgt dafĂŒr, dass dir alles gelingt und macht das Topfset pflegeleicht. Kratzfest ist sie allerdings nicht. Das Kochgeschirr ist spĂŒlmaschinengeeignet, backofenfest und fĂŒr Gas-, Elektro- und Keramikherde konzipiert, nicht fĂŒr Induktionskochfelder. KĂ€ufer loben den gĂŒnstigen Preis und den unkomplizierten Umgang.
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BRA Aluguss Teflon Stieltopf

( Rezensionen)
BRA Aluguss Teflon Stieltopf

Besonderheiten

  • Teflon Platinum Plus
  • induktionsfĂ€hig
  • orangefarbener Stiel
  • ergonomischer Griff
Im kompakten Stieltopf der Marke BRA gelingen Saucen, kleine Portionen Suppen und gedĂŒnstetes GemĂŒse hervorragend. Das Topfmaterial Aluguss begeistert mit FormbestĂ€ndigkeit und QualitĂ€t, es ist solide und hochwertig. Da Aluminium schnell aufheizt, ist eine Antihafteigenschaft ein Muss, um dem Anhaften von Zutaten vorzubeugen. Die Teflon Platinum Plus OberflĂ€che macht einen guten Job. Der Topf fördert energiesparendes Kochen auf allen Herdplatten und schont mit dem ergonomischen Griff das Handgelenk. So fĂ€llt es leicht Zutaten zu Schwenken beziehungsweise zu Sautieren. Das Orange am Stiel bringt Farbe in die KĂŒche. KĂ€ufer sind mit Antihaftwirkung und WĂ€rmeverteilung sehr zufrieden.
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Milchtopf Elegance von Rösle

( Rezensionen)
Milchtopf Elegance von Rösle

Besonderheiten

  • Teflon Platinum Plus
  • mit Schnaupe
  • auch fĂŒr Induktion
  • fĂŒr Backofen und SpĂŒlmaschine
  • auch im Set erhĂ€ltlich
Der Rösle Milchtopf aus Edelstahl mit rund 1,7 Liter Fassungsvermögen ist einzeln und im Elegance Topfset erhĂ€ltlich. Die ProPlexÂź Antihaftversiegelung von Rösle entspricht der Teflon Platinum Plus Technologie mit drei Schichten und kratzfester OberflĂ€che. Sie bietet sogar Metallutensilien die Stirn. Durch den gekapselten Topfboden mit Aluminiumkern lassen sich FlĂŒssigkeiten schnell Aufkochen. Mit dem Ausguss kannst du Milch tropffrei in Tassen gießen. Der Milchtopf kommt mit allen gĂ€ngigen Kochfeldern zurecht (Induktion, Gas, Keramik, Elektro). Auch die Verwendung in Backofen und das Reinigen in der SpĂŒlmaschine sind möglich. Der lange Griff macht das Handhaben kinderleicht, er wird lediglich warm. Die Erfahrung zeigt, dass Milch schnell anbrennt und regelmĂ€ĂŸiges RĂŒhren hilfreich ist. Etwas Butter, die du vor der Milch erhitzt, kann helfen.
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Teflon Töpfe richtig reinigen – milde Reiniger genĂŒgen

Laut Hersteller kommen Teflon Antihaftversiegelungen mit den Bedingungen in der SpĂŒlmaschine zurecht. Allerdings kann nicht allgemein behauptet werde, dass sĂ€mtliche Töpfe mit Teflonbeschichtung maschinell gereinigt werden dĂŒrfen. Schließlich spielt auch das Kernmaterial eine wichtige Rolle. PrĂŒf die Angaben des Topfherstellers sorgfĂ€ltig! Halte dich unbedingt daran und beuge so MaterialschĂ€den vor!

Da sich teflonbeschichtete Töpfe dank Antihafteigenschaft kinderleicht reinigen lassen, ist die SpĂŒlmaschine meistens gar nicht notwendig. Ein Tropfen SpĂŒlmittel, heißes Wasser und ein Lappen oder weicher Schwamm genĂŒgen, um die GefĂ€ĂŸe ruckzuck von RĂŒckstĂ€nden zu befreien. Am besten im warmen Zustand abwaschen! Im Handel findest du spezielle SchwĂ€mme fĂŒr AntihaftoberflĂ€chen. Sie sind praktisch, aber kein Muss.

Wichtig ist, dass Koch- oder BratrĂŒckstĂ€nde vollstĂ€ndig entfernt werden. Ansonsten verhĂ€rten sie und setzen sich langfristig fest, was die Antihaftwirkung schmĂ€lert. Hat sich Fett eingebrannt, solltest du es durch erhöhten Druck lösen. Eine sanfte Reinigungsmilch hilft. Anschließend gelingt das SĂ€ubern wieder gewohnt spielend. Auf Scheuermittel solltest du verzichten.

ErgĂ€nzende Tricks und Informatives zu Hausmitteln im Beitrag „Angebrannte Töpfe reinigen: So gehtÂŽs richtig!“

Verwendungstipps – Grenzwert fĂŒr Temperatur einhalten!

Mit diesen RatschlÀgen kannst du die Lebensdauer deiner Kochtöpfe verlÀngern:

  • Auf einem Grill herrschen schnell ĂŒber 260 °C, weshalb Teflon Töpfe nichts auf einem Grill verloren haben. Zu hoch das Risiko des Überhitzens und der Belastung durch giftige TeflondĂ€mpfe!
  • Auch bei Gasherd und Induktion ist Vorsicht geboten, weil sie besonders schnell heiß werden.
  • Es gibt zwar Teflonbeschichtungen, die den Kontakt mit metallischem Kochbesteck verzeihen, materialschonend kochst du aber mit Kochlöffeln und Co. aus Holz, Kunststoff und Nylon.
  • Generell abzuraten, ist vom Verwenden von Messern. Das gilt auch fĂŒr extrem widerstandsfĂ€hige OberflĂ€chen.
  • Leg zwischen beschichtete Teflon Töpfe sowie Pfannen beim Aufbewahren im KĂŒchenschrank Pfannenschoner! Die meist sternförmigen Utensilien aus Filz oder Ă€hnlich weichen Textilien dienen beim Lagern als Puffer und schĂŒtzen vor BeschĂ€digungen.
  • Damit sich bei Fleisch, Fisch und GemĂŒse Röstaromen sowie eine appetitanregende BrĂ€une entwickeln, braucht es keine hohe Hitze. Mittlere Temperaturen genĂŒgen, damit sich Proteine mit Zucker verbinden und eine leckere Karamellisierung zustande kommt. Möchtest du den BrĂ€unungseffekt verstĂ€rken, fĂŒgst du Zutaten wie Honig, Wein oder deinen Lieblingssaft in kleinen Mengen hinzu. Sie enthalten natĂŒrliche SĂŒĂŸe, die beim Erhitzen ebenfalls karamellisiert. Entstehen kleine StĂŒckchen am Topfboden, ist das der optimale Zeitpunkt zum Ablöschen, um eine leckere Soße zu kreieren. HierfĂŒr eignen sich zahlreiche FlĂŒssigkeiten wie Wasser, Wein, Likör, BrĂŒhe, Fond, GemĂŒsesĂ€fte und Brandy. Aber auch Balsamicoessig, Apfelsaft, Gerstenmalz und Ahornsirup.

Kritische Beurteilung von Teflon – Studie des Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz

Chemours erklĂ€rt in einer digital verfĂŒgbaren BroschĂŒre nachhaltig zu produzieren. Man arbeite „an der stetigen Verringerung der Umweltbelastung.“ Durch den Verzicht auf PFOA wurde dahingehend sicherlich schon ein wichtiger, aber auch lĂ€ngst ĂŒberfĂ€lliger Schritt in die richtige Richtung gemacht. Was den positiven Eindruck negativ beeintrĂ€chtigt, ist die Tatsache, dass Fluor-Kohlenstoff-Bindungen (PFC) nicht biologisch abbaubar sind. PTFE, das nach wie vor die Grundzutat fĂŒr Teflon ist, gehört zu dieser Gruppe. Wie der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz e. V. (BUND) 2015 in einer Publikation ĂŒber organische Fluorverbindungen in der Umwelt erlĂ€utert, lagern sich diese langlebigen Stoffe in Gallenblase, Niere und Leber von Tieren ab und gelangen so in die Nahrungskette. Sie sind mittlerweile sowohl in Menschen und Tieren als auch Pflanzen, Böden, Luft und Wasser zu finden. „Diejenigen, die man als die problematischsten ansieht, PerfluoroktansulfonsĂ€ure (PFOS) und PerfluoroktansĂ€ure (PFOA), binden sich an menschliche Serumproteine und haben eine Verweilzeit von etwa neun bzw. vier Jahren im menschlichen Organismus.“

Nach Meinung des BUND sind aber nicht nur PFOA und PFOS kritisch zu begutachten, sondern organische Fluorverbindungen generell. Teflon galt demnach ĂŒber Jahrzehnte als wenig problematisch aufgrund seiner ReaktionstrĂ€gheit. Es reagiert nicht mit biologischem Material. Dennoch stellt seine Langlebigkeit fĂŒr das Ökosystem ein Problem dar. Organische Fluorverbindungen (PFC) kommen in der Natur fast gar nicht vor. Sorgen bereiten diejenigen PFC, die vom Mensch chemisch hergestellt werden. „Organisch“ steht in Bezug auf PFC fĂŒr kohlenstoffhaltige MolekĂŒle. Das Problem ist die Kohlenstoff-Fluor-Verbindung. Sie macht diese Stoffe extrem stabil. Bei Teflon ist das zwar dahingehend erwĂŒnscht, weil Chemikalien der Beschichtung nichts anhaben können, hinsichtlich des Ökosystems aber problematisch, weil es keine natĂŒrlichen Organismen gibt, die diese Verbindungen aufbrechen können.

Es wird noch viele Jahre Forschung erfordern, um die Folgen der Fluorchemie vollumfĂ€nglich nachvollziehen zu können. PFC gelangen grĂ¶ĂŸtenteils ĂŒber IndustrieabwĂ€sser und Industrieabluft in die Umwelt. Dahingehend ist nicht nur Teflon relevant, sondern auch die Herstellung von wasserdichter Outdoor-Bekleidung (z. B. Gore-TexÂź, eVentÂź) und FeuerlöschschĂ€ume. BezĂŒglich Teflon und seinen Umweltauswirkungen sind insbesondere Herstellung und Entsorgung kritisch. Legst du grĂ¶ĂŸten Wert auf Nachhaltigkeit, stellt sich die berechtigte Frage, ob Kochtöpfe und Pfannen mit PTFE das Richtige fĂŒr dich ist.

Fazit

Teflon Töpfe zeichnen sich durch eine patentierte Antihaftbeschichtung aus. Dank der speziellen Technologie haften Lebensmittel nicht, sondern gleiten regelrecht ĂŒber die OberflĂ€che. Teflon beugt Angebranntem vor und gewĂ€hrleistet beim Zubereiten sowie Reinigen maximalen Komfort. Neueste Teflon Beschichtungen sind kratzfest und zeigen sich von metallischem Zubehör unbeeindruckt. Zudem enthalten sie kein krebserregendes PFOA mehr. Trotz Fortschritt erfordert die Nutzung von Teflon Töpfen Vorsichtsmaßnahmen, um das Austreten giftiger DĂ€mpfe zu verhindern.

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